Fachkräftemangel

Betatest HR

  • Eine Branche im Wandel: HR bedeutet testen und lernen
  • Das Recruiting der Zukunft braucht mehr Aktivität auf Seiten HR
  • Stellenanzeigen funktionieren am besten über Online-Jobbörsen

Auf der aktuellen Zukunft Personal wird deutlich: Die HR-Branche dreht in Sachen Wandel noch einmal mächtig auf. Digitalisierung, die verschiedenen Vorlieben der Kandidaten-Generationen und der Fachkräftemangel stellen Recruiter vor immer neue Herausforderungen. Die gesamte Branche befindet sich im „Betatest“ und muss sich durch das „Trial and Error“-Prinzip ständig weiterentwickeln. Einen perfekten Plan gibt es nicht, aber neben den bestehenden Strategien viele neue Möglichkeiten, die getestet werden können.

Persönlicher Kontakt zu Bewerbern immer wichtiger im Recruiting

Studie zeigt: Recruiter setzen verstärkt auf Networking und aktive Ansprache

Auch in Zeiten der Digitalisierung gewinnt der direkte Kontakt mit Bewerbern an Bedeutung. Zwei Drittel der Recruiter sehen Networking mit potenziellen Kandidaten und Talenten als wichtiges Zukunftsthema an. So geben 85 Prozent der Recruiter an, dass die aktive Kandidatenansprache im Web, das sogenannte Active Sourcing, bereits zu ihren Aufgaben gehört. Das zeigt die Studie „Recruiter Experience“ von stellenanzeigen.de und der meta HR Unternehmensberatung GmbH, die wissenschaftlich von Prof. Dr. Peter M. Wald von der HTWK Leipzig begleitet wurde. Befragt wurden 312 Recruiter zu ihrer Arbeitsweise, ihrem Selbstverständnis, ihren Tools und den Entwicklungsfeldern in der Branche.

Wegweisend: Prof. Dr. Peter M. Wald

Die besten Jobbörsen für IT und Ingenieure 2018

Ingenieure und Informatiker: Das sind Bewerbers Lieblinge

Ingenieure und IT-Experten sind unter den meistgesuchten Bewerbern – der Fachkräftemangel zeigt in diesen Berufsfeldern sein hässliches Gesicht. Recruiter haben die schwierige Aufgaben, ihre Stellenanzeigen dort zu schalten, wo diese Experten pro-aktiv auf Jobsuche gehen, wenn sie nicht gar passiv abwarten wollen, bis sie von einem Headhunter oder Active Sourcer angesprochen werden. Eine Analyse der Umfrageergebnisse von Jobbörsen-Kompass zeigt auf, welche Jobbörsen für das Berufsfeld Ingenieure und Informatiker bei Bewerbern besonders beliebt sind. Und um es vorweg zu nehmen, es sind nicht immer die üblichen Verdächtigen.

Telekom-Arbeitsplatz 4G-Techniker
Telekom-Arbeitsplatz 4G-Techniker

Für Bewerber ist es nicht entscheidend, wo sie ein vielversprechendes Stelleninserat gefunden haben, sondern dass Anforderungen und Angebot des Arbeitnehmers ihren individuellen Vorstellungen entsprechen und sie sich daraufhin bewerben. Ob ein passendes Stellenagebot in einer Jobsuchmaschine, einer Generalisten-Jobbörse oder einer Spezial-Jobbörse für Ingenieure oder Informatiker erschienen ist – das alles spielt eine nebensächliche Rolle. Deshalb wird bei der nachstehenden Analyse der besten Jobbörsen für IT und Ingenieure auf die Abgrenzung nach Jobportal-Kategorien verzichtet, es kommt also einzig und allein darauf an, wie zufrieden Bewerber mit einer Jobbörse sind und ob sie diese Jobbörse auch weiterempfehlen würden.

Eine Analyse der Jobbörsen-Kompass Umfrageergebnisse zeigte unter diesen Prämissen auf, welche Jobbörsen in der Gunst der Bewerber in den Berufsfeldern Ingenieure und Informatiker am höchsten stehen. Hier sind die bestplatzierten beliebtesten Jobbörsen.

Recruiting von Freiberuflern – HR ist raus

Wer beauftragt eigentlich Experten für Projekte? Bei welcher Abteilung akquirieren freiberufliche Fachleute? Spielt HR da eigentlich überhaupt eine Rolle? Eine Umfrage von GULP, einem führenden Personaldienstleister in den Bereichen IT, Engineering und Finance, zeigt: Die Personalabteilung ist bei diesen Themen so gut wie raus. Die jeweiligen Fachabteilungen oder der Einkauf sind die Ansprechpartner. Zwei Drittel der freien Experten werden darüber beauftragt und nur 5 Prozent durch HR. Zur Analyse wurden 101 IT- und Engineering-Freiberufler befragt.

Wir haben in Deutschland weniger einen Fachkräfte- als mehr einen Ideenmangel

www.sport.job.com ist nicht nur eine Stellenbörse für die Sportbranche, sondern entwickelt sich immer mehr zum Beratungsunternehmen für Unternehmen und Bewerber. Das Thema Fachkräftemangel beschäftigt natürlich auch das Sportbusiness. Im Interview mit Sabrina Klix, Inhaberin der Agentur Seetalent, wollte Caro Opp von www.sport-job.com wissen, was Unternehmen heutzutage tun können, um geeignetes Personal zu finden.

Sabrinas Klix

Fachkräftemangel? IT-Experten kommen jetzt aus dem digitalen globalen Home-Office

Als Microsoft nach der LinkedIn-Übernahme ankündigte, mit GitHub für stolze 7,5 Milliarden US-Dollar eine IT-zentrierte Community zu übernehmen, war die Recruiting-Branche in heller Aufregung über die möglichen Implikationen. Will Microsoft lediglich Konsumenten-Gruppen für ihre B2C-Produktpalette wie Windows oder Office durch diese Akquisition gewinnen oder stehen in diesen Communities potentielle qualifizierte Kandidaten für das Recruiting durch Arbeitgeber zur Verfügung? Gibt es nach der Google Job Discovery bald auch eine Microsoft Job Discovery?

Die Übernahme-Meldung richtete die Scheinwerfer der Bling-Bling-Publicity auch auf eine andere Frage: Wer oder was ist Github, welche Vorteile bringt die Open-Source-Methode für die Software-Entwicklung? Und viel wichtiger noch für das Recruiting in ganz engen Arbeitsmärkten: Haben Remote-Work-Communities das Potential, den Fachkräftemangel im IT-Sektor nachhaltig zu beeinflussen? Wie funktionieren Open-Source-Community in der Gig-Economy?

Crosswater Job Guide sprach mit Carsten Bleek, Gründer und Geschäftsführer von Cross-Solution GmbH in Frankfurt über diese Zusammenhänge.

Carsten Bleek, Gründer und Geschäftsführer von Cross Solution

Crosswater Job Guide: Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen proprietärer Software-Entwicklung und dem Open-Source-Konzept?

Mittelstand nicht über einen Kamm scheren

Dr. Eva Voß

Neue Studie zu Unternehmenskulturen im Mittelstand: Flexibilität schafft Erfolg 

  • Digitalisierung unterschiedlich bewertet
  • Fachkräftemangel erzeugt „Run for Experience“
  • Wertewandel der Jungen erreicht die Unternehmen

 

Flexibilität und Kundennähe sind aus Sicht von Inhabern und Geschäftsführern die entscheidenden Erfolgsfaktoren mittelgroßer Unternehmen. Die Grundlage dafür bilden eine direkten Kommunikation im Unternehmen mit wenig Hierarchien sowie die Fähigkeit, auch schnelle Entscheidungen treffen und umsetzen zu können. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Black Box Mittelstand“, die das Demographienetzwerk ddn und die Unternehmensberatung EY gemeinsam durchgeführt haben. Größtes Problem im Mittelstand bleibt der Fachkräftemangel, aber auch der Wertewandel bei den Jüngeren kommt in den Firmen an und stellt die Firmen vor neue Herausforderungen. Die Bedeutung der Digitalisierung wird je nach Marktumfeld sehr unterschiedlich bewertet.

Personaler rein in die Führungsebene!

Warum HR in Zukunft strategischer gedacht werden muss – und warum es dazu den CHRO braucht

Dr. Ole Menschig

Lange Jahre fristeten die HR-Abteilungen zahlreicher Unternehmen ein Schattendasein: eher stiefmütterlich wurde sich um die Auswahl und Förderung kompetenter Personalmanager gekümmert. Nun wächst die Wirtschaft seit Jahren ohne absehbare Flaute, die Digitalisierung verändert viele Industrieunternehmen nachhaltig – und die Fachkräfte werden knapper und knapper. Um Unternehmensziele zu erreichen sind kompetente Facharbeiter jedoch unabdingbar.

Der Countdown läuft: Zum fünften Mal HR-Networking für (frech)mutige Personaler

Henner Knabenreich

Raus aus dem Silo und rein ins Netzwerk! Austausch zu HR-Themen und Vernetzung mit Menschen, deren Leidenschaft Recruiting, Personalmarketing, Talent Management, Sourcing oder welches HR-Thema auch immer ist, gibt es bei der fünften Auflage von personalmarketing2null & friends! Ein einzigartiger Abend, an dem es sich in ungezwungener und agendafreier Atmosphäre mit Gleichgesinnten netzwerken lässt, Themen auf Augenhöhe ausgetauscht werden können und der Know-how-Transfer gefördert wird.

Jede Wette, dass..! – Wetten gegen den Fachkräftemangel

Highlight des Abends ist die Neuauflage eines deutschen Show-Klassikers. Frei nach dem Motto „Jede Wette, dass..!“ gibt’s Wetten gegen den Fachkräftemangel. Diese können entweder live dem staunenden Publikum präsentiert oder im Rahmen eines „Best Practice-Beispiels“ vorgestellt werden.

Generationenmix: Das Beste

Norma Demuro

Der Generationenkampf in der Familie verliert immer mehr an Relevanz. Die aktuelle 17. Shell Jugendstudie (2015) bescheinigt Eltern und Kindern ein gutes Miteinander, 90 Prozent sind zufrieden mit dem Verhältnis zu ihren Eltern. Verschiedene Ansichten und Herangehensweisen der Generationen werden dafür in der Unternehmenskultur immer sichtbarer.

Fachkräftemangel bedroht Ihr Wachstum – Das Problem muss man lösen!

Dr. Johannes Terhalle

Was seit Jahren im Handwerk bekannt ist, rollt nun auf die Industrie zu. So berichtete die F.A.Z. am 14.03.18 in einem Artikel „Jedes zweite Unternehmen findet keine passenden Bewerber. Wachstum kaum noch möglich. Der DIHK schätzt, dass in Deutschland insgesamt rund 1,6 Millionen Stellen längerfristig nicht besetzt werden können, weil passende Mitarbeiter fehlen.“

Der Fachkräftemangel ist ein gesellschaftliches und volkswirtschaftliches Problem

  • Demografische Entwicklung
  • Ungerichtete Einwanderungs- und Integrationspolitik
  • Ausbildungsdilemma („Jeder kann studieren“)
  • Ungenügende Nutzung der stillen Reserven (z.B. Frauen während der Kinderphase)

Der Begriff Fachkräftemangel ist zwar schon lange ein Thema, aber man hatte nicht den Eindruck, dass deshalb in der Breite sehr große Anstrengungen gemacht werden, um den zukünftigen Herausforderungen zu begegnen.

Altenpfleger: Kein Streik – nur Abstimmung mit den Füßen

Antje Schrupp

Warum Angebot und Nachfrage in traditionellen Frauenberufen nicht funktionieren

Antje Schrupp hat bei piqb auf einen Bericht in ZEIT Online hingewiesen, der den Berufsstand der Krankenschwestern, Altenpflegerinnen und Erzieherinnen desillisuoniert, aber realistisch darstellt. Wer in der Politik die „Soziale Gerechtigkeit“ einfordert, sollte auch erklären, weshalb Politik, Investoren und Gesellschaft das in der Pflegebranche nicht umsetzen.

Digitalisierung: Der Hype-Express fährt im Kreis

Gerhard Kenk, Publisher, Crosswater Job Guide

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Pünktlich zum Jahreswechsel ist wieder eine schöne Gelegenheit gekommen, um über die Aufreger-Themen wie Digitalisierung, Industrie 4.0, Blockchain, Roboter oder Arbeitsplatzverlust zu schwadronieren. Man ist es ja gewöhnt. Für das kommende Jahr 2018 werden düstere Prognosen propagiert – Hauptsache die Einschaltquoten – pardon – die Clicks gehen durch die Decke. Der FOCUS stellt sich als Sprachrohr der Hype-Protagonisten zur Verfügung und publiziert ein buntes Panoptikum der Angst:  So geht es ab 2018 weiter: Fatale Wirtschaftsprognose für Deutschland: „Wir werden fast alle arbeitslos!“

Engpassberufe: Fachkräftemangel weitet sich aus

Alexander Burstedde

Unternehmen haben immer größere Probleme, neue Mitarbeiter zu finden. Zwei von drei Arbeitsplätzen sind derzeit schwer zu besetzen. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Besonders angespannt ist die Situation in Süddeutschland, doch auch in Thüringen und einzelnen norddeutschen Regionen sind Fachkräfte extrem knapp.

HR-Trends 2018: Die Fata Morgana der Digitalisierung

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide. 

Die Digitalisierung ist omnipräsent. Eher weniger in den Software-Entwicklungsschmieden des Landes als in den Medien, den Köpfen der Consulting-Unternehmen, der PR-Agenturen, der Politik und interessanterweise auch in Selbstdarstellungen von Arbeitgebern im Zusammenhang mit Employer Branding. So stellt der Technologie-Konzern Schaeffler die Digitale Agenda als Vorstandsmaßnahme in den Vordergrund – heraus kommen Binsenweisheiten wie z.B. „Je mehr Daten man zur Verfügung hat, desto höher ist die Treffsicherheit der Ergebnisse.“ (Dr. Pankai Joshi, Datenanalyst bei Schaeffler.)

„Auf den ersten Blick lohnt es die Mühe nicht, der Artikelflut zur digitalen Transformation einen weiteren Strauß an Binsenweisheiten hinzuzufügen“, kommentiert Prof. Dr. Alexander Güttler die Lage.