Google for Jobs: Der blinde Fleck in Buxtehude

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide

Buxtehude, Deutschlands Symbol-Stadt schlechthin, hat schlechte Karten bei Google for Jobs. Nachdem trotz langer Wartezeit Google for Jobs endlich in Deutschland verfügbar ist, verrät eine Stichprobe, was wirklich an der neuen eierlegenden Wollmilchsau dran ist. Schnell wird beim Realitätscheck klar, was fehlt.

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Die Ankündigung von Google for Jobs

Eine Stichprobe mittels Google for Jobs für die Stadt Buxtehude zeigt zahlreiche Treffer an, aber wer zwischen den Zeilen zu lesen wusste, bemerkte sofort, dass Stellenanzeigen von Arbeitgebern fehlten. Offensichtlich haben die IT-Experten von Jobbörsen, Jobsuchmaschinen und Personaldienstleistern ihre Hausaufgaben gemacht und entsprechende Schnittstellen entwickelt, um Stellenanzeigen über das Interface via Google for Jobs einzuliefern.

Doch Google for Jobs zeigt den blinden Fleck von Buxtehude: Stellenanzeigen von Arbeitgebern tauchen überhaupt nicht auf.

Auf das Fehlen der Arbeitgeber-Stellenanzeigen hatte Crosswater Job Guide schon vor geraumer Zeit hingewiesen:

Publisher von Stellenanzeigen, wie Arbeitgeber, Jobbörsen, Multi-Posting Agenturen und IT-Lösungsanbieter, müssen mit Investitionen in Software-Anpassungen in Vorleistung treten. Kleine und mittelständige Unternehmen dürften von den detaillierten Google-Vorschriften nicht begeistert sein, denn die Nutzung von #Google4Jobs setzt automatische Prozesse für die Belieferung der Google for Jobs API-Schnittstelle voraus.

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Buxtehude

Auch Jobbörsen-Experte Alexander Fedossov von Wollmilchsau ist skeptisch.

Alexander Fedossov

Genau wie vor zwei Jahren erwarte ich nicht mal annähernd eine Revolution für den Online-Arbeitsmarkt. Meiner Meinung nach werden die Absichten von Google, die Jobsuche zu verbessern, nicht wesentlich weiter gehen, als die Absichten, die Produkt-, die Rezept-, Flug-, Finanzmarktsuche zu verbessern. Googles eigentliche Absicht ist es, die Aufenthaltsdauer der Nutzer auf der eigenen Seite und die Ads Impresseions sowie die Click Through Rates zu erhöhen.

Alexander Fedossov, Wollmilchsau

Die Trefferliste für Jobs in Buxtehude im Realitätscheck

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Wenn die Hausaufgaben nicht gemacht werden

Trotz aller Technikbegeisterung und dem Gaga-Hype um Digitalisierung ist es nicht verboten, bei der Formulierung von Stellenanzeigen die Hausaufgaben zu machen. Finde den Fehler:

Finde den Fehler

 

Strenge Regeln

Google hat für die Verbreitung von Stellenanzeigen via Google for Jobs strenge Regeln aufgestellt und bietet ein Test-Tool an, mit dessen Hilfe die Einhaltung der Datenfeld-Formatierung im Einzelfall überprüft werden kann: https://search.google.com/structured-data/testing-tool

Und so sieht eine Stellenanzeige im HTML-Format dann aus:

<script type=“application/ld+json“> {
„@context“ : „https://schema.org/“,
„@type“ : „JobPosting“,
„title“ : „Software Engineer“,
„description“ : „<p>Google aspires to be an organization that reflects the globally diverse audience that our products and technology serve. We believe that in addition to hiring the best talent, a diversity of perspectives, ideas and cultures leads to the creation of better products and services.</p>“,
„identifier“: {
„@type“: „PropertyValue“,
„name“: „MagsRUs Wheel Company“,
„value“: „1234567“
},
„datePosted“ : „2017-01-18“,
„validThrough“ : „2017-03-18T00:00“,
„employmentType“ : „CONTRACTOR“,
„hiringOrganization“ : {
„@type“ : „Organization“,
„name“ : „Google“,
„sameAs“ : „http://www.google.com“,
„logo“ : „http://www.example.com/images/logo.png“
},
„jobLocation“: {
„@type“: „Place“,
„address“: {
„@type“: „PostalAddress“,
„streetAddress“: „1600 Amphitheatre Pkwy“,
„addressLocality“: „, Mountain View“,
„addressRegion“: „CA“,
„postalCode“: „94043“,
„addressCountry“: „US“
}
},
„baseSalary“: {
„@type“: „MonetaryAmount“,
„currency“: „USD“,
„value“: {
„@type“: „QuantitativeValue“,
„value“: 40.00,
„unitText“: „HOUR“
}
}
}
</script>

Ab ins Google Gefängnis

Wer sich bei der Einlieferung von Stellenanzeigen an Google for Jobs nicht an die umfangreichen Richtlinien hält, muss damit rechnen, ins Google Gefängnis zu wandern. Dadurch werden weitere inkorrekte Einlieferungen blockiert. Entlassung aus diesem virtuellen Gefängnis ist nur mit einem schriftlichen Antrag bei Google möglich.

Richtlinien

Die folgenden Richtlinien müssen eingehalten werden, damit Stellenausschreibungen in der Jobsuche bei Google erscheinen können.

Google for Jobs: Ziele verfehlt

Ein zentraler Anspruch von Google for Jobs war es, mehr Transparenz bei der Jobsuche zu liefern und Google damit zur ersten (und hoffentlich einzigen) Anlaufstelle für Bewerber zu machen. Das Fehlen von Arbeitgeber-Stellenanzeigen, die auf deren Karriere-Webseite publiziert wurden, zeigt auf, dass dieses Ziel in hohem Grad verfehlt wird.

Bewerber auf Jobsuche ist es deshalb anzuraten, nicht nur Google for Jobs als Informationsquelle zu nutzen, sondern auch die gängigen Jobbörsen des Landes zu durchsuchen (Hier finden Sie ein Verzeichnis der Jobbörsen in Deutschland).

Gute Alternativen bieten auch Jobsuchmaschinen wie z.B. Kimeta, die von Bewerbern zum wiederholten Mal als beste Jobsuchmaschine gewählt wurde.

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Weiterführende Links:

Wie Google die Stellensuche revolutionieren will

Wohin führt die Revolution der Stellenanzeigen? Innovationen von Google, Glassdoor und Indeed

Google Richtlinien für Stellenanzeigen

 

2 Kommentare zu „Google for Jobs: Der blinde Fleck in Buxtehude“

  1. Sascha Ziegeler

    Google geht es nur um CPC, CPC, CPC…und noch mehr CPC…. Die Gelddruckmaschine muss laufen.

  2. Sehr einseitiger Bericht. Hat eine Branche Angst vor Ihrem Untergang?

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