Corona

70 Prozent der suchenden Firmen stellen trotz Kontaktbeschränkungen ein

Die Unternehmen in Deutschland rekrutieren auch in der Corona-Phase aktiv Personal. So haben 70 Prozent der suchenden Firmen seit Beginn der Kontaktbeschränkungen neue Mitarbeiter eingestellt. Weitere 14 Prozent wollen dies in den nächsten Wochen tun. Vier von fünf Arbeitgebern führten Bewerbungsgespräche am Telefon, über Videocalls und per Chat durch. Zu diesen Ergebnissen kommt die jüngste Online-Umfrage von index Research unter 515 Geschäftsführern und Personalverantwortlichen vom 12. bis 20. Mai. Die Zusammenfassung der Studienergebnisse kann hier kostenfrei bestellt werden.

Jürgen Grenz
Jürgen Grenz

Wie sich Talentmanagement und Homeoffice vereinbaren lassen

Nach Lockerung der Corona-Maßnahmen kehrt vielfach wieder der Normalbetrieb ein, dennoch sind unzählige Mitarbeiter noch immer im Homeoffice. Das stellt HR-Abteilungen und besonders die Personalentwicklung vor große Herausforderungen.

Die Corona-Pandemie und die daraufhin verhängten Maßnahmen haben Homeoffice zu einem ungemeinen Auftrieb verholfen. Nach den ersten Lockerungen von Kontaktverboten bis Ausgangssperren heißt es für viele Mitarbeiter wieder mehr oder weniger zaghaft „zurück ins Büro“. Aber gefühlt ist auch nach drei Monaten noch immer halb Deutschland im Homeoffice. Viele Unternehmen hatten und haben allerdings Schwierigkeiten, ihren Mitarbeitern auch das nötige sichere Equipment – angefangen mit Notebooks – zukommen zu lassen.

Herausforderungen für und im Homeoffice

Es gibt aber auch noch andere Herausforderungen, die in der Zwangssituation von Homeoffice auf Personalentscheider und Abteilungen zukommen. Eine davon ist, möglichst in Abstimmung mit dem Betriebs- oder Personalrat dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter zu Hause weiter Zusammenhalt und Orientierung finden und nicht vereinsamen. Viele ereilt nach Lockerung der Maßnahmen die Flucht vor der Flucht ins Homeoffice. Junge Berufseinsteiger, die normalerweise schneller Anschluss finden, leiden besonders unter der Arbeitssituation in den oft engen eigenen vier Wänden und sehnen sich ins Büro zurück, da ihnen der persönliche Umgang mit den Kollegen fehlt.

Virtuelle Meetings für den Zusammenhalt

Viele HR-Verantwortliche sehen ihre eigentliche Aufgabe im Recruiting, im Talentmanagement und in der Personalentwicklung, stoßen in Corona-Zeiten diesbezüglich aber auf Grenzen. Das fängt damit an, dass oft kein persönliches Gespräch möglich ist, weil der Großteil der Belegschaft im Homeoffice ist oder sie gar nicht zu einem Vorstellungstermin erscheinen können. Viele der Talente, die darauf warten, gefördert oder eingestellt zu werden, trauen sich auch nicht anzureisen, wären aber ein großer Gewinn fürs Unternehmen. Denn das große Thema Fachkräftemangel wird bleiben, auch wenn es angesichts von mehr als elf Millionen Beschäftigten, die aktuell in Kurzarbeit sind, temporär etwas in den Hintergrund gerückt ist.

Jobsuche in der Corona-Krise: Bewerber werden flexibler 

Was bedeutet Corona für Menschen, die im Moment auf der Suche nach einer neuen Stelle sind? Die Online-Jobplattform StepStone hat Ende April 800 Jobsuchende zu ihren Gedanken und Erfahrungen in der Corona-Krise befragt. Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Stimmungsbild: Während sich die eine Hälfte gerade jetzt besonders bei der Suche nach einem neuen Job engagiert, wägt die andere Hälfte Bewerbungen sehr bedacht ab. Die wenigsten gehen jedoch davon aus, dass die Corona-Krise ihre Jobchancen auf lange Sicht verschlechtern wird.

Bewerber verändern Suchkriterien und nehmen Umzug eher in Kauf
Trotz der Krise haben 55 Prozent der Befragten ihre Bemühungen, eine neue Stelle zu finden, noch einmal verstärkt. Zudem zeigen sich die Jobsuchenden in der aktuellen Situation zunehmend flexibler: Mehr als die Hälfte (56 Prozent) gibt an, ihre Suchkriterien verändert und ihre Stellensuche auf andere Branchen und Bereiche ausgeweitet zu haben. „Wer gerade eine neue Stelle sucht, sollte sich überlegen, welche Unternehmen gerade besonderen Bedarf an neuen Mitarbeitern haben“, sagt Dr. Tobias Zimmermann, Arbeitsmarkt-Experte bei StepStone. „Arbeitgeber aus dem Gesundheitswesen oder der IT veröffentlichen derzeit beispielsweise deutlich mehr neue Stellen als Unternehmen, die unter der aktuellen Situation besonders leiden.“ Rund jeder zweite Jobsuchende (54 Prozent) verschiebt eine Bewerbung momentan zunächst lieber, weil er vermutet, dass Unternehmen in der aktuellen Situation seltener Rückmeldung geben würden. Die Befragten zeigen sich jedoch momentan besonders anpassungsfähig, wenn für einen neuen Job ein Ortswechsel nötig wäre: Jeder Dritte wäre aufgrund der aktuellen Situation eher bereit, für einen passenden Job umzuziehen.

 

Dr. Tobias Zimmermann

#CoronaEltern: Vor allem Mütter stecken im Job zurück 

Ob Beschäftigte im Verkauf, in der Pflege oder in Verkehrsbetrieben – viele Menschen sorgen seit Wochen dafür, dass das tägliche Leben weiterläuft. Auch Mütter und Väter müssen gerade vollen Einsatz zeigen. Doch wie gut gelingt Müttern und Vätern aktuell der Spagat zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung? Die Online-Jobplattform StepStone hat Ende April rund 7.000 Personen in Deutschland befragt, wie sie den Balanceakt stemmen und wie es ihnen dabei geht. Es zeigt sich: Es sind vor allem die Mütter, die sich während des Corona-Lockdowns um die Kinder kümmern und sich Sorgen um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf machen.

Dr.  Anastasia Hermann

HAYS-Fachkräfte-Index Q1/2020: Vor Corona war Arbeitsmarkt für  Fachkräfte auf gutem Weg 

Vor der Coronapandemie zeigte sich der Arbeitsmarkt für Spezialisten in einer positiven Verfassung. Die Auswirkungen von Corona werden erst im 2. Quartal 2020 bemerkbar sein. Im Vergleich zum Vorquartal erhöhte sich der Hays-Index im letzten Quartal über alle Berufsgruppen hinweg von 126 auf 135 Punkte. Deutlich stieg vor allem die Zahl der Stellengesuche aus der IT-Industrie (von 159 auf 189 Indexpunkte) und aus dem Baugewerbe (von 180 auf 204 Indexpunkte).

Dirk Hahn, CEO Hays AG
Dirk Hahn

Covid-19-Krise: Deutscher Arbeitsmarkt zeigt sich im internationalen Vergleich stabil

● Stellenausschreibungen in Deutschland um 17 % rückläufig im Vergleich zum Vorjahr
● Hotelgewerbe und Tourismusbranche sind mit einem Minus von 35 % seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie stark betroffen
● Jobs im Einzelhandel, Baugewerbe sowie Bank- und Finanzwesen leiden weniger stark unter der Coronakrise
● International sind die Einbrüche bei den Stellenanzeigen groß: Vereinigtes Königreich -44 %, Italien -36 % und USA -31 %

Coronavirus und Stellenausschreibungen: Daten von Indeed

Indeed-Daten zeigen aktuellen Einfluss von Coronavirus-Pandemie auf den deutschen Arbeitsmarkt.

Der Indeed-Job-Index wird wöchentlich aktualisiert, um die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den deutschen Arbeitsmarkt topaktuell zu betrachten.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Seit Mitte März 2020 sind die Stellenausschreibungen um 12 % gefallen
  • Das Hotelgewerbe und der Tourismus sind seit Mitte März 2020 mit einem Minus von derzeit 30 % sehr stark betroffen.
  • Weniger starke Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind unter anderem in den Berufen der Software-Entwicklung, dem Bauwesen oder dem Bank- und Finanzwesen zu erkennen.

Die Bundesagentur für Arbeit hat ihre Zahlen zur Arbeitsmarktentwicklung im März 2020 veröffentlicht. Aufgrund der angewendeten Stichtagsmethode sind die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie noch nicht in den Zahlen der amtlichen Statistik widergespiegelt. Daten von Indeed ermöglichen uns hingegen jetzt bereits einen aktuellen Einblick, wie sich die Coronavirus-Pandemie auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirkt.

Arbeit und die Corona-Krise: Der Status quo

Wie bewältigen Mitarbeiter und Unternehmen in Deutschland die aktuelle Ausnahmesituation? StepStone hat ca. 6.000 Menschen zu ihren Erfahrungen, Sorgen und Best Practices befragt.

Exklusive Ergebnisse der Studie zum DownloadDetailergebnisse zu ausgewählten Fragestellungen – inklusive Gehaltsübersicht für systemrelevante Berufe

Die Corona-Krise stellt eine noch nie dagewesene Herausforderung für die Beschäftigten und Unternehmen in Deutschland dar. Was sind die größten Sorgen der Menschen in Bezug zum Thema Arbeit? Was funktioniert aktuell gut und wo liegen die größten Herausforderungen? Wie funktioniert die Zusammenarbeit aus dem Homeoffice heraus? Wie blicken die Menschen auf die aktuelle Situation, die täglich weiterhin zur Arbeit gehen und unsere Gesellschaft aufrechterhalten? Und wie denken die Menschen über die Zeit nach der Krise?

 

Recruiting in Zeiten von Corona: Welche Auswirkungen gibt es aufs Recruiting und Bewerber?

Schock bei Blitzumfrage „Recruiting in Zeiten von Corona“

Wie die Corona-Krise auch positive Auswirkungen haben kann

Ergebnisse der ICR Blitzumfrage mit 500+ Arbeitgebern

Gibt es mehr oder weniger Bewerbungen? Wird das Recruiting verstärkt oder zurückgefahren? Wie erleben Recruiter die Krise? Antworten bietet eine Blitzumfrage des Institute for Competitive Recruiting (ICR), Heidelberg, unter mehr als 10.000 Unternehmen, an der in den vergangenen zwei Wochen mehr als 500 Arbeitgeber aus dem deutschsprachigen Raum teilgenommen haben.

Wolfgang Brickwedde

Ergebnis-Schock

Die Corona-Krise trifft das Recruiting sehr hart. Deutlich weniger Bewerber treffen auf deutlich weniger Nachfrage seitens der Unternehmen. Nur wenige Branchen bilden hier die Ausnahmen. Einer der wenigen Lichtblicke ist die IT Branche. Dort wollen 35% der teilnehmenden Unternehmen ihr Recruiting in der Krise ausbauen.

Voller Erfolg für die Digital Days der TALENTpro

Die Digital Days der TALENTpro stiessen auf sehr hohe Akzeptanz.

 

Die kurzfristig für den Zeitraum vom 23. bis 26. März angesetzte virtuelle Ausgabe der TALENTpro, die Digital Days, erreichte mit weniger als zwei Wochen Vorlaufzeit über 2.100 Registrierungen. Der Veranstalter, die virtuellen Aussteller und Teilnehmer zeigten sich hochzufrieden.

Aus der Not eine Tugend machen – dieses Motto trieb das Team der TALENTpro an, trotz der Corona-bedingten Verschiebung des TALENTpro Expofestivals. In weniger als zwei Wochen stellte das Team rund um Alexander R. Petsch, Geschäftsführer des Veranstalters HRM Research Institute, ein virtuelles Event auf die Beine, die Digital Days der TALENTpro. „Unsere Kooperationspartner, Aussteller, Speaker, Teilnehmer und natürlich auch wir selbst haben ein Jahr lang voller Begeisterung auf das Expofestival hingefiebert“, so Petsch. „Wir wollten dieses Momentum nicht einfach verstreichen lassen, sondern der HR-Community ein klares Zeichen setzen: es geht weiter. Nur eben anders.“  …