Flexible Arbeitszeiten

Arbeitgeberimage: Unternehmen müssen für Mitarbeiter und Bewerber attraktiver werden

  • Rudi Bauer, StepStone Österreich
    Rudi Bauer

    Gut zwei Drittel aller Österreicher finden ihren Arbeitgeber attraktiv

  • Beste Arbeitgeber in Westösterreich, Wien schneidet am schlechtesten ab
  • Beim Arbeitgeberimage besteht noch großes Verbesserungspotential
  • Frauen: Attraktive Arbeitgeber punkten mit flexiblen Arbeitszeiten und Teamspirit
  • Authentischer Firmenauftritt steigert Attraktivität bei Bewerbern
  • Facebook-Präsenz und klassische Unternehmenswerbung floppen

Die gute Nachricht zuerst: Österreichs Arbeitnehmer sind zufrieden – zumindest, was ihren eigenen Arbeitgeber betrifft. Wie die aktuelle Employer Branding Studie von StepStone Österreich zeigt, sind gut zwei Drittel (69,9 %) aller Befragten überzeugt, bei einem sehr oder eher attraktiven Arbeitgeber zu arbeiten. Im Geschlechtervergleich sind vor allem Frauen überzeugt von ihrem Arbeitgeber: Jede Dritte (32,7 %) sieht ihr aktuelles Unternehmen in einem positiven Licht – aber nur gut ein Viertel der befragten Männer (26,3 %).

Mitarbeiter zu halten steht ganz oben auf der HR-Agenda

Prof. Dr. Jutta Rump
Prof. Dr. Jutta Rump

Trotz oder gerade wegen des Hypes um digitale und agile Organisationen: Mitarbeiter zu halten ist das Top-HR-Thema für 2018. Auf Platz 2 der HR-Agenda in Unternehmen liegt die Flexibilisierung der Arbeitsstrukturen. Die Beschäftigungs­fähigkeit der Mitarbeiter zu fördern ist erstmals der drittwichtigste Punkt unter den HR-Themen. Dies zeigen die Ergebnisse des HR-Reports 2018, den Hays und das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) nun veröffentlicht haben. Befragt wurden über 1.000 Personen aus Unternehmen und Organisationen.

Vor allem mit kürzeren und flexibleren Arbeitszeiten können Betriebe rentenberechtigte Mitarbeiter halten

Prof. Dr. Nicole Gürtzgen
Prof. Dr. Nicole Gürtzgen

Jeder dritte Betrieb versucht, rentenberechtigte Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. Kürzere und flexiblere Arbeitszeiten anzubieten waren dabei die wichtigsten Maßnahmen, um die Mitarbeiter zu halten. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Schöne neue Arbeitswelt – kein Erfolgsgarant

Silke M asurat
Silke Masurat

„Top Job“-Trendstudie ermittelt Erfolgsfaktoren für neue Arbeitsformen. Nur 6% der Unternehmen sind als Pioniere in der neuen Arbeitswelt erfolgreich.

Megatrends wie Globalisierung und Digitalisierung sowie veränderte Wertvorstellungen der Mitarbeitenden drängen immer mehr Unternehmen in moderne Arbeitsformen. Zudem gelten so organisierte Arbeitgeber als attraktiv und erfolgreich. Dennoch wagte bisher erst ca. ein Viertel der knapp hundert untersuchten Unternehmen den Schritt in die neue Arbeitswelt. Und nur 6 Prozent von ihnen haben den Wandel erfolgreich vollzogen, 19% haben sich dabei die Finger verbrannt. Die aktuelle Trendstudie des Konstanzer Zentrums für Arbeitgeberattraktivität, zeag GmbH, in Kooperation mit der Universität St. Gallen zeigt auf, wie es um die neue Arbeitswelt bestellt ist und was die wenigen erfolgreichen Pioniere richtig machen. Die Studie ist auf www.topjob.de kostenfrei erhältlich.

Wunscharbeitgeber 2015: Studenten wählen Arbeitgeber nach sozialen Faktoren aus

  • Ausschlaggebende Kriterien sind flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung und betriebliche Gesundheitsförderung
  • Für 53,5 Prozent der Befragten ist die Arbeitgebermarke wichtiger als die Attraktivität des Standorts
  • 94,1 Prozent der Befragten wollen bereits während der Schul- und Studienzeit auf interessante Arbeitgeber aufmerksam gemacht werden
  • Klassische Bewerbungen per eMail bevorzugt

Flexible Arbeitszeiten: Bei Studenten sind sie das wichtigste Kriterium für die Wahl ihres künftigen Arbeitgebers – gefolgt von anderen sozialen Aspekten wie dem Wunsch nach organisierter Kinderbetreuung oder betrieblicher Gesundheitsförderung. Das ergab eine repräsentative Umfrage, initiiert von dem auf junge akademische Zielgruppen spezialisierten Medienhaus audimax MEDIEN in Kooperation mit dem Beratungsunternehmen CSR jobs & companies. Über 1.000 Studenten in Deutschland wurden hierbei nach ihren ausschlaggebenden Faktoren für die Wahl ihres Arbeitgebers gefragt.

Aktenzeichen Y/Z gelöst?

Dominik Maisriemel
Dominik Maisriemel

Laut einer aktuellen absolventen.at Umfrage ist Berufseinsteigern ein sehr gutes Betriebsklima am wichtigsten. Bei den Top-Unternehmen 2015 haben die ÖBB die Nase vorn.

Sie verändern die Berufswelt und so manche HR Verantwortliche werden aus ihnen nicht schlau: BerufsanfängerInnen, die zwischen 1978 und 1998 geboren sind, strömen auf den Jobmarkt zu ─ und bald folgt auch noch die Generation Z. Das Karrierenetzwerk absolventen.at hat untersucht, wie sich die „Gen Y“ selbst einschätzt, was ihnen im Berufsleben wichtig ist und für welche Unternehmen sie sich am meisten interessieren.

Schutzschild oder Dinosaurier: Wie passen neue Arbeitswelten zur aktuellen Gesetzgebung?

„arbeiten 4.0“ & Recht

  • Starre Gesetze versus New Work: Forderung nach stärkerer Deregulierung in der Diskussion
  • Einstündige Sessions in der Experts’ Corner HR & Law drehen sich um aktuelle Entwicklungen in Arbeitsrecht und Gesetzgebung

Work-Life-Balance und flexible Arbeitszeiten erwarten immer mehr Beschäftigte von ihrem Arbeitgeber. Doch wie passen geltende Arbeitszeitgesetze, die mit einer elfstündigen Ruhezeit und Sonntagsarbeitsverbot die Beschäftigten schützen sollen, in die neue Arbeitswelt? Auf der Messe Zukunft Personal debattieren Experten für Arbeitsrecht und Unternehmensvertreter über nötige Anpassungen – etwa in der erstmals in Köln präsentierten Experts‘ Corner „HR & Law“.

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Männer sind im Job-Gespräch selbstbewusster, Frauen dafür fachlich kompetenter

Ronald de Louweren
Ronald de Louweren

Aktueller TALENTORY-Kompass: Besser als sie denken

Weibliche Führungskräfte stehen sich oft selbst im Weg, wenn sie auf einen Jobwechsel angesprochen werden. Sie treten nämlich deutlich gehemmter im Jobgespräch auf als ihre männlichen Kollegen – und das, obwohl sie meist den fachlich besseren Eindruck hinterlassen. Das ist das Ergebnis des aktuellen TALENTORY Kompass, einer regelmäßigen Befragung von 100 Personalberatern mit deutschen und internationalen Kunden. Demnach sagen 77 Prozent der befragten Headhunter, dass sich Männer ihres Marktwertes bewusster sind als Frauen.

Flexible Arbeitszeiten begünstigen Wirtschaftswachstum

Nürnberg. Flexible Arbeitszeiten haben im Jahr 2010 in erheblichem Maße dazu beigetragen, dass die deutsche Wirtschaft nach der Krise so schnell wieder hohe Wachstumsraten erreichen konnte. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die durchschnittliche Jahresarbeitszeit der Arbeitnehmer nahm um 2,3 Prozent zu, etwa durch die Beendigung von Kurzarbeit, die Rückkehr zu betriebsüblichen Arbeitszeiten sowie den Aufbau von Guthaben auf Arbeitszeitkonten und mehr Überstunden.