Google Ads: Nutzung zur Reichweitensteigerung von Stellenanzeigen

Von Tristan Niewöhner, persomatch GmbH

Seit Mitte März befindet sich Google for Jobs in Deutschland in der Testphase. Mit Google for Jobs bietet Google Bewerbern eine Zusammenfassung der im Netz bereits vorhandenen Stellenanzeigen an, aufbereitet in einer blauen Box und auf die Suchparameter des einzelnen Jobsuchenden präzise zugeschnitten. Dafür durchsucht Google die diversen Jobbörsen genauso wie unternehmenseigene Karriereseiten, auf denen Stellenanzeigen ausgeschrieben werden. Google bewertet anhand verschiedener Kriterien (Inhalt und Struktur der Stellenanzeigen) die Relevanz für die jeweils aktuelle Suche und entscheidet, welche Stellenanzeige in die Box kommt, und welche nicht. Auch über die Reihenfolge entscheidet Google.

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Mit Google for Jobs wird sich die erste Suchergebnisseite von Google erheblich verändern. Denn die neue Box wird unter den Google-Anzeigen, aber über den organischen Suchergebnissen platziert werden. Die erste Suchergebnisseite wird demnächst also mit drei bis vier Google-Anzeigen starten, gefolgt von der neuen Google for Jobs-Box, und dann bleibt noch Platz für zwei bis drei organische Suchergebnisse. Die zweite Suchergebnisseite ist nicht mehr relevant.

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Für Unternehmen, die vom Fachkräftemangel betroffen sind und händeringend Mitarbeiter suchen, ist es also notwendig, mit ihren Stellenanzeigen in die Google for Jobs-Box zu kommen und ihre Stellenausschreibungen als Anzeige über der Box auszuspielen. Mit dieser Kombination sind sie bestens gerüstet, einen potenziellen Bewerber, der seine Jobsuche über Google startet, auf das eigene Jobangebot aufmerksam zu machen.

 

Es gibt schon einige Informationen darüber, wie man seine Stellenanzeige strukturell und inhaltlich aufbauen muss, damit Google sie für relevant befindet. Auch im Crosswater Job Guide wurde schon darüber berichtet:

https://crosswater-job-guide.com/archives/75616/google-for-jobs-startet-in-deutschland-was-unternehmen-nun-beachten-sollten/  und https://crosswater-job-guide.com/archives/70264/wohin-fuehrt-die-revolution-der-stellenanzeigen-innovationen-von-google-glassdoor-und-indeed/ .

 

Google Ads – die Alternative zur Google for Jobs-Box

 

Doch wie agiert man am geschicktesten, um seine Stellenanzeige über der Google for Jobs-Box, als Google Anzeige auszuspielen? Wohlgemerkt, die Anzeige soll natürlich nur dem perfekten Bewerber ausgespielt werden, und nicht jemandem, der gerade braune Halbschuhe sucht. Informationen hierzu liefert Tristan Niewöhner, Geschäftsführer der persomatch GmbH, deren Geschäftsidee genau das beschreibt: Jobangebote bei Google als Anzeige ganz oben im Suchergebnis zu platzieren.

 

Keywords – das A und O im Suchmaschinenmarketing

 

Alles startet mit den richtigen Keywords. Für Google Ads (Google-Anzeigen) sind Keywords von großer Bedeutung, da die Kosten für Google Ads nach einem Biet-Verfahren ermittelt werden. Je mehr Anbieter es gibt, die für ein gewisses Keyword zu zahlen bereit sind, desto höher wird der letztendliche Klickpreis dieser Anzeige. Man unterteilt Keywords in drei Längen: Short Tail Keywords: sie bestehen aus einem Keyword, z. B. „Jobs“, Mid Tail Keywords: sie bestehen aus zwei bis drei Wörten, z. B. „Stellenanzeigen Mechatroniker“ und Long Tail Keywords: sie bestehen aus mehreren Einzeltermen, z. B. „Job Mechatroniker Anlagenbau Köln“. Kosten und Suchrelevanz verhalten sich analog zur Länge der Keywords. Short Tail Keywords verursachen mit einem hohen Suchvolumen hohe Kosten, bieten aber nur eine geringe Chance auf eine Bewerbung. Long Tail Keywords hingegen weisen ein geringes Suchvolumen aus und verursachen damit auch geringe Kosten. Die Personen, die allerdings so präzise suchen, haben natürlich ein sehr großes Potenzial, der perfekte Bewerber für die ausgeschriebene Stelle zu sein.

 

Für die Keywordrecherche sollte man einige Zeit aufwenden. Es dreht sich um die Frage: welche Keywords werden tatsächlich von den potentiellen Bewerbern genutzt? Häufig schleichen sich in Unternehmen ganz eigene Fachjargons ein. Es gibt Stellenbezeichnungen wie beispielsweise „Financial Compliance Advisor“ oder „Supply Chain Operations Manager“. Nach solchen Stellenbezeichnungen sucht natürlich niemand. Man muss sie also „übersetzen“. „Bevor wir mit unserem Unternehmen an den operativen Start gegangen sind, haben wir 20.000 Jobs eingehend analysiert, was die Art und Weise betrifft, wie diese Jobs gesucht werden. Daraus haben wir einen lernenden Algorithmus erstellt. Wir setzen pro Stellenanzeige zwischen 500 und 900 Suchwortkombinationen ein, um die Bewerber bestmöglich zu erreichen.“, sagt Tristan Niewöhner, Experte auf dem Gebiet des Suchmaschinenmarketings in der Personalakquise.

 

Regionales Targeting

 

Mit Google Ads hat man darüber hinaus die Möglichkeit, das Ausspielen einer Anzeige anhand der geografischen Position des Internetnutzers zu steuern. Sie können also festlegen, dass Ihre Anzeige nur Internetnutzern gezeigt wird, die aus einer bestimmten, für Ihr Unternehmen interessanten Region kommen. Betreibt man z. B. ein Schuhgeschäft in Köln, der Nutzer sitzt aber in Berlin und sucht nach „Schuhgeschäft“, so wird der Nutzer ganz andere Anzeigen zu sehen bekommen als jemand, der in Köln nach „Schuhgeschäft“ sucht. Der Standort des Nutzers wird über die IP-Adresse des Computers, mit dem sich der Nutzer ins Internet einwählt, abgeschätzt.

 

Bezogen auf Stellenanzeigen kann man auf diese Art steuern, welche potenziellen Bewerber man ansprechen möchte. Sucht z. B. Ein Unternehmen in Bielefeld einen Industriekaufmann, so kann dieses Unternehmen in seiner bei Google platzierten Anzeige festlegen, dass die Stellenanzeige nur Bewerbern ausgespielt wird, die sich bis 50 km rund um Bielefeld aufhalten. Ein Bewerber, der sich gerade in Berlin aufhält und über sein Smartphone einen Job als Industriekaufmann sucht, wird diese Anzeige nicht zu Gesicht bekommen. Oder wir betrachten einmal die Logistikbranche. LKW-Fahrer sind in Deutschland mittlerweile rar gesät. In Polen allerdings könnte man noch passende Bewerber finden. In diesem Fall kann man die Stellenanzeige so konzipieren, dass sie auch einem Bewerber ausgespielt wird, der in Polen ansässig ist und eine Stelle als LKW-Fahrer sucht (ohne, dass dieser Bewerber explizit eine Stelle in Deutschland sucht) – und das könnte man sogar in polnischer Sprache tun.

 

Steter Tropfen höhlt den Stein

Die Erfahrung zeigt, dass sich Jobsuchende nicht unmittelbar bewerben, nachdem sie eine passende Stellenanzeige gesehen haben. Oft müssen die Bewerbungsunterlagen erst fertiggestellt werden und in der Regel dauert es vom ersten Wahrnehmen der Stellenanzeige bis zur tatsächlichen Bewerbung sieben Tage. In sieben Tagen kann natürlich eine Menge passieren, im schlechtesten Fall vergisst der Bewerber sein Vorhaben und das Unternehmen bekommt keine Bewerbung. Um das zu verhindern, wird der Jobsuchende beim ersten Aufrufen der Stellenanzeige mit einem sogenannten Cookie markiert. Ruft der Nutzer nun andere Webseiten auf, wird ihm diese Stellenanzeige immer wieder in Form von Display-Anzeigen angezeigt, sodass eine regelmäßige Erinnerung stattfindet.

 

Fazit:

Der Fachkräftemangel zieht sich durch jede Branche und die Unternehmen müssen alles tun, damit ihre Stellenanzeigen von den perfekten Bewerbern gefunden werden. Durch die Google for Jobs-Box wird der Platz für organische Suchergebnisse sehr eingeschränkt. Insofern ist es notwendig, das Jobangebot als Anzeige oben auf die erste Suchergebnisseite zu platzieren. Und das funktioniert per Google Ads – wenn man das Handwerk beherrscht!

 

Über persomatch

Das ostwestfälische Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, Firmen bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter zu unterstützen. „Mithilfe von persomatch werden Stellenangebote von Unternehmen direkt bei Google, der größten Suchmaschine der Welt, auffindbar“, erklärt Gründer und Geschäftsführer Tristan Niewöhner. Der Service von persomatch ermöglicht es, Mitarbeiter in allen Branchen und auf allen Ebenen zu akquirieren. persomatch bietet damit den weltweit ersten und einzigen Customer Self Service zur Platzierung von Stellenanzeigen direkt bei Google. Weitere Informationen auf www.persomatch.de.

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