Bewerbungsprozess

Robot-Recruiting: In der Schlangengrube der Künstlichen Intelligenz

Künstliche Intelligenz im Bewerbungsprozess

In der Umgangssprache haben sich für unbekannte, angsteinflößende und überraschende Begriffe gebildet. Black-Box = Unbekannt. Pandora-Büchse = Nicht öffnen. Schlangengrube = Vorsicht Gefahr. Mit dem Begriff der Künstlichen Intelligenz entwickelt sich ähnliches. Viele Reden davon, viele haben ein eigentlich ungutes Gefühl und nur Journalisten freuen sich wie Bolle, finden ihre Texte doch bei den Chefredakteuren des Landes Begeisterung, Amüsement und den starken Wunsch zur Veröffentlichung. Und nun ist im Recruting die Künstliche Intelligenz angekommen. Im Interview mit Sara Lindemann, Head of Enterprise Customer Development & Co-Founder, viasto GmbH gehen wir der Sache auf den Grund.

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Sara Lindemann

Crosswater Job Guide: Für Bewerber und Recruiter ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Bewerbungsprozess noch vielfach eine undurchsichtige Blackbox. Inhalte und Funktionsweise sind nicht allen Beteiligten klar und dies führt zu einem Akzeptanzproblem. Wenn jemand diese Black-Box öffnet, was kommt darin zum Vorschein?

Arbeitsmarkt: Jeder dritte Bewerber lehnt das Vertragsangebot ab   

Wenn ein Einstellungsprozess abgebrochen wird, sind es längst nicht mehr nur die Bewerber, die eine Absage erhalten. Immer häufiger bekommt auch der Arbeitgeber einen Korb. Laut einer aktuellen StepStone Studie entscheiden sich 29 Prozent der Fachkräfte gegen das Vertragsangebot, das sie am Ende des Bewerbungsprozesses bekommen. Damit verzichten Kandidaten im wirtschaftlich starken Deutschland fast doppelt so oft auf eine neue Jobmöglichkeit wie in Frankreich (15 Prozent) und rund drei Mal so häufig wie in Belgien (10 Prozent) und den Niederlanden (7 Prozent). Für die internationale Studie interviewte die Jobplattform zwei Jahre lang mehr als 100.000 Teilnehmer, die sich im Befragungszeitraum auf eine Stelle beworben hatten, detailliert zum weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses.

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Dr. Sebastian Dettmers

Die größten Recruiting-Risiken in den nächstens fünf Jahren

Recruitment in naher Zukunft: 2019 gilt es, die Bedürfnisse von Bewerbern und Arbeitsgebern auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen

Ryan Ross

Zwei scheinbar gegenläufige Trends prägen das Bild aktueller Einstellungsverfahren: Bewerber wünschen sich einen persönlicheren Bewerbungsprozess und die Wahrung der Datenschutzauflagen. Auf der anderen Seite stehen die Unternehmen mit dem Wunsch nach schnelleren und besseren HR-Entscheidungen. Da mag es überraschen oder sogar widersprüchlich klingen, doch die Ausweitung von Big-Data-Analyseverfahren und automatisierte HR-Prozesse können durchaus beiden Seiten gerecht werden.

 

Personalwechsel bei Monster auf DACH- und Europa-Ebene

  • Marc Irmisch-Petit wird neuer Managing Director für Monster Europe
  • Sylvia Edmands übernimmt Geschäftsführung der DACH-Region
  • Ziel: Innovationen in Europa weiter vorantreiben

Marc Irmisch-Petit wurde mit dem ersten Juli zum Managing Director für Monster in Europa befördert. Die Geschäftsführung für die Märkte der DACH-Region bei Monster übernimmt ab sofort Sylvia Edmands.

Sylvia Edmands. Quelle: obs/Monster Worldwide Deutschland GmbH/Monster Deutschland

Aktuelle Bewerberstudie: Kandidaten-Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Arbeitgebern fallen erst im Vorstellungsgespräch

Kein Vertrauen in flunkernde Arbeitgeber

Die überwiegende Anzahl der Bewerber hierzulande hält Arbeitgeber für wenig glaubwürdig. Fast zwei Drittel (63,5%) von ihnen stehen Aussagen und Botschaften, die Unternehmen als Arbeitgeber treffen, skeptisch gegenüber. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Bewerber-Studie, für die das Marktforschungsunternehmen respondi im Auftrag des Video-Recruiting Anbieters viasto bundesweit mehr als 1.000 Kandidaten befragt hat. Demnach glauben 65% dieser kritischen Bewerber, dass Arbeitgeber beispielsweise in Stellenanzeigen oder auf Karrierewebseiten im Sinne ihrer Interessen flunkern. Weitere 29% nehmen die Aussagen vor allem deswegen nicht ernst, weil sie diese letztlich für austauschbar halten.

Martin Becker

5 Tipps zum Einstieg ins Bewerbermanagement

Recruiting muss heute vor allem eines sein: Schnell. Schon ab 10 ausgeschriebenen Stellen pro Jahr ist Excel dafür nicht mehr das geeignete Hilfsmittel. Eine Bewerbermanagement-Software spart Zeit und Kosten, denn sie automatisiert die erforderlichen Prozesse und nimmt administrative Arbeit ab. Die Handhabung der Technik ist bei einer übersichtlich gestalteten Software kein Hexenwerk und schnell erlernt. Aber wie bei jeder Kommunikation hängt auch die Qualität des Recruitingprozesses vom Inhalt ab. Und der liegt in der Hand des Personalers. Um Ihre Softwarelösung besonders effizient nutzen zu können, sollten Sie diese fünf grundsätzlichen Tipps beachten:

5 TIPPS

 

1. Interne Beteiligte von Anfang an integrieren 
Ermitteln Sie alle beteiligten Personen. Das beginnt bei der Stellenbedarfsmeldung und endet mit der Einstellung eines neuen Mitarbeiters. Den Beteiligten werden vom System die sie betreffenden Unterlagen, Termine und Erinnerungen nach Ihren Vorgaben zugeschickt. Alle Schritte werden dokumentiert und für Ihren Kostenüberblick ausgewertet.

Quelle: Ergebnisse der Bewerberumfrage von Jobbörsen-Kompass.de 2018

Mobile Recruiting: 5 Tipps für Arbeitgeber

So sind Sie für das mobile Zeitalter gut gerüstet

Kommunikationsverhalten und Nutzerbedürfnisse haben sich radikal verändert. Neun von zehn Deutschen sind online. Alle sieben Minuten greifen wir zum Smartphone. Das gilt auch für die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. 76 Prozent nutzen das Smartphone bereits heute als bevorzugtes Endgerät für die Jobsuche. Und auch der Wunsch, sich direkt mit dem Handy zu bewerben, nimmt deutlich zu. Das zeigt die aktuelle Mobile Recruiting Studie vom Stellenmarkt meinestadt.de, bei der 1.520 Fachkräfte mit Berufsausbildung unter anderem nach ihren Vorstellungen hinsichtlich mobiler Bewerbungsprozesse befragt wurden.

Bewerber wollen Tempo aufnehmen

Aktuelle Bewerberumfrage unter Berufsstartern zeigt: Kandidaten wünschen sich einen deutlich beschleunigten Bewerbungsprozess, vor allem über das Smartphone


Drei Viertel der jetzigen Berufsstarter in Deutschland erwarten, dass eine mobile Bewerbung über das Smartphone schon bald Standard in Deutschland sein wird. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Bewerberumfrage, die der HR Tech Spezialist Talents Connect gemeinsam mit der Fachhochschule Koblenz durchgeführt hat. Demnach sind 43 Prozent der befragten Berufsstarter sicher, dass sich der mobile Prozess schon innerhalb der nächsten beiden Jahre durchsetzen wird. 13 Prozent finden sogar, dass die mobile Bewerbung bereits heute etabliert ist. Dazu passt: 78 Prozent würden sich sogar öfter bewerben, wenn der mobile Prozess die Regel wäre. Arbeitgeber, die den mobilen Prozess ermöglichen, werden demnach als modern schnell und intelligent wahrgenommen.

Und jetzt noch schnell die mobile Bewerbung abschicken

Jobware testet dialogorientierte Jobsuche

Dr. Wolfgang Achilles, Jobware
Dr. Wolfgang Achilles, Jobware

Der Stellenmarkt Jobware testete kürzlich die dialogorientierte Jobsuche mittels Chat und WhatsApp und stellte fest: Bewerber möchten, dass ihnen andere den Job suchen. Erfahren Sie, wie die Bewerber auf diesen ungewöhnlichen Feldversuch reagiert haben.Test gelungen: Jobware unterstützte eine Woche lang die dialogorientierte Jobsuche.

Der Stellenmarkt Jobware hat sich in einem Feldversuch fünf Tage lang ganz dem Thema Bewerber-Service verpflichtet: Per WhatsApp, Chat, Telefon, E-Mail und über Facebook konnten Bewerber Fragen rund um die Jobsuche und den Bewerbungsprozess an Jobware richten und erhielten hierauf täglich zwischen 8 Uhr morgens und 8 Uhr abends prompt Antwort.

Schlechtes Bewerbermanagement schadet Arbeitgebern

Feedback zum Status der Bewerbung, transparente, schlanke Bewerbungsprozesse und serviceorientierte Personaler mit Sympathiefaktor: Das sind laut der aktuellen Employer Branding-Studie von StepStone jene Faktoren, die der Arbeitgebermarke von Unternehmen nach außen hin einen positiven Spin verleihen und die Employer Brand im Bewerbungsprozess positiv vermitteln. Für die Studie wurden gemeinsam mit Mindtake im Juli 2017 mehr als 1.000 Angestellte und Arbeitssuchende aus ganz Österreich zwischen 19 und 55 Jahren befragt.

Employerbranding