Data-Scientists – heiß begehrt am Arbeitsmarkt

Dr. Jan-Stefan Michels

Wo einst Öl und Steinkohle die Rohstoffe des Industriezeitalters waren, avancieren Daten und deren Auswertung heute zu den Elementen des digitalen Informationszeitalters. Die Unternehmen sitzen mittlerweile auf diesen großen Datenbergen und fragen sich, wie diese effizient genutzt werden können. Es mag paradox klingen, doch trotz aller Wissenschaften, gab es in Deutschland bis vor kurzem noch keine spezifische Ausbildung, die Informatik und Statistik mit Fokus auf Datenanalyse verzahnte. Freilich gab es bereits Analytiker im Bankenbereich und der  Versicherungsbranche, die sich mit Kapitalmärkten oder Altersvorsorgetarifen auseinandersetzen, doch die Industrie 4.0 ging bisher sehr auf Distanz, was die Auswertung der Datenbestände anbelangte.

Dies ändert sich nun mit der hohen Nachfrage nach Datenanalytikern, aber die meisten Auswerter sind Quereinsteiger aus den zuvor genannten Branchen, weil Fachexperten rar gesät sind. Mittlerweile wurden 23 Studiengänge gegründet, die sich deshalb der Analyse von Big Data verschreiben.

 

So startete an der Ludwig-Maximilians-Universität in München im letzten Wintersemester der deutschlandweit erste Studiengang „Data Science“. Unter den Ausbildungsberufen kommt immerhin der mathematisch-technische Softwareentwickler den Anforderungen der Unternehmen am nächsten, doch die Lehre wurde erst 2007 zugelassen. Bis die nötigen Jahrgänge an gut ausgebildeten Datenanalysten auf breiter Front in den Arbeitsmarkt starten, ist bei den meisten Firmen daher Improvisation gefragt.

Das Unternehmen Weidmüller, ein Experte bei der Entwicklung von Elektrotechnik, hat genau aus diesem Grund eine neue Abteilung für Industrial Analytics gegründet und qualifiziert über seine hauseigene Weidmüller-Akademie viele junge Menschen aus den Bereichen der IT, Mathematik, Physik und Ingenieurswissenschaften weiter.  Das neue Team nimmt die Herausforderung an und stößt damit auf bisher unbekanntes Terrain vor. Sie werden hoffentlich nicht mehr lange auf Unterstützung warten müssen. Denn unweit von Weidmüllers Stammsitz in Detmold werden im nächsten Wintersemester an der Universität Bielefeld die ersten Studenten aus dem neuen Data Science-Lehrgang aufgenommen.

Experten schätzen jedoch, dass es noch bis zu 10 Jahren dauern kann, bis das deutsche Bildungssystem die Nachfrage der Industrie an geeigneten Analytikern bedienen kann. Bislang gibt es erst eine niedrige dreistellige Zahl an nötigen Ausbildungsplätzen in diesem Bereich. Was können Unternehmen bis dahin tun? Wie kann das bisherige Personal entsprechend gefördert werden? Und wie kann man die immer weiter anwachsenden Datenberge effizient auswerten?

Weidmüller – Partner der Industrial Connectivity.
Als erfahrene Experten unterstützen wir unsere Kunden und Partner auf der ganzen Welt mit Produkten, Lösungen und Services im industriellen Umfeld von Energie, Signalen und Daten. Wir sind in ihren Branchen und Märkten zu Hause und kennen die technologischen Herausforderungen von morgen. So entwickeln wir immer wieder innovative, nachhaltige und wertschöpfende Lösungen für ihre individuellen Anforderungen. Gemeinsam setzen wir Maßstäbe in der Industrial Connectivity. Die Unternehmensgruppe Weidmüller verfügt über Produktionsstätten, Vertriebsgesellschaften und Vertretungen in mehr als 80 Ländern. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte Weidmüller einen Umsatz von 680 Mio. Euro mit rund 4.500 Mitarbeitern.

http://www.weidmueller.de/de/startseite

 

 

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