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Die Sirenengesänge der Digitalisierung: Wo bleibt Odysseus 2.0?

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Die Stimmungen schwanken zwischen Euphorie und Zukunftsangst. Es geht um die diffuse, dubiose Digitalisierung, die an allen Ecken und Enden der Medienlandschaft Hochkonjunktur hat. Die Politik hat sich das Thema unter den Nagel gerissen und stellt die Digitalisierung als einen wahrhaftigen Kreuzzug dar, denn der Untergang des Abendlandes ist in Gefahr. Vernarrte Medien springen auf den Zug der Aufmerksamkeitsökonomie. Das breite Publikum ist gleichgültig, wenn denn nicht die Sache mit der Angst um den Job wäre.

Google Trends zeigt die zunehmende Suche nach dem Begriff „Digitalisierung“ in Deutschland.

Worum geht es denn eigentlich?

Künstliche Intelligenz: Weiter Weg an die Spitze

Deutschland soll bei Künstlicher Intelligenz (KI) zu einem weltweit führenden Standort werden. So will es die Bundesregierung, die in dieser Woche ihre KI-Strategie vorstellt. Doch wenn Deutschland bei Forschung, Entwicklung und Anwendung rund um KI vorne mitspielen will, müssen Bund und Länder mehr Geld in die Hand nehmen und sich vor allem besser koordinieren.

Social Media Recruiting: Das Ende der Illusionen?

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Kaum ein anderer Recruiting-Kanal hat ein solch großes mediales Echo erzeugt wie Social Media Recruiting, die Kandidaten-Ansprache und Bewerbungen in Facebook & Co. Und bei kaum einem anderen Recruiting-Kanal klaffen Meinungen von der empirischen Faktenlage so weit auseinander wie bei Social Media Recruiting.

Eine Analyse der Ergebnisse der Jobbörsen-Kompass-Umfrage kommt nun zu einer eher ernüchternden Bestandsaufnahme. Ein Vergleich der Umfrageergebnisse (33.940 Bewertungen Stand 20.10.2018) zeigt die relative Zufriedenheit (auf einer Skala von 7=sehr zufrieden bis 1=überhaupt nicht zufrieden) der Bewerber mit den drei wichtigen Recruiting-Kanälen auf:

  • Jobportale: 4,53
  • Job- / Karrieremessen: 4,48
  • Social Media Recruiting: 3,12

Digitale Arbeitsmarktplattform Upwork vor dem Börsengang – Disruption des Jobbörsen-Geschäftsmodells?

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide
Die Vorbereitungen sind in vollem Gang. Upwork, der Betreiber der digitalen Arbeitsmarktplattform für Freelancer, plant einen Börsengang und zielt darauf ab, über 100 Millionen US-Dollar zusätzliches Aktienkapitals zu beschaffen. Das geplante IPO (Initial Public Offereing) an der NASDAQ Börse in New York signalisiert, dass der digitale Arbeitsmarkt für Freelancer eine immer wichtigere Rolle angesichts des Fachkräftemangels  und dem verstärkten Trend zu Gig-Economy spielt. Doch es gibt auch Risiken und potentielle Auswirkungen auf das Jobbörsen-Geschäftsmodell.
 
Digitale Arbeitsmarktplattformen: Hat die Arbeitsbörse ausgedient?

Wie Google die Stellensuche revolutionieren will

Marc Eckstein

Ein Gastbeitrag von Marc Eckstein, jacando.

Bisher ist es üblich, für Stellenausschreibungen und -suche auf Jobportale wie Stepstone, Indeed, Monster, Jobs.ch oder Xing zurückzugreifen. Durch die Bekanntgabe der neuen Suchfunktion von Google im letzten Jahr könnte sich dies schon in naher Zukunft ändern: “Google for Jobs“ soll den Markt revolutionieren. Seit Mai 2017 in den USA und vor Kurzem in UK auf dem Markt, sind die Funktionsweisen und Vorteile noch nicht für jeden klar. Was daraus wird? jacando hat das unter die Lupe genommen.

„Ich google das kurz.“ Wie bei der Google-Suche an sich soll auch die Suche nach einem neuen Job in Zukunft so vollzogen werden. Google will, in Zusammenarbeit mit den bisherigen Partnern Facebook, LinkedIn, Monster, Careerbuilder und Xing, den Nutzern sämtliche Stellenanzeigen gesammelt an einem Ort anbieten. Weitere Portale könnten folgen.

© DigiClack

Kandidatensuche in sozialen Netzwerken ist noch die Ausnahme

  • Dr. Bernhard Rohleder

    Nur 3 von 10 Personalern gehen online aktiv auf Bewerbersuche

  • Vor allem kleine Unternehmen sind zurückhaltend

Immer häufiger bekommen Unternehmen auf ihre Stellenanzeigen keine geeigneten Bewerbungen, dennoch machen sich nur die wenigsten Personalabteilungen in sozialen Netzwerken aktiv auf die Suche nach geeigneten Kandidaten. Gerade einmal 3 von 10 Personalern (30 Prozent) aus mittelständischen und Großunternehmen geben an, in sozialen Netzwerken wie Xing, LinkedIn oder auch Facebook nach Mitgliedern zu suchen, deren Profil passend für zu besetzende Stellen sein könnte.

Mehr passende Mitarbeiter erreichen: softgarden Empfehlungsmanager erweitert Recruiting-Rundumlösung

Mathias Heese

softgarden hat einen Empfehlungsmanager in die eigene Recruiting-Rundumlösung integriert. Unternehmen, die softgarden nutzen, können damit ab sofort das Prinzip „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ strukturiert nutzen. So lassen sich etwa Stellen in Online-Netzwerken systematisch teilen und die Empfehler bei erfolgter Einstellung aus ihrem Netzwerk informieren. softgarden zählt damit zu den wenigen Anbietern von Bewerbermanagementlösungen, die ein integriertes
Mitarbeiterempfehlungsprogramm anbieten.

Konkurrenz für #Google4Jobs: Das Alleinstellungsmerkmal ist perdu

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Es hat gerade einmal etwa 12 Monate gedauert, bis das Alleinstellungsmerkmal von Google for Jobs (#Google4Jobs) verloren gegangen ist. Die Rede ist von Bing, Googles Suchmaschinenkonkurrent und von LinkedIn, beide Plattformen sind im Besitz von Microsoft. Das geht aus einem Bericht von Joel Cheesman hervor.  Der Vergleich der Layouts von Stellenanzeigen bei #Google4Jobs und Bing bzw. Linkedin zeigt Cheesman zufolge viele Gemeinsamkeiten auf, abfälliger als „abgekupfert“ formuliert.

Zwei von drei Personalern informieren sich online über Bewerber

  • 63 Prozent der Unternehmen recherchieren Social-Media-Profile
  • Jeder vierte Personaler hat deswegen bereits Bewerber ausgeschlossen

Bewerber müssen nicht nur mit guten Noten und lückenlosem Lebenslauf glänzen, sondern sollten auch auf ihre Social-Media-Profile achten. Zwei von drei Unternehmen (63 Prozent) informieren sich in Sozialen Netzwerken über Stelleninteressenten. Im Fokus stehen dabei vor allem beruflich ausgerichtete Plattformen wie Xing oder LinkedIn (53 Prozent), gefolgt von eher privat ausgerichteten Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram (30 Prozent).

Ein halbes Jahr NetzDG: Bitkom zieht ernüchternde Bilanz

Dr. Bernhard Rohleder

■   Unternehmen legen erstmals Löschberichte vor
■   Rohleder: „Dokumente rechtsstaatlichen Versagens“

Seit dem 1. Januar 2018 müssen Soziale Netzwerke ihren Nutzern ermöglichen, sich bei den jeweiligen Unternehmen über rechtswidrige Inhalte zu beschweren. Dies verlangt das sogenannte „Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken“, kurz: Netzwerkdurchsetzungsgesetz oder NetzDG. Zwar ist weiterhin unklar, für welche Netzwerke genau das NetzDG gilt, doch haben die auf jeden Fall betroffenen Unternehmen wie Facebook, Twitter und Youtube jetzt erstmals ihre Berichte vorgestellt. Darin informieren sie über gelöschte Inhalte und Beschwerdeverfahren der vergangenen sechs Monate, wie es das NetzDG vorschreibt.