Heinrich Alt

„Aufstocker“ sind meist ordentlich entlohnt

Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit
Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit

In den vergangenen Tagen ist vor dem Hintergrund der aktuellen Zuwanderungsdebatte aus Rumänien und Bulgarien eine Diskussion über aufstockende Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende (umgangssprachlich Hartz IV) aufgekommen. Dabei ist der Eindruck entstanden, es handelt sich bei den sogenannten Aufstockern immer um Beschäftigte mit einem geringen Stundenlohn. Dieser Rückschluss ist voreilig und unzulässig, da viele Lebensumstände und Rahmenbedingungen darüber entscheiden, ob Menschen ergänzende Leistungen erhalten oder nicht.

BA und AGJ begrüßen die 100. „Jugendberufsagentur“ – Koalitionsvertrag legt Grundstein für bundesweite Etablierung

Karin Böllert
Prof. Dr. Karin Böllert (Foto: WWU)

Arbeitsbündnisse „Jugend und Beruf“ fest im Koalitionsvertrag verankert // Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ und Bundesagentur für Arbeit (BA) werben für stärkere Zusammenarbeit in der Betreuung von Jugendlichen.

Nicht alle junge Menschen haben die gleichen Startbedingungen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Noch immer verlieren nicht wenige Jugendliche den Anschluss. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Sei es der fehlende Schulabschluss, Probleme im sozialen Umfeld, fehlende Orientierung, keine Motivation oder einfach nur der falsche Freundeskreis. Seit 2005 sind drei Träger für diese jungen Menschen zuständig.

Der Arbeitsmarkt im September: Herbstbelebung schwächer als in den Vorjahren

Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit
Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit

„Im Zuge der einsetzenden Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit von August auf September zurückgegangen. Insgesamt zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt in einer guten Grundverfassung, gleichzeitig werden aber strukturelle Probleme immer deutlicher.“, sagte Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit (BA), heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

  • Arbeitslosenzahl im September: -97.000 auf 2.849.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +61.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent

Drehtüreffekte vermeiden – Beschäftigung stabilisieren

  • Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit
    Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit

    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erweitert ihr Pilotprojekt zur nachhaltigen Stabilisierung von Beschäftigungsverhältnissen

  • Ergebnisse aus einem Konzepttest in Jobcentern zeigen, dass durch Nachbetreuung die Rückkehrquote in Arbeitslosigkeit reduziert werden kann

Nahezu die Hälfte der Beschäftigungsverhältnisse von ehemaligen Arbeitslosen aus der Grundsicherung („Hartz IV“) enden bereits innerhalb der ersten sechs Monate. Ein Grund dafür kann sein, dass der Arbeitsvertrag befristet war. Oft ergeben sich aber auch Probleme oder Hindernisse die gerade Menschen, die lange Zeit nicht mehr im Arbeitsalltag standen, verzweifeln lassen. Vielen fällt es schwer diese Probleme alleine zu lösen und es droht der Arbeitsplatzverlust.

Jobcenter mit neuem Hartz IV-Antrag

Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit
Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit

Nürnberg. Ab Anfang August 2013 arbeiten die Jobcenter mit einem neuen, vereinfachten Hartz IV-Antrag. Genutzt wird dieser in Jobcentern in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesagentur für Arbeit (BA) und den Landkreisen und kreisfreien Städten (gemeinsame Einrichtungen).

Für die BA ist es eine wichtige, aber auch schwierige Aufgabe, die Komplexität der Grundsicherung in eine bürgernahe, verständliche Sprache zu übersetzen. In den vergangenen drei Jahren wurden über 180 Dokumente, wie zum Beispiel Bewilligungsbescheide oder Anhörungs- und Mitwirkungsschreiben überarbeitet und in einfachere Verwaltungssprache gebracht. Die Einführung des neuen, überarbeiteten Hartz IV-Antrages rundet dieses Projekt ab, beendet es aber nicht.

Sanktionen in der Grundsicherung: Vorsicht bei der Interpretation der Zahlen

Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) veröffentlicht heute die aktuelle Statistik zu Sanktionen in der Grundsicherung für das Jahr 2012. BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt warnt jedoch vor einer vorschnellen Interpretation der Zahlen: „Die absolute Zahl mag hoch erscheinen, gemessen an der Gesamtzahl der Leistungsberechtigten haben die Jobcenter nur wenige Menschen sanktioniert.“

Im Dezember 2012 mussten die Jobcenter 86.100 und im gesamten Jahr 2012 1.024.600 Sanktionen gegenüber erwerbsfähigen Leistungsberechtigten neu aussprechen. Das sind 98.900 (11 Prozent) mehr als 2011. Der Anstieg erklärt sich allein durch mehr Sanktionen aufgrund von Meldeversäumnissen. Sie haben im Vergleich zum Vorjahr um 107.500 auf 705.000 zugenommen. Das entspricht einem Anteil an allen Sanktionen von rund 70 Prozent. 13 Prozent der Sanktionen wurden wegen Ablehnung einer Beschäftigung, Ausbildung oder Bildungsmaßnahme ausgesprochen.

BA erweitert „Joboffensive:“ – Mit mehr Vermittlern zu mehr Beschäftigung

Christiane Schönefeld

Erfolgreiches Projekt „Berliner Joboffensive“ wird auf Nordrhein-Westfalen ausgeweitet // Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), und Guntram Schneider, Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen, geben dafür heute den Startschuss

Auch bei leichter konjunktureller Abkühlung werden Fachkräfte weiter händeringend gesucht. Allein der deutsche Mittelstand rechnet in diesem Jahr mit 150.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Der Beschäftigungsstand ist seit der Wiedervereinigung auf historischem Rekordhoch, die Arbeitslosigkeit auf Rekordtief. Die Möglichkeiten für Hartz IV-Empfänger auf dem Arbeitsmarkt sind so gut wie nie – wenn sie richtig genutzt und aktiviert werden. Mit der Erweiterung der erfolgreichen „Berliner Joboffensive“ auf weitere Regionen in verschiedenen Bundesländern starten die Jobcenter eine Vermittlungsoffensive, beginnend in Nordrhein-Westfalen.

Hartz IV Bescheid wird kundenfreundlicher

Bundesagentur für Arbeit (BA) hat Arbeitslosengeld II-Bewilligungsbescheide überarbeitet

Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit

Seit 2008 befragt die BA regelmäßig Bezieher von Arbeitslosengeld II zu ihrer Zufriedenheit mit den Dienstleistungsangeboten. Unter anderem fragt sie immer wieder nach der Verständlichkeit des Bewilligungsbescheides. Für die BA ist es eine verantwortungsvolle, jedoch auch schwierige Aufgabe, die komplexe Rechtsmaterie bürgernah und verständlich zu übersetzen. Auch wenn zuletzt fast 90 Prozent der Befragten den Bescheid als verständlich empfanden, gab und gibt es auch kritische Stimmen, insbesondere zur Darstellung und Nachvollziehbarkeit der zustehenden Leistungshöhe.

Wir sind gut“ –

BA präsentiert Buch über ehemalige Hartz IV-Empfänger

Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat in diesem Jahr viel in ein positiveres Image von „Hartz IV“ investiert. Sie hat über Irrtümer und Vorurteile gesprochen, um zu demonstrieren, dass das Bild von Langzeitarbeitslosen und Jobcentern in der öffentlichen Wahrnehmung korrigiert werden muss. Das Jahr endet mit der Veröffentlichung eines Buches unter dem Titel „Wir sind gut“. Es erzählt Geschichten über Menschen, die sich nach langer Zeit der Arbeitslosigkeit wieder in das Arbeitsleben zurückgekämpft und immer an eine neue Chance geglaubt haben. Es erzählt auch von Kolleginnen und Kollegen in den Jobcentern, die sie in diesem Glauben bestärkt und unterstützt haben und von Unternehmerinnen und Unternehmern, die ihnen eben diese Chance gegeben haben.

Hartz-IV Flüsterer: Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt Muster für Arbeitslosengeld II-Bescheide mit Erklärungstexten zur Verfügung

Heinrich Alt, Bundesagentur für Arbeit

Bescheide von Behörden sind keine leichte Lektüre. Auch der Bewilligungsbescheid für Leistungen der Grundsicherung ist für Kunden nicht immer auf den ersten Blick zu verstehen. Ab sofort steht Hartz IV-Empfängern eine Erklärungshilfe im Internet zur Verfügung. An einem Musterbescheid und einem Musterberechnungsbogen wird Schritt für Schritt erklärt, was sich hinter der Verwaltungssprache verbirgt, Fachbegriffe werden einfach und nachvollziehbar erläutert. „Unverständlichkeit schafft Misstrauen. Unsere Kundinnen und Kunden haben einen Anspruch auf eine klare und verständliche Sprache. Daran arbeiten wir.“, so Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der BA.