IW

Mobiles Arbeiten: Führungskräfte sind gefragt

Arbeiten wird zeitlich und räumlich immer flexibler: Homeoffice und andere Formen helfen dabei, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass mobiles Arbeiten grundsätzlich gut ankommt. Voraussetzung dafür ist, dass Mitarbeiter und vor allem auch Führungskräfte für familienfreundliche Arbeitsbedingungen sorgen.

Führungskräfte sind gefragt
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Konjunkturumfrage: Deutsche Unternehmen sind pessimistisch

Handelskrieg und Protektionismus: Die globale Verunsicherung hat die Wachstumsperspektiven in Deutschland deutlich nach unten gedrückt. Die Unternehmen erwarten für das Jahr 2020 in allen Bereichen einen Rückgang. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
In der deutschen Wirtschaft macht sich Pessimismus breit: Erstmals seit der globalen Finanzmarktkrise im Jahr 2009 ist der Saldo aus positiven und negativen Exporterwartungen mit 13 Prozentpunkten im Minus. Im Westen des Landes erwarten nur noch 16 Prozent der Unternehmen einen Exportzuwachs; im Osten sieht es mit zehn Prozent noch schlechter aus. Das zeigt die jüngste IW-Befragung von 2.300 Unternehmen in der Bundesrepublik.

Zaghafte Zuversicht – IW-Verbandsumfrage für 2020

Michael Grömling

Die Lage in der deutschen Industrie ist so schlecht wie lange nicht. In Teilen der Industrie haben sich die Perspektiven für das Jahr 2020 jedoch nicht weiter verdüstert, sondern sogar etwas aufgehellt. Dies spricht gegen das Abrutschen in eine gesamtwirtschaftliche Rezession. Die Investitions- und Beschäftigungsperspektiven bleiben aber deutlich verhalten und signalisieren allenfalls eine Stabilisierung auf dem Vorjahresniveau.

Schlechte Lage zum Jahreswechsel

Die deutsche Volkswirtschaft tritt seit dem Frühjahr 2019 auf der Stelle. Bislang konnten die boomende Bauwirtschaft und der in Teilen expansive Dienstleistungssektor einen ernsthaften gesamtwirtschaftlichen Rückgang verhindern. Die Industrie befindet sich dagegen seit Mitte des letzten Jahres in einer breit angelegten Rezession. Auch die unternehmensnahen Dienstleister erlitten im zweiten und dritten Quartal 2019 Geschäftseinbußen.

Digitaler Feinschliff für Ausbilder in deutschen Unternehmen

In Deutschland sehen 44 Prozent der ausbildenden Unternehmen in der Qualifizierung ihrer Ausbilder Handlungsbedarf. So fehlt es dem Berufsbildungspersonal häufig an Kenntnissen im Bereich digitaler Fachkompetenzen und Lehrmethoden. Dies zeigt eine Umfrage des Projekts „Netzwerk Q 4.0“ am Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Zwei Drittel der Unternehmen haben zudem Schwierigkeiten, passende Weiterbildungsangebote zu finden. Hier setzt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt an und wird künftig entsprechendes Qualifizierungsmaterial zur Verfügung stellen.

Fachkräftemangel: Wo Fachkräfte für einen neuen Job hinziehen

Im vergangenen Jahr haben über 200.000 Arbeitslose ihren Wohnort verlassen, um in einer anderen Region zu arbeiten. Vor allem im Landkreis München und der Landeshauptstadt Mainz finden arbeitslose Fachkräfte nach einem Umzug neue Jobs. Andere Regionen hingegen, wie die Stadt Gera oder der Landkreis Kusel, scheinen kaum Arbeitskräfte von außerhalb anzuziehen. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Wo Fachkräfte für einen neuen Job hinziehen

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Jugendarbeitslosigkeit: Auf dem Weg der Besserung

Holger Schäfer

Durch die Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 stieg die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen in Europa deutlich an. Doch seit einigen Jahren verbessert sich die Situation merklich, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).Vor sechs Jahren lag die Arbeitslosenquote der 15- bis 29-Jährigen in Griechenland und Spanien bei über 40 Prozent – oftmals wurde die Jugend in den beiden Ländern als verlorene Generation bezeichnet. Doch die hohe Quote lässt sich zu einem großen Teil statistisch erklären, denn sie erfasst nur die Jugendlichen, die auch wirklich arbeiten gehen oder einen Job suchen – also am Arbeitsmarkt tätig sind. Studenten und Schüler werden gar nicht erst erfasst. Deshalb wird seit einigen Jahren die sogenannte NEET-Quote genutzt, um die Arbeitslosigkeit besser zu erfassen. Sie gibt den Anteil jener Jugendlichen an, die nicht arbeiten und auch keine Universität oder Schule besuchen.

Arbeit muss sich lohnen

Dr. Tobias Hentze

Die letzte große Steuerreform ist knapp 20 Jahre her, damals entlasteten SPD und Grüne die Bürger. Seitdem hat sich nicht viel getan: Inflation und Lohnwachstum haben dazu geführt, dass heute auch kleine Einkommen schon stark belastet werden. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat in einer aktuellen Studie untersucht, wen die Grenzabgabenbelastung besonders hart trifft.

Digitalisierung als Treiber und Innovator betrieblicher Weiterbildung

Der. Susanne Seyda

Ein Artikel von Sussanne Seyda, David B. Meinhard und Beate Placke (IW Köln)

Mit zunehmender Nutzung digitaler Technologien im Unternehmen werden zudem häufiger IT-Kompetenzen vermittelt. Gleichzeitig bleiben nichtdigitale Kompetenzbereiche wie das berufliche Fachwissen sowie soziale und kommunikative Kompetenzen relevant. Die Digitalisierung stellt nicht nur neue Anforderungen an Weiterbildungsinhalte. Sie bietet auch neue Lernmöglichkeiten, die 84 Prozent der weiterbildungsaktiven Unternehmen bereits realisieren.

Frauen in Führungspositionen: Mut zur Bewerbung gefragt

Dr. Oliver Stettes

Seit Jahren wird über die relativ geringe Zahl weiblicher Führungskräfte diskutiert. Zu Recht: Eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass Frauen zwar fast 45 Prozent aller Beschäftigten stellen, aber nur 29 Prozent der Führungskräfte. Die Studie macht allerdings auch deutlich, dass dies vor allem am niedrigen Anteil weiblicher Bewerber liegt.

Keine Angst vor Robotern – Beschäftigungseffekte der Digitalisierung

Dr. Oliver Stettes

Von Dr. Oliver Stettes, Leiter des Komnpetenzfelds Arbeitsmarkt und Arbeitswelt, Institut der deutschen Wirtschaft

Weniger Arbeitsplätze durch die fortschreitende Digitalisierung in Unternehmen – davon ist in Deutschland bislang nichts zu spüren. In einer aktuellen Studie widerlegt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die oft zitierte These, dass es durch den digitalen Wandel flächendeckend zu einem Abbau von Arbeitsplätzen kommt.