BVTB

Berichterstattung zur Schlecker-Insolvenz: BVTB kritisiert fehlende Sachkompetenz

Gerd Galonska

Dortmund – Der Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer (BVTB) kritisiert scharf die Berichterstattung in Bezug auf die Schlecker-Insolvenz. Vor allem der in den Medien zitierte Dr. Hilmar Schneider vom Institut Zukunft der Arbeit (IZA) gibt dem Verband Anlass zur Kritik. Schneider zieht in seinen Stellungnahmen den Schluss, dass Transfergesellschaften überflüssig seien. Er bezieht sich auf eine veraltete Studie aus 2006 in der er selbst zu der Feststellung kommt: „Um solide Aussagen treffen zu können, bräuchte man schon einen Beobachtungszeitraum von 4 Jahren.“

Zum Fall Schlecker: Offener Brief des BVTB an Bundeskanzlerin Angela Merkel

In Reaktion auf eine öffentliche Stellungnahme des Regierungssprechers, in der Bundeskanzlerin Angela Merkel zu der gescheiterten Transfergesellschaft im Fall Schlecker zitiert wird, hat der Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer e.V. (BVTB) einen offenen Brief an das Bundeskanzleramt verfasst.

Gerd Galonska

Dortmund – Nach dem Scheitern einer Transferlösung für die rund 10.000 Mitarbeiter, die im Zuge der Insolvenz der Drogeriemarktkette Schlecker ihren Arbeitsplatz verloren hatten, äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel über ihren Pressesprecher. Insbesondere die Aussagen, Merkel halte Transfergesellschaften für ein überholtes Instrument und eine Transfergesellschaft sei ein Mittel aus einer anderen beschäftigungspolitischen Zeit, veranlassten den BVTB dazu, in einem offenen Brief eine klare Position zu diesem Thema zu beziehen.

BVTB: IZA verhindert Weiterentwicklung des Transfers

  • BVTB bezeichnet Transfer-Kritik von Hilmar Schneider, Direktor Arbeitsmarktpolitik am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA), als polemischen Nonsens
  • Der Bundesverband: „Guter Transfer“ kann nur durch intensive und offene Diskussion entstehen, nicht über öffentliche Diffamierung

Düsseldorf, 3. November 2011 – Der Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer
(BVTB) verurteilt scharf die harsche Kritik von Dr. Hilmar Schneider (Direktor
Arbeitsmarktpolitik am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit, IZA) an
Transfergesellschaften. Schneider hatte öffentlich den Erfolg der Gesellschaften im
Vergleich zur Bundesagentur für Arbeit bezweifelt und den Verantwortlichen eine
unsachgemäße Darstellung der Tatsachen vorgeworfen (Quelle: personalmagazin,
September 2011). „Die Kritik von Herrn Schneider am Transfer-System ist eine Farce:
Obwohl der BVTB bereits mehrfach die Beteiligung des IZA am Diskurs um die
Qualitätsentwicklung gefordert hat, hat es diese bisher noch nicht gegeben. Anstatt
die Weiterentwicklung des Transfers mit dem BVTB voranzutreiben, führt der Direktor
der Arbeitsmarktpolitik nur eine unqualifizierte Medien-Schlacht. Er ist sich der
Ernsthaftigkeit des Transfer-Auftrags anscheinend nicht bewusst“, äußert sich
Michael Wacker, ein Sprecher des BVTB.

Beschäftigungschancengesetz: Transfer-Durchführungsbestimmungen erfordern Kooperation auf Augenhöhe – Know-how der Transferanbieter macht BA-Bestimmungen praxistauglich

Michael Wacker, BVTB, Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer
Michael Wacker, BVTB

Düsseldorf – Der Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer (BVTB) begrüßt viele der transferbezogenen Vorgaben des neuen Beschäftigungschancengesetzes. Im Interesse eines Effizienzgewinns für die Praxis sieht der BVTB allerdings die Notwendigkeit, die Experten der Transferträger frühzeitig in die Ausgestaltung der Durchführungsbestimmungen einzubeziehen. Diese sollen die weiten Interpretationsspielräume des Gesetzes schließen.

BVTB stärkt mit „Regeln für den Wettbewerb“ die Qualität im Beschäftigtentransfer – Ethikpapier bietet mehr Transparenz bei der Auswahl von Transferträgern

Michael Wacker, BVTB, Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer
Michael Wacker, BVTB

Düsseldorf – Unter der Bezeichnung „Transfer, darauf können Sie sich verlassen!“ hat der Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer (BVTB) Regeln für den Wettbewerb zwischen den im Verband organisierten Transferanbietern aufgestellt. Die Regeln bieten Personal abgebenden Unternehmen verlässliche Positionen zur Angebotsgestaltung und zum Wettbewerbsverhalten der Transferanbieter und damit Kriterien für die Wahl des geeigneten Trägers. „Die Regeln für den Wettbewerb“ sind eine Präzisierung und Weiterentwicklung unseres Qualitätsverständnisses. Sie markieren die Regeln, nach denen sich die Verbandsmitglieder im Wettbewerb im Markt verhalten und dienen dazu, die Ansprüche nach Innen und Außen zu verdeutlichen“, sagt Michael Wacker, BVTB-Vorstandsmitglied.

Umfrage: Beschäftigtentransfer sichert Unternehmen Betriebsfrieden und Image – 90 Prozent der Experten sehen weniger arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen und mehr Betriebsfrieden

Düsseldorf. Unternehmen, die Personal abbauen müssen, sollten unbedingt die Instrumente des Beschäftigtentransfers nutzen, um den Betriebsfrieden zu sichern und keinen Imageverlust zu erleiden. Dieser Meinung sind die Arbeitsmarkt- und Personalexperten, die vom Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer (BVTB) in seiner aktuellen Umfrage* befragt wurden. 90 Prozent der Experten sind der Meinung, dass der Beschäftigtentransfer arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen verringert und den Betriebsfrieden erhält. 84 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Unternehmen ein besseres Ansehen genießen, wenn sie ihre Mitarbeiter per Beschäftigtentransfer tatkräftig unterstützen, neue Beschäftigung zu finden.

Mit welchen Arbeitsmarktmaßnahmen können die Folgen der Wirtschaftskrise auf die Arbeitnehmer abgefedert werden? – Experte Harald Müller steht Rede und Antwort

Harald Müller, Geschäftsführer BWA
Harald Müller, Geschäftsführer BWA

„Mit welchen Arbeitsmarktmaßnahmen können die Folgen der Wirtschaftskrise auf die Arbeitnehmer abgefedert werden?“ Mit diesem Publicity-trächtigen Aufmacher eröffnete jüngst die ZDF-Nachrichtensendung „heute“ ihre Nachrichtensendung – und gab auch gleich die Antwort vor: Laut ZDF hätte der zuständige Minister Olaf Scholz schon Pläne in der Schublade, um die Arbeitsmarktkrise wirksam zu bekämpfen. Nun sind wir von Nachrichtensendungen und Äusserungen der zuständigen Regierungsmitglieder einiges gewöhnt, verwunderlich ist jedoch das Timing dieser Meldung.

BVTB stellt Qualitätskriterien für den Beschäftigtentransfer in Deutschland auf

Düsseldorf – Unter der Bezeichnung „Qualitätslabel BT“ hat der Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer (BVTB) 15 Kriterien für die Qualität des Beschäftigtentransfers in Deutschland aufgestellt. Sie sichern die Einhaltung höchster Standards in der Beratung sowie Projektsteuerung und -abwicklung und bilden die Grundlage für die erfolgreiche und transparente Zusammenarbeit mit den Teilnehmern sowie den Personal abgebenden Unternehmen und der öffentlichen Hand. Gemeinsames Ziel ist, den betroffenen Arbeitnehmern durch Beratungs-, Qualifizierungs- und Vermittlungsangebote einen nahtlosen Übergang in ein neues Beschäftigungsverhältnis zu ermöglichen. Mit der Qualitätsoffensive geht die Empfehlung an Unternehmen einher, im Falle notwendiger Entlassungen ausschließlich Transfergesellschaften einzuschalten, die die Kriterien des „Qualitätslabel BT“ gesichert erfüllen.

BVTB will entlassene Beschäftigte nicht in Strukturtransfergesellschaften „parken“

Michael Wacker: Erfolgreicher Beschäftigtentransfer braucht arbeitsmarktnahe Qualifizierung, schließt Rückkehrmöglichkeit aus und funktioniert in 12 Monaten

Hürth, 25. Juni 2009 – Der Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer (BVTB) spricht sich gegen Strukturtransfergesellschaften aus, in denen Beschäftigte während der Wirtschaftskrise „geparkt“ werden sollen. Nach den Vorschlägen der Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen sollen gekündigte Beschäftigte in externe Transfereinrichtungen abgegeben werden können, in denen sie schwerpunktmäßig qualifiziert werden und aus denen sie nach bis zu 24 Monaten in ihr altes Unternehmen zurückkehren können.