Newsletter 5.4.2018: Klapperstorch-Korrelationen jetzt auch im Recruiting

Der Volksmund spricht gerne von der Klapperstorch-Korrelation, um neugierigen kleinen Kindern die Herkunft von Babies schonend zu erläutern. Statistiker verwenden schon eher eine elegantere Formulierung und sprechen von Scheinkorrelationen  – und haben die passenden mathematischen Formeln griffbereit. Nun sind auch Klapperstorch-Korrelationen im Recruiting angekommen. Aber keine Sorge, es handelt sich nicht um Aprilscherze oder Fake News. Beispiele gefällig? Voilà.

Kevin und der Stundensatz von Freiberuflern

Die Betreiber der Spezialjobbörse freelancermap nutzen gerne ihre umfangreichen Projektdatenbanken, um statistische Zusammenhänge herauszuarbeiten. In der jüngsten Pressemitteilung (http://bit.ly/2GyEYXv) strengen sie sich glaubhaft an, um eine Scheinkorrelation darzustellen, nämlich einen Zusammenhang mit dem Vornahmen eines Freiberuflers und dem Stundensatz, den er verdient. Dabei ist doch jedem Recruiter klar, dass sich der Stundensatz von Freiberuflern den Marktgesetzen von Angebot und Nachfrage in klar definierten Anforderungsprofilen richtet – und der Vorname hat in diesem Zusammenhang nichts zu suchen. Wer sich beim Gehalt nicht auf Scheinkorrelationen verlassen will, kann sich in der Crosswater Gehaltsvergleichsdatenbank ausführlich informieren. Hier: http://bit.ly/2Dz6put

 

Einen etwas subtileren Zusammenhang konstruiert HR-Blogger Joel Cheesman (http://bit.ly/2q7XDhE)  und versucht glaubhaft nachzuweisen, dass ein TV-Spot von Indeed die Strategie des weltweit operierenden Jobsites gegenüber dem Neuling #Google4jobs Google for Jobs offen lege. Die Produzenten des TV-Spots haben sich sehr bemüht, den Zusammenhang mit einem leckeren Frühstück à la americaine mit Tost und „Eggs sunny side up“  als Vorbereitung für einen anstrengenden und frustierenden Jobinterview-Tag zu visualisieren. Dass mit in einem kurzen 30-Sekunden Spot die Strategie von Indeed, nämlich die Positionierung weg von einer Jobsuchmaschine und hin zu einem Karriereportal, ausführlich erläutert wird, ist wohl etwas zu kurz gedacht. Strategische Positionierungen sind äußerst komplexe Prozesse, die sich nicht auf die Einfachheit eines Spiegeleis verdichten lassen – es sei denn, man will Recruitern wieder einmal mehr eine Scheinkorrelation auftischen.

Employer Telling

Ganz anders gehen die Protagonisten von Employer Telling, nämlich die Kommunikationsberater Sascha Theisen und Dr. Manfred Böcker, mit ihrer Analyse „Employer Telling analysiert Dialogverhalten von Arbeitgebern“ vor.

Sascha Theisen (l), Dr. Manfred Böcker (r)

Am Anfang ihres Projekts hatten sie in Zusammenarbeit mit Textkernel über 120.000 Stellenanzeigen nach wiederkehrenden Arbeitgeber-Statements untersucht. Jetzt haben  sie eine Schippe nachgelegt und den Zusammenhang zwischen Arbeitgeber-Beurteilungen und den Stellungnahmen der betroffenen Firmen untersucht. Und wie fast zu erwarten ist, sind diese Zusammenhänge nicht ganz schmeichelhaft für die Employer-Branding-Verantwortlichen diverser Arbeitgeber. Weiterlesen: http://bit.ly/2q6TL0s

BEST RECRUITERS

Etwas konkreter haben sich die Macher der Arbeitgebersiegel-Initiative BEST RECRUITERS einfallen lassen und auf der Premiere des TALENTpro-Expofestivals in München präsentiert.

Agnes Koller

 

 

Als „Undercover HR-Boss“ bezeichneten sie die Einladung an die Recruiting-Chefs,  einfach mal die eigenen Prozesse im Recruiting unter die Lupe zu nehmen und diese aus der Sicht der Betroffenen, nämlich der Bewerber, genauer anzuschauen. Weiterlesen: http://bit.ly/2EloDQ1

 

Kongress-Schwerpunkt 2018: Lebensdesign

„Die Arbeitswelt der Zukunft verändert sich. Sie wird bunter, digitaler und verlangt mehr Flexibilität. In all diesen Veränderungsprozessen steht der Mensch im Mittelpunkt, der diese radikalen und bisweilen auch disruptiven Veränderungen bewältigen muss. Lebensdesign lautet daher das Schwerpunktthema 2018 und wir lassen uns von der Kernfrage leiten: Wie kann der Mensch in veränderungsreichen Zeiten zum erfolgreichen Architekten seines Lebens werden?“ Termin vormerken: 28. April in Frankfurt am Main. Anmeldung hier:   http://bit.ly/1V4aInv

 

Neue Jobbörsen braucht das Land

In Zusammenarbeit mit Stellenanzeigen.de und DuMont Berliner Verlag wurde der Berliner Jobmarkt lanciert. http://bit.ly/2El9cr1

Wer neue Jobbörsen lancieren möchte, braucht auch eine solide IT-Lösung. Das verspricht Jobiqo.com und führt als Referenz eine ganze Reihe von Jobbörsen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf. Darunter ist auch der Stellenmarkt von UNICUM Karrierezentrum, der in der Bewerberumfrage von Jobbörsen-Kompass in der Zielgruppe der SAYs (Studenten, Absolventen, Young Professionals) mit dem Silber-Gütesiegel ausgezeichnet wurde. Mehr:  http://bit.ly/2uKV0Ih

 

 

 

 

 

 

 

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