Recruiting Redaktion

Künstliche Intelligenz: Kommt jetzt der Durchbruch?


Jedes zweite größere Unternehmen sieht KI als Schlüsseltechnologie für die eigene Wettbewerbsfähigkeit

Bisher setzen aber nur 13 Prozent KI-basierte Anwendungen ein

Bitkom Research und Tata Consultancy Services veröffentlichen Trendstudie zur Digitalisierung

Künstliche Intelligenz könnte bald den Alltag in größeren Unternehmen in Deutschland prägen. Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) mit 100 oder mehr Mitarbeitern ist über-zeugt, dass KI eine Schlüsseltechnologie für die eigene Wettbewerbsfähigkeit ist. 57 Prozent stehen der Technologie eher oder sehr aufgeschlossen gegenüber. Nur 6 Prozent lehnen KI ab. Allerdings hinkt der KI-Einsatz in der Praxis noch hinterher: Gerade einmal 13 Prozent der Unternehmen setzen bereits KI-basierte Anwendungen ein. Weitere 15 Prozent planen die Nutzung, 18 Prozent diskutieren dies aktuell im Unternehmen. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des IT-Dienstleisters Tata Consultancy Services (TCS) unter 955 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. „Viele Unternehmen zögern den Einsatz neuer Technologien hinaus, sie stehen an der Seitenlinie und wagen sich nicht aufs Feld. Diese defensive Strategie kann sinnvoll sein, ist jedoch beim Thema Künstliche Intelligenz riskant: KI ist nicht nur irgendein Trend, sondern ein entscheidender Baustein für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen“, sagt Dr. Kay Müller-Jones, Leiter Consulting und Services Integration bei TCS. Und Lukas Gentemann, Senior Research Consultant bei Bitkom Research, hebt hervor: „Wir müssen eine breite Chancendiskussion über den Einsatz von KI führen. Deutschland ist in der KI-Forschung stark, aber es muss uns noch besser gelingen, KI dorthin zu bringen, wo sie ihr Potenzial entfalten kann – und ganz besonders in den Mittelstand.“

Der erwartete Durchbruch beim KI-Einsatz hat auch Auswirkungen auf die Aus- und Weiterbildung. So stimmt mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) der Aussage zu, dass KI-Kenntnisse in zehn Jahren den gleichen Stellenwert haben werden wie heute Office-Kenntnisse. Bei den Unternehmen, die sich bereits mit KI beschäftigt haben und entsprechende Anwendungen einsetzen, dies planen oder darüber diskutieren, liegt der Anteil mit 64 Prozent sogar noch deutlich darüber. Zwei Drittel (66 Prozent) sind zudem überzeugt, dass KI den Arbeitsalltag der Mitarbeiter erleichtern wird.

Größtes Hemmnis bei der Einführung von KI-Lösungen im Unternehmen ist der Studie zufolge der hohe Investitionsbedarf, den 60 Prozent der Unternehmen beklagen. Dabei werden die Unternehmen mit 100 bis 199 Mitarbeitern besonders stark durch die Kosten abgeschreckt (65 Prozent). Als weitere Hemmnisse nennen die Unternehmen Anforderungen an die Datensicherheit und lange Entscheidungsprozesse (je 46 Prozent), Anforderungen an den Datenschutz und fehlende Anwendungsbeispiele (je 45 Prozent) sowie die Komplexität des Themas (44 Prozent) und Mangel an Expertise (39 Prozent). Nur eine untergeordnete Rolle spielen dagegen die fehlende Akzeptanz in der Belegschaft (26 Prozent) oder von Seiten der Kunden (16 Prozent).

Weitere Ergebnisse der Trendstudie „Deutschland lernt KI – Wie Unternehmen digitale Technologien einsetzen“ etwa zum Stellenwert der Digitalisierung in den Unternehmen oder zum Einsatz von Schlüsseltechnologien sowie ausführlichen Branchenergebnissen für den Maschinen- und Anlagenbau, die Informations- und Kommunikationstechnologie, Chemie und Pharma, Banken und Versicherungen, den Automobilbau sowie den Handel gibt es unter www.studie-digitalisierung.de

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des IT-Beratungsunternehmen Tata Consultancy Services im Mai/Juni 2020 durchgeführt hat. Dabei wurden 955 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern befragt. Die Interviews wurden mit Führungskräften durchgeführt, die in ihrem Unternehmen für das Thema Digitalisierung verantwortlich sind. Dazu zählen Geschäftsführer und Vorstandmitglieder ebenso wie Entscheider aus den Bereichen Digitale Technologien, Informationstechnik und Operatives Geschäft. Die Umfrage ist repräsentativ für die deutsche Gesamtwirtschaft ab 100 Mitarbeitern. Nach 2016, 2017, 2018 und 2019 ist dies die fünfte gemeinsame Studie von TCS und Bitkom Research.

Über die Bitkom Research GmbH

Die Bitkom Research GmbH ist ein Tochterunternehmen des Digitalverbands Deutschlands. Unser tägliches Geschäft dreht sich um die Erhebung, Analyse und Kommunikation von Zahlen, Daten und Fakten. Im Fokus unserer Untersuchungen für den Bitkom sowie zahlreiche weitere Kunden steht die Digitalisierung – mit ihren Herausforderungen, Auswirkungen und Gestaltungsmöglichkeiten in der Gesellschaft, der Wirtschaft und im öffentlichen Sektor. Darüber hinaus managen wir das European Information Technology Observatory (EITO) und publizieren die EITO-Reports zur Entwicklung der europäischen und weltweiten ITK-Märkte.

Über Tata Consultancy Services (TCS)

Das IT-Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen Tata Consultancy Services (TCS) wurde 1968 gegründet und beschäftigt mehr als 453.000 Mitarbeiter in 46 Ländern. Das Unternehmen erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 22 Milliarden US-Dollar (Stichtag: 31. März 2020). TCS ist seit 1991 in Deutschland tätig und arbeitet für über 100 Kunden, darunter 16 Unternehmen aus dem Aktienindex DAX 30.

VONQ gibt Übernahme der niederländischen HR-Tech Company IGB bekannt, um SaaS-Strategie und internationales Wachstum weiter zu beschleunigen

Die Übernahme erfolgt im Anschluss an Investitionen des paneuropäischen Private Equity Fonds capital D. Die Übernahme von IGB, Spezialist für programmatische Werbung und Multiposting, ermöglicht es VONQ, einem europäischen Marktführer für datenbasiertes Personalmarketing, eine Full-Service-SaaS-Lösung für den Online-Recruitment-Markt anzubieten.

Rotterdam (NL), 23. November – VONQ gab heute die Übernahme von IGB (In Goede Banen), einem führenden Unternehmen im Bereich der Stellenverteilung, der programmatischen Werbung und Multiposting, bekannt. VONQ, ein europäisches Unternehmen für Recruitment Marketing Technologie, das zuvor von den Randstad Innovationsfonds unterstützt wurde, ist ein Branchenführer, der fast 1.000 Unternehmen, darunter Deloitte, Shell und Microsoft. betreut. Dieser Schritt beschleunigt VONQs Eintritt in neue Märkte und den Weg in Richtung der globalen Marktführerschaft für SaaS-Job-Marketing-Lösungen. 

VONQ übernimmt IGB für eine unbekannte Summe.

Das Jahr 2020 hat die HR-Marketing-Branche beeinflusst. Die Unsicherheit im Marktumfeld führte zu einem verstärkten Ausbau von Automatisierung und Insourcing und zu einem Wandel in der Branche, sowohl im Hinblick auf gefragte Positionen als auch auf die Art und Weise, wie Personal gesucht und eingestellt wird. Nach einem Rückgang in diesem Jahr wird ein deutlicher Anstieg der Einstellungen im kommenden Jahr erwartet.

Für diesen Wandel werden VONQ und IGB ideal positioniert sein und über den richtigen Produktmix verfügen, um sowohl die Bedürfnisse von Unternehmen als auch von Recruiting-Dienstleistern zu erfüllen. IGB wird in Zukunft vom direkten Mediaeinkauf profitieren, während VONQ durch die Einbindung der Programmatic-Technologie von IGB in die eigene Job Marketing Plattform Stellenanzeigen noch schneller und effizienter schalten und bewerben kann. Die Kombination ermöglicht es außerdem, international weiter zu expandieren.

„IGB freut sich sehr, Teil einer erfolgreichen internationalen Organisation wie VONQ zu werden“, sagt Peter Nieuwpoort, Geschäftsführer bei IGB. „Die Partnerschaft mit VONQ wird es IGB ermöglichen, international unter dem Dach einer Organisation zu wachsen, die Erfahrung beim Eintritt in neue Märkte hat und eine sehr komplementäre Servicelösung anbietet. Durch den Zusammenschluss mit VONQ können viele Synergien erzielt werden“.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit IGB“, kommentiert Tycho van Paassen, Mitbegründer von VONQ. „Wenn ein hoch innovativer Technologiepartner wie IGB Teil der VONQ-Familie und des Technologie-Stacks wird, eröffnet sich eine ganz neue Dimension zur Erweiterung unserer Dienstleistungen. In Kombination mit unserer Job Marketing Plattform kommen wir dem Ziel einen Schritt näher, das einzige Portal zu werden, das alle Anforderungen im Recruitment auf globaler Ebene erfüllt.”

Auch die HR-Branche ist von dieser Zusammenarbeit begeistert. „Da der Markt den von Covid diktierten Wandel angenommen hat, gab es nie einen besseren Zeitpunkt, das Angebot von VONQ zu erweitern, um den Anforderungen unserer aktuellen und zukünftigen Kunden gerecht zu werden“, kommentiert Bill Boorman, strategischer Berater für die Personalbeschaffung, Sprecher und eine der renommiertesten Stimmen der Branche. „Dieser Zusammenschluss bietet für alle eine große Chance, die Stellenbesetzung zu erleichtern“.

Über IGB

IGB wurde 2007 gegründet. Mit Sitz in Groningen ist IGB heute ein internationaler Akteur auf dem Gebiet der automatisierten Stellenausschreibung und des programmatischen Jobmarketings. Mit datengesteuerten, intelligenten Recruiting-Tools unterstützt IGB Arbeitsvermittlungsagenturen, Personalvermittlungs- und -auswahlbüros sowie direkte Arbeitgeber bei der Veröffentlichung von Stellenangeboten auf über mehr als 1.000 Kanälen. Mehr als 10 Millionen Stellenangebote werden monatlich über IGB veröffentlicht. Für weitere Informationen besuchen Sie www.igb.jobs.

Über VONQ

VONQ ist der einfachere, intelligentere Weg, um Personalmarketing-Kampagnen über alle Standorte, Geräte und digitalen Medienkanäle hinweg aufzubauen. Über eine benutzerfreundliche SaaS-Plattform oder innerhalb Ihres ATS überlassen Sie VONQ die mühsame Arbeit der Recherche, Integration und Optimierung von 1000 Medienkanälen. Unsere Algorithmen arbeiten erledigen dabei die Arbeit für Sie.

Heute nutzen über 1000 führende Unternehmen VONQ zur Stärkung der eigenen Arbeitgebermarke und für die Akquise der passenden Talente. VONQ hat seinen Hauptsitz in Rotterdam und Niederlassungen in Amsterdam, Düsseldorf und London. www.vonq.com

Über capital D

capital D ist ein europäischer Private Equity Fond der nächsten Generation, der sich auf disruptive mittelständische Unternehmen in ganz Europa konzentriert. capital D investiert am Schnittpunkt von Makro-, Technologie- und Verhaltenstrends in Unternehmen, die zu den Gewinnern der disruptiven Wirtschaft gehören. capital D verleiht traditionellen Anlageobjektiven Zweckmäßigkeit und Agilität und glaubt, dass Unternehmen mit diesen Merkmalen besser gerüstet sind, um erfolgreich zu sein. capital D versteht die Zukunft durch ein Ökosystem, das Experten in den Bereichen Digitaltechnik, Innovation und Nachhaltigkeit umfasst und einzigartige Investitionsmöglichkeiten schafft. www.capitalD.com

Corona treibt Digitalisierung voran – aber nicht alle Unternehmen können mithalten

  • Für 8 von 10 Unternehmen hat Digitalisierung durch Corona an Bedeutung gewonnen
  • Aber fast jedes Dritte musste Investitionen in die Digitalisierung zurückfahren
  • Jedes vierte Unternehmen sieht sich als Digitalisierungs-Vorreiter

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass die Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft stark an Bedeutung gewonnen hat. Zugleich wurden aber vielen Unternehmen auch die eigenen Defizite bei den bisherigen Digitalisierungsbemühungen vor Augen geführt. Und es besteht die Gefahr, dass die digitale Spaltung in der Wirtschaft weiter zunimmt, da nicht alle Unternehmen gleichermaßen in der Lage sind, ihre Digitalisierungsanstrengungen zu intensivieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 605 Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Die Corona-Pandemie ist eindeutig ein Digitalisierungstreiber für die deutsche Wirtschaft“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg bei der Vorstellung der Studie. „Die gute Nachricht ist: Die Unternehmen wollen etwas tun und die Digitalisierung vorantreiben. Die schlechte Nachricht: Längst nicht alle sind dazu in der Lage.“

Digitalisierte Unternehmen kommen besser durch die Krise

Mehr als 8 von 10 Unternehmen (84 Prozent) geben an, dass durch die Corona-Pandemie die Digitalisierung für das eigene Unternehmen an Bedeutung gewonnen hat. 86 Prozent sagen dies für die gesamte Wirtschaft. Zugleich glaubt keiner der Befragten, dass die Digitalisierung für das eigene Unternehmen oder die Wirtschaft durch die Pandemie an Bedeutung verloren hat. Ein Rekordwert von 97 Prozent der Unternehmen sieht im November die Digitalisierung vor allem als Chance für das eigene Unternehmen, im April lag der Wert mit 90 Prozent noch deutlich darunter. Und 7 von 10 (70 Prozent) meinen, dass Unternehmen, deren Geschäftsmodell bereits digitalisiert ist, besser durch die Corona-Pandemie kommen. „Unternehmen lassen sich über Corona hinaus gegen Krisen immunisieren, indem sie konsequent digital aufgestellt werden“, so Berg. 54 Prozent der Unternehmen geben an, dass ihnen digitale Technologien helfen, die Pandemie zu bewältigen.

Jedes dritte Unternehmen befürchtet eine Insolvenz in Folge der Pandemie

Insgesamt hat die Corona-Pandemie die deutsche Wirtschaft hart getroffen. Zwei Drittel (69 Prozent) der Unternehmen sind nach eigenen Angaben bisher „sehr schlecht“ (40 Prozent) oder „eher schlecht“ (29 Prozent) durch die Krise gekommen. Nur 29 Prozent sind mit Blick auf Corona hingegen „eher gut“ (20 Prozent) oder „sehr gut“ (9 Prozent) unterwegs. 6 von 10 (61 Prozent) Unternehmen erwarten, am Ende „eher geschwächt“ (32 Prozent) oder „deutlich geschwächt“ (29 Prozent) dazustehen. Gerade einmal 11 Prozent erwarten „eher gestärkt“ (7 Prozent) oder „deutlich gestärkt“ (4 Prozent) aus der Krise hervorzugehen. Und rund jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) hält es sogar für „eher wahrscheinlich“ (20 Prozent) oder „sehr wahrscheinlich“ (12 Prozent), dass es in direkter Folge der Corona-Pandemie Insolvenz anmelden muss.

Jeder Vierte sieht sich als Vorreiter bei der Digitalisierung

Die verstärkte Beschäftigung mit der Digitalisierung im Zuge der Corona-Pandemie hat aber zugleich dazu geführt, dass deren Stand im eigenen Unternehmen deutlich kritischer eingeschätzt wird. So sieht sich nur noch rund jeder Vierte (27 Prozent) als Vorreiter bei der Digitalisierung. Im April lag der Wert noch bei 36 Prozent, 2019 sogar bei 39 Prozent. Umgekehrt räumen aktuell 71 Prozent ein, zu den Nachzüglern zu gehören – verglichen mit 60 Prozent im April und 55 Prozent vor einem Jahr. Gefragt nach einer Bewertung des Digitalisierungs-Standes auf einer Schulnoten-Skala geben die Manager ihrem Unternehmen gerade einmal ein „befriedigend“ (3,4). Berg: „Beim Blick auf die Digitalisierung gibt es viel Selbstkritik. Daraus darf jetzt aber auf keinen Fall Resignation folgen, wir müssen an die Arbeit gehen.“

Aus Bitkom-Sicht ist ermutigend, dass Corona die Digitalisierung in den Unternehmen voranbringen wird. 61 Prozent erwarten ganz allgemein einen Innovationsschub. Etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) rechnet damit, dass die Corona-Pandemie die Digitalisierung im Unternehmen langfristig vorantreiben wird.

Unternehmen ergreifen eine Vielzahl konkreter Digitalisierungs-Maßnahmen

Konkret ergreifen die Unternehmen in drei Bereichen Digitalisierungsmaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie: Bei der Technologie, bei Geschäftsprozessen und bei den Mitarbeitern. 75 Prozent haben neue Software angeschafft oder planen dies, 70 Prozent haben Hardware wie Laptops oder Smartphones gekauft oder haben dies vor und 58 Prozent haben eine digitale Infrastruktur wie VPN-Zugänge oder ein Intranet aufgebaut oder planen dies. Ziel dieser Investitionen ist es, die Prozesse im Unternehmen zu digitalisieren. 81 Prozent der Unternehmen nutzen seit der Corona-Pandemie Videokonferenzen statt persönlicher Treffen oder planen dies, 79 Prozent digitale Kollaborationstools wie Microsoft Teams oder Slack. Jeweils 63 Prozent setzen auf digitale Dokumente statt Papier und digitale Signaturen, 38 Prozent haben Beratungsleistungen zur Digitalisierung in Anspruch genommen. Mit Blick auf die Mitarbeiter haben 70 Prozent Homeoffice eingeführt oder haben das noch vor, 43 Prozent geben dies für digitale Weiterbildung an, 35 Prozent für die Digitalisierung des Recruitings von neuen Mitarbeitern und 23 Prozent haben digitale Mitarbeiterevents durchgeführt oder haben das noch vor. 9 Prozent haben darüber hinaus Digitalisierungsexperten eingestellt oder wollen dies tun. „Alle befragten Unternehmen haben irgendetwas unternommen, um selbst digitaler zu werden“, so Berg. „Erfolg entsteht aus einer Kombination von der Einführung neuer Technologien, der Digitalisierung der eigenen Prozesse und insbesondere der Qualifizierung der Mitarbeiter.“

Wichtigste Ziele all dieser Maßnahmen sind der Studie zufolge gleichermaßen, die Arbeitsfähigkeit des eigenen Unternehmens in der Krise sicherzustellen (96 Prozent) und besser auf künftige Krisen vorbereitet zu sein (96 Prozent). Darüber hinaus wollen aber 6 von 10 Unternehmen (59 Prozent) die Krise auch nutzen, um Versäumnisse bei der Digitalisierung des Unternehmens aufzuholen. Und fast jedes Zweite (46 Prozent) plant, das eigene Unternehmen nachhaltig zu digitalisieren, um sich so neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Digitalisierungs-Hemmnisse: Geld und fehlende Lösungen gewinnen an Bedeutung

Die größte Hürde für die Unternehmen bei der Digitalisierung ist der Datenschutz (69 Prozent). Dahinter folgen Anforderungen an die technische Sicherheit (58 Prozent) und fehlende Fachkräfte (55 Prozent). Verglichen mit früheren Befragungen werden deutlich häufiger fehlende finanzielle Mittel genannt. Aktuell gilt das in 43 Prozent der Unternehmen als eine der größten Hürden, im April waren es nur 25 Prozent, 2019 sogar nur 20 Prozent. Unverändert verglichen mit dem April nennen 33 Prozent fehlende Zeit. Deutlich häufiger ist dagegen die Klage über die fehlende Verfügbarkeit marktfähiger Lösungen, die von 30 Prozent geäußert wird, im April waren es nur 18 Prozent (2019: 17 Prozent). Berg: „In vielen Bereichen, etwa zur Kollaboration oder für Videokonferenzen gibt es eine Vielzahl sofort einsatzfähiger Lösungen. Wer aber zum Beispiel eine Messe aus der analogen Welt in die digitale überführen will, stellt fest, dass es in einigen Bereichen an wirklich breit nutzbaren digitalen Anwendungen fehlt. Hier bietet sich innovativen Anbietern ein neuer, großer Markt.“

Manche Unternehmen investieren mehr, andere müssen Investitionen zurückfahren

Bei der verstärkten Digitalisierung kommen allerdings nicht alle Unternehmen gleichermaßen mit. So geben zwar 43 Prozent an, dass sich ihre Investitionen in die Digitalisierung seit Corona „stark erhöht“ (11 Prozent) oder „eher erhöht“ (32 Prozent) haben. Umgekehrt beklagen aber 30 Prozent, dass die Ausgaben „eher gesunken“ (27 Prozent) oder „stark gesunken“ (3 Prozent) sind. Dabei gibt es deutliche Unterschiede je nach Unternehmensgröße. Nur 10 Prozent der Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern und 13 Prozent der Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern haben ihre Investitionen stark erhöht. Bei den Unternehmen mit 500 bis 1.999 Mitarbeitern sind es aber 24 Prozent, bei denen ab 2.000 Mitarbeitern 22 Prozent. Berg: „Es besteht die Gefahr, dass der Digitalisierungsschub durch Corona zu einer noch tieferen Spaltung in der deutschen Wirtschaft führt: In Unternehmen, die weitgehend im Analogen verharren, und in Unternehmen, die bei der Digitalisierung mit Tempo vorangehen.“

Die Unternehmen, die ihre Investitionen in Digitalisierung seit Beginn der Corona-Pandemie zurückfahren mussten, haben dafür eine Vielzahl von Gründen. Ganz oben stehen fehlende finanzielle Mittel durch die Folgen der Corona-Pandemie (66 Prozent). Ähnlich viele geben an, dass wegen des ersten Lockdowns Projekte verschoben oder andere Prioritäten gesetzt werden mussten, weil die Existenz des Unternehmens gefährdet war (je 59 Prozent). Ebenfalls eine Mehrheit beklagt fehlende fachliche Expertise (54 Prozent) und fehlende Zeit für Digitalisierungs-Maßnahmen in der Pandemie (52 Prozent). Jeder Zweite (50 Prozent) hatte nicht die personellen Ressourcen für Digitalisierung in der Krise. „Die Politik hat in der Corona-Krise rasch gehandelt und eine Vielzahl von Hilfsmaßnahmen für die Unternehmen auf den Weg gebracht. Künftig sollten Mittel vor allem in Digitalisierungsprojekte investiert werden“, so Berg. „Zugleich müssen wir Kooperationen zwischen den Unternehmen verstärken. Wir brauchen den Austausch von Digitalisierungs-Know-how und müssen Leuchtturm-Projekte und erfolgreiche Praxisbeispiele noch viel sichtbarer machen.“

Bitkom veranstaltet erstmals die Digital Transformation Week

Wie Digitalisierung gelingen kann, zeigt Bitkom vom 23. bis 27. November auf der Digital Transformation Week. Bei der fünftägigen Online-Konferenz dreht sich alles um die Digitalisierung in fünf Kernbereichen unseres Gemeinwesens und unserer Wirtschaft. Dabei geht es jeden Tag um ein anderes Thema: Gesundheit, Mobilität, Energie, Landwirtschaft und Handel. Alle Informationen und die Möglichkeit, ein kostenloses Ticket zu buchen, gibt es unter transformation-week.de. Mit jetzt bereits mehr als 16.000 Anmeldungen positioniert sich die Digital Transformation Week bereits in ihrem ersten Jahr an der Spitze der größten Digitalkonferenzen im deutschsprachigen Raum.

Eindeutige Wünsche haben die Unternehmen an die Politik. 94 Prozent stimmen der Aussage zu, dass die Politik massiv in die Digitalisierung des Landes investieren muss, um künftige Krisen besser zu meistern. Drei Viertel (76 Prozent) meinen sogar, dass Investitionen in die digitale Infrastruktur die Top-Priorität für die Politik der Bundesregierung sein muss. Das ist auch deshalb dringend notwendig, weil 83 Prozent überzeugt sind, dass Deutschland bei der Digitalisierung den Anschluss an Länder wie die USA oder China verloren hat – im April lag der Anteil erst bei 68 Prozent. „Die Corona-Pandemie hat uns eines gezeigt: Wir müssen aufhören, immer nur von Digitalisierung zu sprechen, wir müssen Digitalisierung machen – und zwar schnell, konsequent und in allen Bereichen“, sagte Berg. „Da sind die Unternehmen selbst gefordert und die Politik muss in allen Bereichen entschiedener aktiv werden, von der öffentlichen Verwaltung bis zu den Schulen.“

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Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 605 Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

Gamification im Bewerbungsprozess – Spielend zum neuen Job

Für Unternehmen wird es immer schwieriger, sich als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren und Talente zu finden. Um bei potenziellen Kandidaten das Interesse an einer Bewerbung zu erhöhen, werden heute neue Wege gegangen, die den Bewerbungsprozess spielerisch gestalten. Mithilfe der sogenannten Gamification werden bei der Bewerbung Elemente aus Videospielen eingesetzt, wie etwa Simulationen und Punkte, um die Eignung eines Kandidaten für eine bestimmte Tätigkeit auf unterhaltsame und interaktive Weise zu testen. Der Bewerbungsprozess wird mithilfe der Gamification spielerisch gestaltet, was wiederum die Interaktion der Interessenten erhöht und den Arbeitgeber attraktiver macht. Außerdem können durch Spielelemente Bewerber besser beurteilen, ob sie sich mit der Firma identifizieren können, während das Unternehmen ein gutes Bild von den Eigenschaften des Bewerbers bekommen kann. Der Einsatz von Gamification ist im Bewerbungsprozess zahlreicher Firmen längst angekommen und genießt schon heute Popularität, um Softskills von Bewerbern im Vorfeld bestmöglich evaluieren zu können.

Videospiele sind allseits bekannt und beliebt

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Videospiele bereits ein fester Bestandteil des Lebens sind. Bereits in den 80er Jahren hielten die legendären Klassiker der Geschichte der Videospiele in den Haushältern Einzug. Seither sind Namen wie Pac-Man, Mario, Donkey Kong und Co. längst in der Gesellschaft verbreitet. Mit ihnen sind heute auch die verschiedenen Spielmechaniken, die in den Videospielen zur Anwendung kommen, bekannt. Schon in Ms. Pac-Man versuchten Spieler, schnellstmöglich alle Pillen zu fressen und es ans Ende des Levels zu schaffen, dabei Punkte zu sammeln und Frucht-Boni abzustauben, um am Leaderboard nach oben zu klettern und den Highscore zu knacken. Genau dieser Spieltrieb wird inzwischen jedoch nicht mehr nur allein zur Unterhaltung in Videospielen eingesetzt, sondern kommt auch in spielfremden Kontexten zum Einsatz: Im Rahmen der Gamification werden diese Spielelemente wie Levels, Punkte, Errungenschaften, Leaderboards und Highscores auch in anderen Bereichen des Lebens eingesetzt, um die Interaktion und Bereitschaft zur Beteiligung zu fördern. Während dies unter anderem zu Marketingzwecken im Kundenbereich genutzt wird, profitiert auch das Personalwesen von Gamification, wo es unter anderem zur Mitarbeitermotivation und zur Fortbildung eingesetzt wird. Doch auch im Bewerbungsprozess findet Gamification zunehmend Anwendung.

Präzisere Vorauswahl

Die Einsatzmöglichkeiten von Gamification im Bewerbungsprozess sind vielfältig. Unternehmen setzen sie im heutigen digitalen Zeitalter vermehrt ein, um sich als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und Bewerbern einen aussagekräftigen Eindruck vom Unternehmen zu vermitteln. Durch einen strategischen Einsatz von Gamification zur Vorstellung der Arbeitsstelle kann eine präzisere und effizientere Vorselektion erzielt werden. Bewerber haben mithilfe von spielerischen Elementen, wie etwa die Simulation eines Arbeitstages oder einen virtuellen Rundgang durch das Firmengebäude, die Möglichkeit, sich ein besseres Bild von der Tätigkeit sowie der Unternehmenskultur zu machen. Diese können damit eine fundierte Entscheidung treffen, ob sie sich überhaupt für eine Stelle bewerben oder nicht, wodurch die Anzahl an Bewerbungen auf dem Tisch des Personalers direkt im Vorauswahlverfahren reduziert werden kann. Die Allianz hat hierzu einen „Karrierematcher“ ins Leben gerufen, der es Interessierten ermöglicht, direkt herauszufinden, ob sie sich mit der Unternehmenskultur bei der Versicherung identifizieren können oder nicht. Die deutsche Lufthansa bietet zudem ein „Spiel zur Berufsorientierung“, in dem potenzielle Bewerber einen Eindruck von den Berufsmöglichkeiten bei der Fluggesellschaft erhalten. Derartige spielerische Selbsttest werden zudem nicht an das Unternehmen weitergeleitet, sondern lediglich anonym gespielt.

Stärken der Bewerber spielerisch erkennen

Kommt es nach dem spielerischen Selbsttest zu der Erkenntnis, dass man sich auf eine Stelle bewerben möchte, kann Gamification dem Unternehmen helfen, den richtigen Kandidaten für die ausgeschrieben Stelle ausfindig zu machen. Das Online-Assessment wird im Bewerbungsprozess durch spielerische und erlebbare Elemente bereichert, die es ermöglichen, die Eigenschaften und Stärken eines Bewerbers besser einschätzen zu können. Anstatt lediglich anhand eines Lebenslaufes auf Kenntnisse und Skills zu schließen, werden diese auf interaktive und zudem meist sogar unterhaltsame Weise aufgezeigt. Die Software des Bewerbungs-Spiels verfolgt die Mausbewegungen und Handlungen bzw. analysiert die Antworten auf Fragen, um bestimmte Fähigkeiten des Bewerbers herauszufinden. Dies kann auf unterschiedliche Weisen umgesetzt werden. Bei der DAK Krankenkasse werden Bewerber durch immersive und interaktive Spiele und Simulationen auf ihre Eignung für den Job getestet. Im Eignungstest für Krankenhausspezialisten werden hier beispielsweise das Büro gezeigt und fachspezifische Fragen gestellt, wo Bewerber direkt ihre Fachkenntnisse zur Schau stellen können. Für IT-Firmen werden die Fähigkeiten der Bewerber durch verschiedene Herausforderungen wie Code-Rätsel und Bug-Suchen getestet, um die Eignung und Skills von IT-Spezialisten zu testen. Während derartige Assessment-Spiele zum einen die fachspezifischen Kenntnisse überprüfen, können auch Softskills wie Teamfähigkeit, logisches Denken und Kombinationsgabe getestet werden. Und all das auf spielerische und unterhaltsame Art und Weise, was im traditionellen Auswahlprozess nur schwer bis kaum erkennbar ist.

Gamification macht den Bewerbungsprozess für alle Beteiligten angenehmer und aufschlussreicher. Es kann Bewerbern dabei helfen, zu erkennen, ob sich ein Job für sie eignet und unterstützt Personaler, den richtigen Kandidaten auszuwählen.

Staatliche Berufsunfähigkeitsrente: Wer hat Anspruch und wie erhält man sie?

Nicht immer herrscht Einigkeit darüber, worum es sich bei der staatlichen Berufsunfähigkeitsrente handelt und wer sie überhaupt noch in Anspruch nehmen kann. Viele Arbeiter und Angestellte stellen sich die Frage: Gibt es in Deutschland noch Absicherung, wenn nach einem Unfall oder einer längeren Krankheit die ursprüngliche Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann? Die wichtigsten Antworten zu diesem Thema sind hier zusammengefasst.

Was ist die staatliche Berufsunfähigkeitsrente?

Bei der staatlichen Berufsunfähigkeitsrente handelt es sich im genauen Wortlaut um die „Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit“. Die gesetzlichen Regelungen dafür finden sich im § 240 unter dem Titel „Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit“ in der gesetzlichen Rentenversicherung (Sechstes Buch Sozialgesetzbuch).

Welche Personen haben Anspruch auf die Berufsunfähigkeitsrente?

Die Berufsunfähigkeitsrente wurde im Jahr 2001 für alle Personen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, abgeschafft. Das schließt somit heutzutage einen Großteil der arbeitenden Bevölkerung schon einmal grundsätzlich aus.

Doch es gibt noch ein paar weitere Voraussetzungen, damit die Rente in Anspruch genommen werden kann:

  • Die Regelaltersgrenze (Vollendung des 67. Lebensjahres) darf noch nicht erreicht sein.
  • Es muss Berufsunfähigkeit bestehen. Das heißt, die bisherige Arbeit oder eine andere zumutbare Tätigkeit kann nicht in einem Ausmaß von mindestens sechs Stunden täglich ausgeführt werden. Als zumutbar gelten alle Tätigkeiten, für die eine erfolgreiche Umschulung absolviert wurde.
  • In den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Berufsunfähigkeit müssen mindestens für einen Zeitraum von drei Jahren die Pflichtbeiträge entrichtet worden sein.

Wie hoch ist die Rente und wie kann sie in Anspruch genommen werden?

Die Berufsunfähigkeitsrente beträgt die Höhe der halben Erwerbsminderungsrente. Einfacher formuliert: Als Richtwert ist mit etwas weniger als einem Viertel des ursprünglichen Nettogehalts zu rechnen.

Wer also bisher etwa 2.500 Euro monatlich brutto verdient hat, kann je nach Beschäftigungsverhältnis, Wohnort, Beruf, Lohnsteuerklasse und Art der Krankenkasse mit rund 400 Euro im Monat rechnen. Das wird für einen Großteil wohl viel zu wenig sein, um die bisherigen Lebenshaltrungskosten auch weiterhin abdecken zu können.

Für die meisten Menschen empfiehlt es sich daher, schon rechtzeitig für den Ernstfall mit alternativen Maßnahmen vorzusorgen.

Welche Alternativen zur staatlichen Berufsunfähigkeitsrente gibt es?

Die beste Möglichkeit zur Absicherung bietet eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Markt ist hier jedoch recht übersichtlich und als Privatperson ohne entsprechendes Hintergrundwissen kann es schnell passieren, dass eine Versicherung zu schlechten Konditionen abgeschlossen wird. Aus dem Grund kann es sinnvoll sein, sich hier professionelle Unterstützung zu suchen. Beispielsweise helfen die Experten von ONVERSO weiter, wenn es um die richtige Tarifauswahl geht. Sie vergleichen über 91 Tarife und das für Interessenten ohne Risiko, völlig kostenlos und unverbindlich.

Wann wird die private Berufsunfähigkeitsrente ausbezahlt?

Die Bedingungen sind klar geregelt. Damit die Rente in Anspruch genommen werden kann, sind die folgenden Voraussetzungen erforderlich:

  • Der zuletzt ausgeübte Beruf kann zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausgeführt werden. Dabei kommt es jedoch nicht immer nur auf die Anzahl der Arbeitsstunden an. Wenn Schlüsselqualifikationen verloren gehen, wird der Versicherer eventuell trotzdem bezahlen.
  • Die Ursache dafür muss eine Krankheit, ein Kräfteverfall oder eine Körperverletzung sein.
  • Der Grund muss seit mindestens sechs Monaten bestehen oder aller Voraussicht nach mindestens sechs Monate andauern.

Ganz wichtig: Die Berufsunfähigkeit sollte von einem Arzt festgestellt und bestätigt werden. Denn ohne die fachliche Expertise sind die Chancen auf Auszahlung minimal. Danach sollte bei der jeweiligen Versicherung ein schriftlicher Antrag mit der beigefügten Bestätigung des Arztes eingereicht werden.

Wie hoch sollte die private Berufsunfähigkeitsrente sein?

Auch für Berufsunfähige besteht in Deutschland die Pflicht, Krankenversicherungsbeiträge zu leisten. Daher werden auch von der Berufsunfähigkeitsrente Beiträge in der Höhe von rund 18 Prozent einbehalten.

Wer beispielsweise bei einem bisherigen Bruttogehalt von 2.500 Euro je nach Gegebenheiten etwa 1.700 Euro im Monat verdient hat, benötigt dafür eine Berufsunfähigkeitsrente von etwa 2.070 Euro.

In der Regel sichern sich die meisten Menschen mit etwa 75 Prozent des bisherigen Nettogehalts ab. Im hier angeführten Rechenbeispiel würde das eine Berufsunfähigkeitsrente von etwa 1.500 Euro bedeuten, von der knapp 1.300 Euro zur Auszahlung gelangen.

virtual jobvector career day: Das erste online Karriere-Event für Ingenieure, Informatiker, Mediziner & Naturwissenschaftler

Am 20. November bietet der erste virtual jobvector career day über tausend Bewerbern aus ganz Deutschland die Chance, Top-Arbeitgeber persönlich im Gespräch zu überzeugen. Auf dem online Karriere-Event treffen Bewerber aus Technik, IT, Medizin und Wissenschaft in Live Video-Chats auf Unternehmen. Das Event, welches im Browser und ohne Downloads oder Plugins abläuft, wird zusätzlich durch Livestream-Vorträge, Workshops und weitere Services ergänzt.
Egal, ob Professionals, Young Professionals oder Absolventen, der virtual jobvector career day bietet Ingenieuren, Informatikern, Medizinern & Naturwissenschaftlern die Möglichkeit, mit zahlreichen Arbeitgebern direkten Kontakt aufzunehmen. Das Karriere-Event findet online statt und ist im Browser, ohne Downloads oder die Installation von Plugins nutzbar. In Einzelgesprächen über Live Video-Chats sowie in interaktiven Vorträgen und Workshops im Livestream tauschen sich Bewerber und Arbeitgeber auf der online Karrieremesse aus. Die teilnehmenden Arbeitgeber setzen sich aus DAX-Konzernen, mittelständischen Unternehmen und Start-ups zusammen. Über tausend Teilnehmern aus ganz Deutschland wird dadurch eine einzigartige Auswahl spannender Karriereoptionen geboten.


Auf dem virtual jobvector career day treffen Bewerber im Video-Chat auf Top-Arbeitgeber.


Der Ablauf des digitalen Karriere-Events ist sowohl für Bewerber als auch für Arbeitgeber optimiert: Jobsuchenden werden Firmenprofile und Stellenanzeigen über die jobvector-KI, basierend auf den gesuchten Qualifikationsprofilen, ausgespielt. So werden Ingenieure, Informatiker, Mediziner & Naturwissenschaftler auf passende Karrierechancen aufmerksam und können Gesprächsanfragen stellen. Sowohl Arbeitgeber als auch Interessenten behalten dabei über Wartelisten den Überblick. Die Unternehmen nehmen Anfragen an und sobald der Video-Chat vom Bewerber entgegengenommen wurde, startet das Gespräch. Lebensläufe kontaktierter Bewerber sind im Anschluss durch den Arbeitgeber einsehbar.

Ihr Ansprechpartner
Stephan Schmid
stephan.schmid@jobvector.com
www.jobvector.de
Tel +49 (211) 301384-63
Fax +49 (211) 301384-18

jobvector GmbH
Kölner Landstraße 40
40591 Düsseldorf
Deutschland
Geschäftsführer
Dr. Eva Birkmann
Tom Wiegand

Der virtual jobvector career day findet am 20. November statt. Die kostenfreie Anmeldung ist ab sofort unter https://www.jobvector.de/karrieremesse/virtual/ möglich.


Über jobvector
jobvector.de ist der vielfache Testsieger im Bereich Recruitinglösungen und Employer Branding für Ingenieure, Informatiker, Mediziner & Naturwissenschaftler. Die fachspezifische Jobbörse jobvector.de bietet eine hochpräzise taxonomische Klassifizierung der Anzeigen, welche ein
europaweit einzigartiges Targeting der Zielgruppe ermöglicht. Eine eigens entwickelte KI-Technologie für das Programmatic Recruiting von hochqualifizierten Fachkräften aus IT, Technik, Medizin und Wissenschaft steuert die Ausspielung der Werbekampagnen (Targeted Advertisement). Hierbei wird die fachliche Qualifikation potentieller Kandidaten zugrunde gelegt, sodass die Anzahl exakt passender Bewerber, die sich auf die ausgeschriebenen Stellen bewerben, stark erhöht wird. Darüber hinaus veranstaltet jobvector jährlich die erfolgreiche Recruitingmesse j obvector career day in München, Frankfurt, Hamburg, Berlin und Düsseldorf sowie deutschlandweit den virtual jobvector career day .
Quelle:

https://www.jobvector.de/karrieremesse/virtual/
jobvector GmbH

Geschäftsklima in der Digitalbranche im Aufwärtstrend

  • Geschäftslage und Geschäftserwartungen der IT-Unternehmen verbessern sich
  • Bitkom-ifo-Digitalindex steigt im Oktober auf 16,2 Punkte

In der Digitalbranche hat sich das Geschäftsklima zuletzt weiter aufgehellt. Im Oktober bewerteten die IT- und Telekommunikationsunternehmen sowohl die Geschäftslage als auch die Aussichten für die nähere Zukunft besser als im Vormonat. Der Index zur aktuellen Geschäftslage stieg um 1,8 Zähler auf 18,5 Punkte. Deutlicher legten die Erwartungen für die kommenden sechs Monate zu und stiegen um 4,0 Zähler auf 14,0 Punkte. Der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Einschätzung von Geschäftslage und Geschäftserwartungen berechnet, stieg im Vergleich zum Vormonat um 2,9 Zähler auf 16,2 Punkte. „Das Geschäftsklima in der Digitalbranche hat sich im Oktober weiter verbessert und entwickelt sich damit im Gegensatz zur Stimmung in der Gesamtwirtschaft positiv. Die Unternehmen blicken mehrheitlich mit Zuversicht in die Zukunft“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Aber mit der Zuspitzung des Infektionsgeschehens und angekündigten pandemiebedingten Einschränkungen könnte in den kommenden Wochen auch die Unsicherheit wieder zunehmen. Digitalisierungsprojekte dürfen jetzt auf keinen Fall auf die lange Bank geschoben, sondern sollten gerade in der Krise konsequent und schnell umgesetzt werden.“

Mit dem zuletzt verbesserten Geschäftsklima geht auch eine gestiegene Nachfrage nach Arbeitskräften einher. Die Beschäftigungserwartungen legten deutlich zu, um 6,7 Zähler auf 23,0 Punkte. Das bedeutet, dass die Mehrheit der Unternehmen in den kommenden drei Monaten zusätzliche Arbeitskräfte einstellen will. Das spiegelt sich auch bei den Geschäftshemmnissen wieder. Der Fachkräftemangel stieg im Vergleich zum Vorquartal um 4,1 Zähler auf 25,4 Punkte. Zugleich geht eine Mehrheit der Unternehmen von geringfügig steigenden Preisen aus. Der Preisindex legte gegenüber dem Vormonat leicht um 0,8 Zähler auf 4,0 Punkte zu.

In der Gesamtwirtschaft entwickelte sich die Stimmung gegenläufig. Das ifo Geschäftsklima gab um 1,2 Zähler auf 2,6 Punkte nach. Zwar verbesserte sich die Geschäftslage um 2,6 Zähler auf 5,9 Punkte. Aber die Erwartungen gingen deutlich um 5,0 Zähler zurück und lagen erstmals seit Juni wieder im negativen Bereich bei -0,7 Punkten.

Grafik

Hinweis zur Methodik: Der Digitalindex basiert auf der monatlichen ifo Konjunkturumfrage und bildet sich aus dem geometrischen Mittel des Index der Geschäftslage und des Index der Geschäftserwartungen. Berücksichtigt werden Daten der Digitalbranche, die sich aus Unternehmen der Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor zusammensetzt. Dazu zählen Hersteller von IT und Kommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik, Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, Telekommunikationsdiensten sowie der Groß- und Einzelhandel mit ITK. Der Index wird als Saldo (saisonbereinigt) dargestellt. Gewichtet wird nach Anzahl der Beschäftigten. Befragungszeitraum war vom 5. bis 23. Oktober 2020.

Wirtschaft investiert 2020 gezielt in digitale Weiterbildung

  • 7 von 10 Unternehmen machen ihre Mitarbeiter fit für die digitale Arbeitswelt
  • Vor allem der Öffentlichen Verwaltung fehlt es an Personal, um die Digitalisierung voranzutreiben

Berlin, 30. Oktober 2020
Die deutsche Wirtschaft verstärkt in diesem Jahr ihre Bemühungen, die eigenen Mitarbeiter fit für die digitale Arbeitswelt zu machen: 7 von 10 (70 Prozent) Unternehmen investieren in diesem Jahr gezielt in die digitale Fort- und Weiterbildung ihres Personals. Das ist ein deutliches Plus gegenüber 2018, als es 57 Prozent waren. Bei den großen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind es sogar 78 Prozent, aber auch kleine Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern (69 Prozent) und mittlere Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern (72 Prozent) sind zu einem großen Teil bei der Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter engagiert. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.104 Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom im Mai und Juni 2020 durchgeführt wurde. „Digitalisierung prägt die Arbeitswelt und lebenslanges Lernen muss als Schlüssel für die digitale Transformation gesehen werden. Die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie zeigen einmal mehr, wie wichtig dies für die Zukunft der deutschen Wirtschaft ist“, sagt Nils Britze, Bereichsleiter Digitale Geschäftsprozesse beim Bitkom. „Es geht nicht nur darum, in Zeiten von mobilem Arbeiten und Homeoffice mit gängiger Soft- und Hardware umzugehen, sondern auch darum, sich branchen- und fachspezifisch mit neuen Technologien und digitalen Werkzeugen vertraut zu machen. Mittlerweile gibt es glücklicherweise viele Möglichkeiten, um sich orts- und zeitunabhängig und nach den eigenen Bedürfnissen weiterzubilden.“

Wie wichtig die digitale Fort- und Weiterbildung ist, zeigt auch die Tatsache, dass längst nicht alle Unternehmen derzeit ausreichend Mitarbeiter mit digitalem Know-how haben: Zwar sagen insgesamt 72 Prozent der Unternehmen, über die erforderlichen Mitarbeiter zu verfügen, um die Digitalisierung voranzutreiben, allerdings gibt es hier starke Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen. Während etwa Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie zu 81 Prozent sagen, ausreichend Mitarbeiter mit digitalem Know-how zu haben, sind es bei der Öffentlichen Verwaltung nur noch 53 Prozent. „Gerade die Öffentliche Verwaltung sollte ihre Mitarbeiter weiterbilden und deren digitale Kompetenzen fördern. Nicht zuletzt, weil schon bald viele Verwaltungsleistungen online verfügbar sein sollen“, mahnt Britze. „Doch leider bildet die Öffentliche Verwaltung auch bei den Investitionen in digitale Fort- und Weiterbildung im Jahr 2020 das Schlusslicht. Hier gibt es dringenden Nachholbedarf.“

  • Wie sieht der Status quo des digitalen Büros in deutschen Organisationen aus? Der Bitkom Digital Office Index 2020 ist jetzt verfügbar. Kostenloser Download hier: www.bitkom.org/doi-2020
  • Am 12. & 13. November 2020 diskutieren 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Digital Office Conference 2020 über die Automatisierung von Geschäftsprozessen, Mensch-Maschinen-Interaktion und Wertschöpfungspotenziale des Digital Office. Die Teilnahme ist kostenlos. Mehr: https://www.office-conference.com/

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und IT-Leiter von 1.104 Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten in Deutschland sowie die Leiter von 51 Organisationen der Öffentlichen Verwaltung im Mai und Juni 2020 telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.

Corona: Fünf Mythen über Job und Arbeitswelt

Düsseldorf, Oktober 2020. Die Corona-Pandemie hat unseren Arbeitsalltag auf einen Schlag verändert. Viele gehen davon aus, dass die Krise die Arbeitswelt noch lange prägen wird. Wie genau und was das für Beschäftigte bedeutet, ist jedoch umstritten. Der neue StepStone Corona Report bringt Licht ins Dunkel: Seit Ausbruch der Pandemie hat die Jobplattform mehr als 35.000 Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Deutschland zu ihren Erfahrungen und Zukunftsplänen befragt. Auf dieser Basis fassen die Jobexperten von StepStone die häufigsten Corona-Mythen über Job und Arbeit zusammen – und verraten, was wirklich an ihnen dran ist.

1. Jobsuche macht derzeit keinen Sinn.
Falsch. Selbst in der Hochphase des Lockdowns im April hat nur eine Minderheit der Unternehmen in Deutschland einen Einstellungsstopp verhängt. Die Mehrheit der Arbeitgeber hat weiter neue Mitarbeiter gesucht – wenn auch teils weniger als vor der Krise. Mittlerweile zieht die Personalsuche wieder deutlich an. Bereits im Juni hat ein Viertel der befragten Unternehmen wieder wie gewohnt rekrutiert. Viele weitere rechnen damit, in den nächsten Monaten wieder wie vor der Krise einzustellen. Besonders gefragt sind IT-Spezialisten, Vertriebler, Handwerker und Techniker. In anderen Bereichen, wie z.B. im Event-Management, Tourismus oder in der Gastronomie, bleibt es dagegen schwierig, schnell einen passenden Job zu finden.   

2. Im Moment finden keine Bewerbungsgespräche statt.
Stimmt nicht. Nur 9 Prozent der Jobsuchenden haben in der Krise die Erfahrung gemacht, dass ihr Vorstellungsgespräch abgesagt wurde. Tatsächlich fanden und finden die Bewerbungsverfahren weiter statt, nur eben anders. „Viele Arbeitgeber haben zu Beginn der Corona-Krise schnell auf digitale Recruiting-Prozesse umgestellt und führen ihre Vorstellungsgespräche per Telefon oder digital per Video“, sagt Dr. Tobias Zimmermann, Arbeitsmarkt-Experte bei StepStone. „Das ist erst einmal ungewohnt, hat für Bewerber aber auch Vorteile. Sie sparen nicht nur die Zeit für die Anfahrt, sondern führen das Gespräch auch in ihrer gewohnten Umgebung. Ein professionelles Auftreten und eine gute Vorbereitung sind allerdings genauso wichtig wie beim klassischen Vorstellungsgespräch.“

3. Teamarbeit funktioniert im Homeoffice nicht.
Falsch. Acht von zehn Befragten finden, dass sie genauso zuverlässig mit ihrem Team zusammenarbeiten wie vor der Krise. Mehr als drei Viertel der befragten Arbeitnehmer gaben an, dass Kommunikation und Stimmung im Team trotz physischer Distanz gut sind. Die große Mehrheit hat mit den Kolleginnen und Kollegen schnell eine digitale Meeting-Struktur etabliert. Und auch die Effizienz leidet bei der Heimarbeit ganz überwiegend nicht. 36 Prozent der Beschäftigten sagen, dass sie im Homeoffice sogar mehr arbeiten als sonst.

4. Junge Leute kommen mit digitalem Arbeiten besser zurecht als ältere.
Stimmt nicht. Die StepStone Marktforschung zeigt, dass über 50-Jährige sich im Homeoffice produktiver fühlen als jüngere. Es gelingt ihnen im Vergleich zu den unter 30-Jährigen auch besser, fokussiert zu arbeiten und mehr Arbeit zu bewältigen. Und: Während 48 Prozent der U30-Jährigen die Zusammenarbeit im Homeoffice als einschränkend erleben, meinen dies bei den Ü50-Jährigen nur 43 Prozent. Zudem leiden deutlich mehr Jüngere unter der Einsamkeit im Homeoffice.

5. Reines Homeoffice wird der neue Standard.
Falsch. Auch wenn Unternehmen wie Twitter zuletzt Schlagzeilen damit gemacht haben, dass die gesamte Belegschaft künftig nur noch von zu Hause arbeitet, wird das die Ausnahme bleiben. Tatsächlich möchten nämlich nur vier Prozent der Beschäftigten grundsätzlich und immer im Homeoffice arbeiten. Und auch von Unternehmensseite plant dies nur einer von zehn Arbeitgebern für die Zukunft. Die allermeisten Arbeitnehmer (86 Prozent) und auch Arbeitgeber wünschen sich eine Mischform zwischen Präsenz- und Homeoffice-Tagen.

Mehr Informationen und der vollständige StepStone Corona Report zum Download unter: https://www.stepstone.de/wissen/corona-report

Alle StepStone Studien und Informationen rund um Karriere, Gehalt, Recruiting und Arbeitsmarkt: www.stepstone.de/wissen

Über den Corona Report

Wie erleben die Menschen in Deutschland Arbeit in Zeiten der Corona-Krise? Welche Konsequenzen hat die Corona-Krise für Wirtschaft und Arbeitsmarkt? Und welche Tendenzen für die Personalarbeit zeichnen sich ab? Mit dem StepStone Corona Report untersucht die Online-Jobplattform StepStone diese und weitere Fragen sowie die entscheidenden Entwicklungen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Zusammenarbeit und Führung sowie Recruiting in Deutschland während der durch COVID -19 ausgelösten Krise. Dem Report liegen die Ergebnisse von fünf Befragungen zugrunde, die im Zeitraum zwischen März und Mai 2020 durchgeführt wurden, sowie zahlreiche Gespräche mit Personalexperten. Auf dieser Basis analysieren die StepStone Experten, wie sich die COVID-19-Krise auf die HR- und Arbeitsmarkt-Trends auswirkt und leiten hieraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Personalarbeit und -strategie in Unternehmen ab. Für die Studie hat StepStone insgesamt mehr als 35.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland online befragt. Darunter waren rund 6.000 Führungskräfte. Der vollständige StepStone Corona Report steht hier zum Download bereit.

Über StepStone

Mit StepStone trifft jeder die richtige Jobentscheidung. Das E-Recruiting-Unternehmen verbindet Menschen mit der Arbeitswelt – neben Online-Jobplattformen (StepStone, TotalJobs, Saongroup u.a.) zählen weitere digitale Services wie Employer-Branding-Dienstleistungen, Gehaltsanalysen sowie Video-Recruiting-Lösungen zum Angebot des Unternehmens. Die StepStone GmbH, eine Tochter der Axel Springer SE, ist in mehr als 20 Ländern aktiv und beschäftigt mehr als 3.500 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf. StepStone Deutschland betreibt die Jobplattform www.stepstone.de.

Post-its, Stempel & Co.: 5 Tipps für eine effiziente Suche Jobsuche

Einen Job zu suchen ist zeitaufwendig, kostet Energie und verlangt konzentriertes Arbeiten. Es gibt zahlreiche Jobportale, in denen recherchiert werden muss und der Überblick kann dabei leicht verlorengehen. Der Beitrag liefert 5 Tipps, wie sich die Jobsuche effizient gestalten lässt.

Die Jobsuche sollte gut strukturiert werden, um schnell an das gesteckte Ziel zu kommen.

Effizient oder effektiv? Das ist der Unterschied

Effektiv zu arbeiten bedeutet, dass ein definiertes Ziel erreicht wird. Der Weg dahin, die Arbeitsweise und der damit verbundene Zeitaufwand spielen keine Rolle, lediglich die Zielerreichung ist relevant.

Effizient zu arbeiten heißt, den Aufwand möglichst gering zu halten, so dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis optimal ausfällt. Es geht darum wirtschaftlich zu arbeiten, um die vorhandenen Ressourcen wie Zeit und Geld nicht zu verschwenden.

Effektiv und effizient arbeiten

Die Kombination aus Effektivität und Effizienz ist ideal, denn dann wird das Ziel (einen bestimmten Job finden) mit geringem Aufwand erreicht. Um eine Jobsuche effizient zu betreiben, braucht es eine gute Organisation mit entsprechend stimmigen Arbeitsschritten. Wie organisieren sich Jobsuchende effizient? Die folgenden 5 Tipps helfen dabei.

1.     Tipp: Für Übersicht auf dem Schreibtisch sorgen

First things first! Bevor es auf die Jobsuche geht, sollten Bewerber für Übersicht auf dem Schreibtisch sorgen und sich alle notwendigen Büromaterialien beschaffen. Das ist Grundvoraussetzung für einen effizienten Arbeitsablauf. Bereitliegen sollten die folgenden Dinge:

Zwar werden Bewerbungen heute überwiegend digital verschickt, doch es gibt immer noch Firmen, die Wert auf die Zusendung haptischer Unterlagen legen. Deshalb ist es ratsam, einige Bewerbungsmappen vorzubereiten und ihnen bei Bedarf jeweils ein passendes Anschreiben hinzuzufügen.

Extratipp: Wer sich von Online-Bewerbungen mindestens das konkrete Anschreiben ausdruckt und zusammen mit der Stellenbeschreibung und den Kontaktdaten in den A-Z-Bewerbungsordner heftet, hat bei einem unerwarteten Anruf der Firma sofort alle Informationen parat – auch, wenn der Computer ausgeschaltet und kein Zugriff auf die konkrete Bewerbung möglich ist. Das ist hilfreiche, wenn die Bewerbung schon einige Zeit zurückliegt und inzwischen weitere Bewerbungen rausgeschickt wurden. 

2.     Tipp: Qualität vor Quantität

Immer wieder ist zu hören, dass jemand „unzählige“ Bewerbungen ohne Resonanz verschickt hat. Wer dazu gehört, macht vermutlich gleich mehrere Fehler, welche das sind, ist im Einzelfall zu klären. Wichtig: Der Fokus bei der Jobsuche muss auf der Qualität liegen, nicht auf der Quantität. Wer trotz einer qualitativ hochwertigen Bewerbung Absagen bekommt, darf sich nicht frustrierend lassen. Die verfügbare Zeit sollte vor dem Hintergrund zahlreicher Absagen nicht dafür genutzt werden, unzählige weitere Bewerbungen zu schreiben. Stattdessen ist es angezeigt, die Bewerbung qualitativ zu verbessern.

3.     Tipp: Gefunden werden

In Abhängigkeit von der gesuchten Position und der Branche können die Vorgehensweisen stark voneinander abweichen. Allerdings ist die beste Variante stets, wenn der zukünftige Arbeitgeber der beauftragte Headhunter den Bewerber selbst anspricht. Dieser Weg ist für Bewerber nicht nur sehr komfortabel, sondern vor allem auch effizient. Wer von einem Arbeitgeber angesprochen wird, startet aus einer guten Verhandlungsposition heraus, wenn es um die Details des Arbeitsvertrags beispielsweise in Punkto Urlaub, Gehalt und Sonderzahlungen geht. Natürlich ist die Strategie sich finden zu lassen parallel anzuwenden, aktive Bewerbungen sollten stets erfolgen. Allerdings lässt sich der Aufwand für die Jobsuche insgesamt minimieren, wenn das eigene Profil aussagekräftig, up-to-date und online auffindbar ist. Dabei ist es sinnvoll, das Profil mit den passenden Keywords zu optimieren, die in der Branche eine wichtige Rolle spielen.

Portale wie XING und LinkedIn sind für die meisten Branchen unverzichtbar, um sich mit einem beruflichen Profil zu präsentieren, vor allem auch in Hinblick auf die dort platzierten Stellenanzeigen. Die untenstehende Grafik zeigt, wie stark die ausgeschriebenen Stellen in den drei am stärksten vertretenen Kategorien Fach- und Führungskräfte mit akademischer Ausbildung, Fachkräfte mit Berufsausbildung und Projektleitung auf den beiden Portalen vertreten sind.

(Quelle: Zahlen von Adecco Group, Grafik selbst erstellt)