Größte Recruiting-Studie im deutschsprachigen Raum: ALTANA ist BEST RECRUITER 2015/16

Agnes Koller
Agnes Koller

Deutschlands größte Arbeitgeber top in der Gestaltung der Karriere-Website, Optimierungspotenzial im BewerberInnen-Umgang. Zum vierten Mal in Folge hat BEST RECRUITERS die 514 Top-Arbeitgeber Deutschlands auf ihre Recruiting-Qualität untersucht und die Besten am 14.7.2015 im ansprechenden Ambiente der Frankfurter Botschaft feierlich ausgezeichnet.

ALTANA vor OTTO und MVV Energie

Spitzenreiter im BEST-RECRUITERS-Arbeitgeber-Ranking ist dieses Jahr ALTANA. OTTO und MVV Energie sichern sich die Plätze 2 und 3. Andrea Pfister, Corporate-Recruiting-Verantwortliche bei ALTANA, zeigt sich stolz auf ihre Auszeichnung und ambitioniert, sie auch in Zukunft zu verteidigen: „Man muss auf der einen Seite auch mal den Mut haben, nicht jedem Trend hinterherzulaufen, aber dafür auf der anderen Seite auch mal das Risiko eingehen, etwas Neues auszuprobieren. Die Auszeichnung als BEST RECRUITER motiviert uns, weiterhin unser Bestes zu geben, gemäß unserem Unternehmensleitbild ‚We are ALTANA: Wir wollen führend sein in allem, was wir tun’.“

Die Top 10 im Arbeitgeber-Ranking

1. ALTANA AG
2. OTTO (GmbH & Co KG)
3. MVV Energie AG
4. SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG
5. Deutsche Bahn AG
6. Bertelsmann SE & Co. KGaA
7. zeb.rolfes.schierenbeck.associates gmbh
8. SCHOTT AG
9. Hays AG
10. Kienbaum Consultants International GmbH

Unternehmensberatung: Von 10 auf 1

Im Ranking der besten Branchen ist 2015/16 die Unternehmensberatung siegreich – eine Steigerung von ganzen 9 Plätzen. Kai Haake, Geschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Unternehmensberater, nahm die Auszeichnung am 14. Juli stellvertretend für alle getesteten Arbeitgeber der Branche entgegen. Auf den Rängen 2 und 3 folgen die Branchen Versicherung (Platz 8 im Vorjahr) und Pharma/Biotechnologie (Platz 7 im Vorjahr).
Deutschland im D-A-CH-Vergleich voran

Im Vergleich mit den deutschsprachigen Nachbarn haben die 514 getesteten Top-Arbeitgeber Deutschlands insbesondere in der Kategorie Karriere-Website, aber auch in den Bereichen Online-Stellenanzeige, Social Media und Mobile Recruiting die Nase vorne. Optimierungspotenzial besteht im direkten Kontakt mit KandidatInnen, also in der Resonanz auf versendete Fiktiv-Bewerbungen sowie in der Reaktion auf Kontaktaufnahmen seitens BewerberInnen. In diesen beiden Kategorien führt Österreich die Wertung an.

Die Qualität steigt: Durchschnittlich 54 % statt 52 % im Vorjahr

Innerhalb der gesamten Stichprobe wird eine generelle Steigerung der Recruiting-Qualität deutlich: Während im Vorjahr durchschnittlich 52 % der möglichen Gesamtpunkte erreicht wurden, sind es 2015/16 durchschnittlich 2 % mehr. Ein Drittel der getesteten Arbeitgeber erzielt in der aktuellen Erhebung 60 % oder mehr der möglichen Gesamtpunkte.

Luft nach oben bleibt: 67 % der Stellenanzeigen nicht mobil optimiert

Nichtsdestotrotz ist Optimierungspotenzial vorhanden, insbesondere in der Analyse der gesetzten Mobile-Recruiting-Initiativen. Zwar haben sich die durchschnittlich erfüllten Prozent der in der Kategorie möglichen Gesamtpunkte gegenüber dem Vorjahr von 20 % auf 40 % verdoppelt, jedoch bieten nach wie vor 54 % der getesteten Arbeitgeber keine mobil optimierte Karriere-Website und 67 % keine mobil optimierten Stellenanzeigen an.

 

Recommendation Marketing weitgehend ungenutzt

Auch die Online-Stellenanzeige als Marketing-Tool bietet cross-medial noch Potenzial. 70 % der größten Arbeitgeber Deutschlands integrieren keine Social-Media-Share-Buttons in ihre Online-Stellenanzeigen. 89 % der Stellenanzeigen können per Smartphone nicht bequem in sozialen Netzwerken geteilt werden.

Candidate Experience: Wunderwaffe oder schöner Schein?

Anlässlich der BEST-RECRUITERS-Siegerverkündung diskutierten außerdem vier renommierte HR-ExpertInnen die kontroverse Frage, was am aktuellen Hype rund um das positive Kandidaten-Erlebnis in der Praxis dran ist: Jörg Buckmann (Leiter Personalmanagement / Verkehrsbetriebe Zürich, Buchautor und HR-Blogger), Wolfgang Brickwedde (Director / Institute for Competitive Recruiting), Marcus K. Reif (Head of Recruiting & Employer Branding / EY Deutschland und Blogger) sowie Sandra Sibus (HRBloggerin und ehemalige Personalleiterin auf Jobsuche), die eine Lanze für BewerberInnen bricht: „Ich denke nicht, dass sich die Ansprüche der Kandidaten groß geändert haben, denn Bewerber möchten gar nicht so viel. Eine verlässliche, ehrliche  Kommunikation, die Einhaltung von Timelines, ein wertschätzender Umgang und Interviews, in denen der Bewerber kein Bittsteller ist, sondern in denen man gegenseitig schaut, ob Position, Unternehmen und Kandidat zusammen passen. Eigentlich alles Dinge, die für jede zwischenmenschliche Beziehung gelten. Ich glaube, die Ansprüche gab es schon immer, allerdings wurden sie ignoriert bzw. waren sie nicht sichtbar.“

Marcus Reif, Wolfgang Brickwedde
Marcus Reif, Wolfgang Brickwedde

 

Die Quintessenz der Diskussionsrunde: Wertschätzender Umgang mit BewerberInnen, wie von BEST RECRUITERS propagiert, rückt zu Recht mehr ins Zentrum, die erfolgreiche flächendeckende Umsetzung steht allerdings noch bevor. Es gilt, die gesamte Candidate Journey zu evaluieren – wie es im Kundenbereich bereits verstärkt der Fall ist – und jeden einzelnen Kontaktpunkt zu optimieren, damit KandidatInnen schlussendlich, unabhängig vom eigentlichen Ausgang des Bewerbungsverfahrens, einen positiven Eindruck des Arbeitgebers behalten und in ihren Netzwerken kommunizieren.

 

Agnes Koller
Studienleiterin BEST RECRUITERS
agnes.koller@bestrecruiters.eu
+43 1 585 69 69 – 26

Über BEST RECRUITERS

Die BEST-RECRUITERS-Studie zeichnet überdurchschnittliche Recruiting-Qualität unter den Top-500-Arbeitgebern eines Landes aus und bietet neben der jährlichen Studie auch individuelle Studienberichte. Ausgezeichnete Recruiting-Qualität steht für einen hohen Professionalisierungsgrad aller Maßnahmen zur Personalbeschaffung eines Arbeitgebers. Hierfür vergibt BEST  RECRUITERS Gold-, Silber- und Bronze-Zertifikate und Qualitätssiegel

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