Gesundheitsschutz für Zeitarbeiter: Nun wird alles besser

Frankfurt, 05. Dezember 2008. Gestern fand in Frankfurt die Auftaktveranstaltung zu einem wegweisenden Projekt statt. GEZA, „Gesunde Zeitarbeit“ wird im Rahmen eines Förderschwerpunktes des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales den Arbeits- und Gesundheitsschutz von Zeitarbeitnehmern optimieren. Heute weiß man: Zeitarbeit schafft Flexibilität für Unternehmen und kurbelt somit die Wirtschaft an. Tatsache ist aber auch, dass die  Unfallquoten in der Zeitarbeit höher sind als in anderen Arbeitsverhältnissen. Deshalb waren sich alle Experten einig: Es muss etwas getan werden, neue Standards müssen her. Die Veranstaltung hat gezeigt, dass es aber bereits funktionierende Vorbilder gibt. Der Personaldienstleister Manpower wurde daher zum Projektpartner mit Branchenexpertise. Ab sofort werden nun in zehn Manpower Niederlassungen Pläne und Erfahrungen erprobt, erweitert und effizient umgesetzt. Von den Ergebnissen profitieren dann alle Zeitarbeitnehmer.

Thomas Reitz, Geschäftsführung Manpower GmbH & Co. KG

„Man will so ein integriertes Gesundheitsmanagement  für die Zeitarbeitsbranche erarbeiten, die Maßnahmen gleich auch in der Pilotphase erproben und dann breit umsetzen. Es sollen auf diesem Weg neue und vor allem verbindliche Standards entwickelt werden. Und das ist gut so.“

„Ich freue mich darüber, dass man mit diesen Projekten deutlich macht: Zeitarbeit ist eine feste Größe in der Arbeitswelt und man muss sich um die Gesundheit der Zeitarbeitnehmer kümmern. Das tut Manpower schon sehr viel intensiver als es bis dato gefordert wird. Aber das ist auch der Grund weshalb unser Unternehmen als Projektpartner mit Branchenexpertise ausgewählt wurde.“
„Also: Auch wenn die Unfallzahlen in den letzten Jahren allgemein zurückgegangen sind, besteht nach wie vor großer Handlungsbedarf beim Arbeits- und Gesundheitsschutz von Zeitarbeitnehmern.“

Frau Dr. Beate Beermann, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

„Wirtschaftswachstum führt zu höherem Bedarf an Zeitarbeitnehmern. Daher bleibt wenig Zeit und Möglichkeit ein passendes Leistungs-Bouquet zu finden. Aber je schlechter der „Fit“, desto höher die Unfallquote. Je besser die Disponenten, desto besser die Vermittlung, desto geringer das Risiko und die Überforderung am Arbeitsplatz.“

„Wichtig wäre eine Integration der Zeitarbeitnehmer und die Einbindung der zuständigen Akteure in die Arbeits- und Gesundheitsschutzsysteme von Entleihunternehmen zu standardisieren.“


Herr Andreas Horst, Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales

„Wie die Studie der Uni Köln und der psychonomics AG (Unternehmensstruktur, Arbeitsqualität und Mitarbeiterengagement in den Unternehmen in Deutschland) belegt, besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Qualität der Arbeitsbedingungen und dem Erfolg eines Unternehmens. Gute Arbeitsbedingungen tragen zu guter wirtschaftlicher Entwicklung bei, deshalb hoffe ich auf einen Erfolg des Projekts. 30% des Finanzerfolges hängen von der Qualität der Arbeitsbedingungen ab.“

„Das Image der Zeitarbeit kann und muss verbessert werden. Schließlich ist Zeitarbeit eine Brücke in den Arbeitsmarkt.“

Frau Sczesny, Soziale Innovation GmbH

„Es herrscht große Unsicherheit bei der Frage, wer eigentlich für den Arbeits – und Gesundheitschutz der Zeitarbeitnehmer verantwortlich sei. Eine Befragung bei Entleihbetrieben ergab, dass 19,7 % vermuten, es seien die Zeitarbeitsunternehmen, die zuständig wären, 32,3% denken es seien die Entleihunternehmen und 48% dachten beide seien verantwortlich.“

„Auf Grund der kurzen und wechselnden Einsatzzeiten von Zeitarbeitnehmern in den Entleihbetrieben, empfinden es die Entleihbetriebe oft noch als schwierig, Zeitarbeitnehmer in ihre betrieblichen Arbeitsschutzsysteme zu integrieren. Hier müssen entsprechende Modelle entwickelt werden.“

Hr. Dr. Thomas Langhoff, Projektleiter, prospektiv – Gesellschaft für betriebliche Zukunftsgestaltungen mbH

„Eine Stärkung der Gesundheitsressourcen muss als massives Projektziel verstanden werden.“ „Auch eine zukünftige Gleichbehandlung der Stammarbeitskräfte und der Leiharbeitnehmer in den Unternehmen müssen wir uns als wichtiges Ziel setzen.“

„Eine ganzheitliche beteiligungsorientierte Gefährdungsbeurteilung ist unumgänglich.“

Hr. Michael Kienert, Projektleiter Manpower GmbH & Co. KG

„Als ehemaliger Zeitarbeitnehmer habe ich eine besonders hohe Motivation dieses Projekt erfolgreich zu gestalten, da ich aus eigener Erfahrung erleben konnte, dass es in dieser Branche Defizite im Arbeits- und Gesundheitsschutz gibt, die unbedingt behoben werden müssen.“

Hr. Andreas Hencker, Sicherheitsingenieur Manpower GmbH & Co. KG

„Wir brauchen für ein einheitliches Gesundheitsmanagement einen kooperativen Ansatz mit den  Kunden. Wir müssen die Kunden von den Kooperationen überzeugen, um praktische Ergebnisse zu erlangen.“

„Ziel muss es sein, die Unfallquoten in der Zeitarbeit weiter zu senken, und an die Quoten der gewerblichen Berufsgenossenschaft anzugleichen.“

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Dr. Andreas Bachmann
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