Studie: So organisieren sich Teams jetzt im Homeoffice

Jeder zweite Arbeitnehmer arbeitet derzeit von zu Hause aus. Für viele ist die Situation neu. Aktuelle Studienergebnisse zeigen, wie Teams jetzt zusammenarbeiten und miteinander kommunizieren.

Kein Plausch in der Kaffeeküche, kein gemeinsames Mittagessen und auch keine kleinen Absprachen auf dem Flur – das Miteinander mit den Kollegen hat sich aufgrund der Corona-Krise für viele stark verändert. Doch wie gut oder schlecht funktioniert die neue Zusammenarbeit im Homeoffice? StepStone ist dieser Frage im Rahmen einer Befragung auf den Grund gegangen.

 

Die meisten finden persönlichen Kontakt gerade besonders wichtig

Die Ergebnisse zeigen: Vieles läuft erstaunlich gut, in manchen Bereichen ist aber auch noch Luft nach oben. Die meisten Befragten messen dem direkten Austausch in dieser besonderen Situation große Bedeutung zu. Acht von zehn Befragten (81 Prozent) glauben, dass es in der aktuellen Lage noch wichtiger als sonst ist, regelmäßig miteinander zu sprechen. Jeder Zweite (52 Prozent) gab an, seine Kollegen seien im Homeoffice öfter online und besser für sie erreichbar als sonst. Und mit 81 Prozent meint die große Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer, dass im Team hinreichend miteinander kommuniziert wird – trotz physischer Distanz.

Viele treffen sich täglich zum virtuellen Team-Meeting

Die physische Distanz steht dem persönlichen Austausch nicht im Wege. Gut ein Viertel der befragten Arbeitnehmer (26 Prozent) hat täglich ein virtuelles Team-Meeting; 14 Prozent sogar zweimal täglich oder mehr. 19 Prozent treffen sich nur einmal die Woche per Video, 17 Prozent zweimal die Woche. Immerhin fast jeder Zehnte (9 Prozent) hat dagegen seltener als einmal wöchentlich ein Team-Meeting. Und bei 14 Prozent der Befragten gibt es überhaupt keine Team-Meetings im Homeoffice.

„In virtuellen Teams ist Kommunikation wichtiger denn je. Führungskräfte sollten sich derzeit mehr denn je als Dienstleister für ihre Mitarbeiter verstehen und immer für sie ansprechbar sein“, kommentiert Dr. Anastasia Hermann, Studienleiterin bei StepStone, die Ergebnisse. „Gerade jetzt, wo eine große Unsicherheit herrscht und sich die Situation täglich ändern kann, ist ein stetiger und verlässlicher Austausch die Basis für eine gute Zusammenarbeit.“

Dr. Anastasia Hermann


Klare Ziele auch in unsicheren Zeiten

Das Teamwork scheint weitestgehend gut zu funktionieren: 85 Prozent der Befragten sagen, dass sie im Homeoffice genauso zuverlässig zusammenarbeiten wie sonst auch. Fast ebenso viele gaben an, dass weiterhin klar sei, wer welche Aufgaben im Team bzw. in der Abteilung übernimmt. Mit 81 Prozent meinen ebenfalls viele, dass auch Klarheit über die gemeinsamen Ziele im Team herrsche. Drei von vier Beschäftigten (75 Prozent) sagen, die Stimmung im Team oder in der Abteilung sei gut. Bei fast zwei Dritteln (65 Prozent) geben sogar alle ein paar Prozent mehr, um die Unternehmensziele weiterhin zu erreichen.

Chats, Privates, Lustiges – Formen des Austauschs

Gerade in schwierigen Zeiten darf es durchaus menscheln. Tatsächlich tauscht sich jeder Zweite (53 Prozent) aktuell regelmäßig mit den Kollegen auch über Privates aus. Fast jedes vierte Team (23 Prozent) hat regelmäßig gemeinsame digitale Pausen eingeplant, etwa für Online-Mittags- oder Kaffeepausen. 59 Prozent der Befragten haben einen speziellen Kanal für die Teamkommunikation eingerichtet, z.B. Slack oder WhatsApp. 28 Prozent chatten derzeit auch außerhalb der normalen Arbeitszeiten mit ihren Kollegen. Teamaktivitäten außerhalb der Arbeitszeit, wie eine Happy Hour zu Hause oder ein Online-Yoga-Kurs, finden jedoch nur bei einer Minderheit (6 Prozent) statt.

Tools für die Arbeit zu Hause

Die allermeisten Arbeitnehmer können im Homeoffice auf alle wichtigen Dateien über den Firmenserver zugreifen (89 Prozent). 82 Prozent haben einen Laptop gestellt bekommen. Auf digitale Kommunikationstools für Videokonferenzen und zum Austauschen von Daten und Informationen, wie z.B. zum Chatten, können rund sieben von zehn Arbeitnehmern zurückgreifen. Rund jeder Zweite (54 Prozent) hat ein Diensthandy.

Mehr Informationen zu der Studie „Arbeit in der Coronakrise“

Mehr Informationen zur neuesten StepStone Studie „Wiederhochfahren der Wirtschaft: Wann und wie“

Über die Studie „Arbeit in der Coronakrise“

Die Online-Jobplattform StepStone hat zwischen dem 27. und 31. März ca. 6.000 Arbeitnehmer zu ihren aktuellen Sorgen und Gedanken in der Coronakrise befragt: Wie funktioniert die Zusammenarbeit aus dem Homeoffice heraus? Wie blicken die Menschen auf die aktuelle Situation, die täglich weiterhin zur Arbeit gehen und unsere Gesellschaft aufrechterhalten? Und wie denken die Menschen über die Zeit nach der Krise? Die Studie zeigt exklusiv, wo aktuell die größten Herausforderungen liegen, aber auch was gut funktioniert. An der Befragung haben etwa 1.300 Führungskräfte, 4.200 Arbeitnehmer ohne Personalverantwortung und 500 Arbeitsuchende teilgenommen.

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