Erste Online-Projektbörse für freiberufliche Experten in der Automobilentwicklung gestartet – Neue Beschäftigungsmodelle für Spitzenkräfte

Dr. Christiane Strasse

Hamburg – Die Automobilindustrie befindet sich derzeit in einer tiefgreifenden Umbauphase. Das wird anhand der Personalpolitik und Arbeitsorganisation bei den großen Herstellern und Zulieferern überdeutlich. Das Schlagwort heißt ´flexible Projektarbeit´ und richtet sich inzwischen verstärkt an Fachkräfte zur Projektentwicklung, -durchführung und technischen Dienstleistungen.

Obwohl ganze Produktionsstandorte wie das Opel-Werk in Antwerpen schließen müssen, werden externe Experten in der Automobilindustrie händeringend gesucht. Neben Kosteneinsparungen und flexibleren Einsatzmöglichkeiten spielt für die Auftraggeber vor allem das hohe Innovationspotenzial der Freelancer eine maßgebliche Rolle.

Der Autoexperte und frühere Manager im Automobilentwicklungsumfeld, Dr. Oliver Schlösser, sieht großen Nachholbedarf seitens der Branche, diesen Beschäftigungsbereich besser zu organisieren. Zusammen mit dem Hamburger Unternehmen projektwerk hat Schlösser jetzt die erste branchenweite Projektbörse für freiberufliche Spitzenkräfte in der Automobilbranche ins Leben gerufen. Der neue Branchendienst bündelt ab sofort sämtliche Fachkräfte in einem Internet-Portal. Bereits zum Start warten über 100 Projektpartner wie Ingenieure, Consultants, Entwickler oder Designer auf Projekte von Herstellern und Zulieferern.

Projektarbeit statt Entlassungen

Durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise rechnet die Automobilindustrie mit einem signifikanten Absatzrückgang in ihren klassischen Kernmärkten, darunter auch Deutschland. Nach dem Produktionshöhepunkt im Jahr 2007 und einem Zwischenhoch durch die Wirkungen der „Abwrackprämie“ im vergangenen Jahr sieht sie sich gemeinsam mit der Zulieferindustrie 2010 mit Überkapazitäten konfrontiert. Das führt zum einen zu massiven Entlassungen im Produktionsbereich, zum anderen werden immer mehr Aufträge projektbezogen an externe Fachkräfte vergeben.

Was die Autoindustrie von der IT-Branche lernen kann

Neben Kosteneinsparungen und flexibleren Einsatzmöglichkeiten spielt für die Auftraggeber aus der Industrie vor allem das hohe Innovationspotenzial der externen Experten eine maßgebliche Rolle. Das erzielen die Freelancer oftmals durch die Partizipation an offenen, kollektiven Wissens- und Produktionsnetzwerken. In der IT-Industrie ist diese vernetzte Arbeitsweise längst zentraler Innovationstreiber der Branche geworden. Freie Entwickler sind aus dem IT-Bereich heute nicht mehr wegzudenken und Auftraggeber und Freelancer verhandeln direkt und auf gleicher Augenhöhe miteinander.

Hier sieht der Automotive-Fachmann Dr. Schlösser großen Nachholbedarf in der Automobil-Branche. Ein Hindernis bei der Vergabe von Entwicklungsaufträgen an Freelancer in der Automobilindustrie liegt vor allem in der fehlenden Markttransparenz und den hohen Vermittlungsgebühren von Entwicklungsdienstleistern begründet.

„Eine wichtige Zielsetzung von projektwerk ist es, einen direkten Kontakt zwischen Auftraggebern und frei arbeitenden Ingenieuren und Betriebswirten zu ermöglichen. Ohne die Margen und den Einfluss von Intermediären, wie etwa Entwicklungsdienstleistern und Ingenieurbüros, können beide Seiten deutlich Kosten sparen. Da ein solcher Branchendienst bereits durch die professionelle Projektbörse projektwerk seit zehn Jahren erfolgreich für den IT-Markt etabliert wurde, haben wir in den letzen Monaten zusammen mit deren Hamburger Betreiber-Firma ein entsprechendes ‚projektwerk’ speziell für die Automobilindustrie entwickelt.“

projektwerk-Geschäftsführerin Dr. Christiane Strasse kommentiert die Zusammenarbeit: „Wir verstehen die Umstrukturierungen des Automotive-Marktes, die in anderen Branchen wie der IT-Industrie schon längst statt gefunden haben, als Chance, Arbeitsmodelle flexibler zu gestalten und das vorhandene Innovationspotential optimal zu vernetzen.“

So funktioniert projektwerk

Nach der einfachen Registrierung bei projektwerk erstellen Freelancer sowie Auftraggeber ihr individuelles Profil. Unternehmen schreiben ihre Projekte aus bzw. finden Dienstleister passgenau für ein bestimmtes Projekt. Auf Basis der auf projektwerk.com/automotive eingegebenen Projekt- und Profildaten wählt eine neu entwickelte Matching-Technologie die passenden Projektanbieter beziehungsweise Freelancer aus. Diese automatisierte Funktion informiert sofort beide Seiten über die Matching-Ergebnisse und ermöglicht so eine schnelle und direkte Kontaktaufnahme.

Die kostenlose Basic-Mitgliedschaft beinhaltet die Möglichkeit, ein Profil oder Projekt einzustellen und sich einen generellen Marktüberblick zu verschaffen. Die Premium-Mitgliedschaft ermöglicht zusätzlich eine unbegrenzte Veröffentlichung von Projekten bzw. Bewerbungen auf diese.

Über projektwerk

projektwerk ist die einfachste Projektbörse im Web. Mit elfjähriger Expertise vernetzt projektwerk Freelancer und Unternehmen über die Plattform projektwerk.de zur schnellen und passgenauen Besetzung von Projekten. Unter www.projektwerk.de sowie den neuen Plattformen projektwerk.com/it, projektwerk.com/automotive und projektwerk.com/fashion bietet sie allen Teilnehmern des flexiblen Arbeitsmarktes eine Plattform für die schnelle und effiziente Rekrutierung von Spezialisten für Projekte sowie zur Vermarktung der eigenen Dienstleistung. Monatlich werden jeweils über 1.000 Projekte und Profile veröffentlicht.

Ansprechpartner
Knut Sonne
projektwerk
Marketing & Cooperations
Kleine Seilerstraße 1
20359 Hamburg
Tel: 040/ 432130- 40
knut.sonne@projektwerk.de
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3 Kommentare zu „Erste Online-Projektbörse für freiberufliche Experten in der Automobilentwicklung gestartet – Neue Beschäftigungsmodelle für Spitzenkräfte“

  1. Eine ‘interessante’ Person zu googlen, ist äußerst praktisch. Aber irgendwann reichts dann auch wieder; vor allem, wenn der (Ex-) Freund schön hinterherstalkt zwecks Kontrollzwang. .(So schlimm war es bei mir dann zwar doch nicht, aber ich zog auch rechtzeitig die Notbremse.) Was mir von den dreien zur Negativauswahl stehenden Möglichkeiten noch am Liebsten wäre… ich weiß es gar nicht.

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