Diplom ade? Befragung regionaler Unternehmen zu Studienabschlüssen

Steffen Schoch
Steffen Schoch

Heilbronn. Die Unternehmen in der Region Heilbronn Franken arrangieren sich mit den Bachelor- und Master-Studiengängen. Sie kritisieren jedoch eine fehlende Internationalisierung und eine nach wie vor mangelnde Synchronisierung der Ausbildung mit den Anforderungen in der Wirtschaft. Dies geht aus der aktuellen Befragung der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) unter rund 200 Unternehmen in der Region hervor.

Die Befragung bestätigt: Die Forderung nach den neuen Studienabschlüssen kam aus der Industrie. In vielen Unternehmen wird das Diplom heute mit dem Bachelor-Abschluss gleichgesetzt. Aus Sicht der Unternehmen müssen die Hochschulen jedoch noch einmal nacharbeiten. „Die Unternehmen kritisieren vor allem eine fehlende Internationalisierung“, sagt WHF-Geschäftsführer Steffen Schoch. Diese wird beim Diplom durch das zweite Praxissemester gewährleistet. Dieses fällt nun im Bachelor-Studium weg. „Das kann durch einen Masterabschluss zwar ausgeglichen werden – der Zeitvorteil ist dann aber wieder weg“, erklärt Schoch. Korrekturen sind aus der Sicht der Unternehmen auch bei der im europäischen Vergleich hohen Abbrecherquote notwendig. Auch wünschen sich die Unternehmen, dass die Studenten besser betreut werden und die Hochschulen enger mit der Wirtschaft kooperieren. „Die Forderungen der Wirtschaft sollten mit der Ausbildung an den Hochschulen besser synchronisiert werden“, sagt Schoch.

Fachkräftemangel kaum gelindert

Nach der Befragung haben die neuen Abschlüsse den Fachkräftemangel kaum gelindert. Die Bewerbersituation hat sich danach weder qualitativ noch quantitativ verbessert. Wichtig für die Unternehmen ist vor allem die Transferleistung, die ein Absolvent mitbringt. Wie er das Erlernte in der Praxis umsetzen kann und dann mit den jeweiligen Strukturen im Unternehmen zurecht kommt.

Harter Wettbewerb um Bachelor- und Master-Abschlüsse

Regiojobs24.de Fachkräfte für Region Heilbronn-FrankenUm das Angebot von Bachelor- und Master-Abschlüssen ist ein harter Wettbewerb entstanden. „Die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken leistet hier einen entscheidenden Beitrag“, sagt Steffen Schoch. So macht die WHF über das  Internet-Portal regiojobs24.de den Praktikanten- und Diplomandenarbeitsmarkt in der Region transparent. Mit monatlich über 150.000 Jobaufrufen ist dieses Angebot führend in Europa.

Durch Kontakte zu Hochschulen in ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden macht die WHF auf die Angebote in der Region national und international aufmerksam. Die Gesellschaft vermittelt den Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken Kontakte zu über 30 Hochschulen im In- und Ausland, um ihren künftigen Fachkräftebedarf zu decken. Gleichzeitig macht die WHF Abiturienten in der Region auf Studienangebote außerhalb der Region aufmerksam, deren Abschlüsse auf Jobs in der Region zugeschnitten sind und deren Professoren bereits eine Affinität zur Region haben. „Diese Kontakte haben wir durch Exkursionen, Präsentationen und persönliche Gespräche aufgebaut“, so Schoch.

Nachwuchskräfte für die Region begeistern

Der Fachkräftemangel wird sich aufgrund der demografischen Entwicklung in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Schon heute hat nach einer aktuellen Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages jedes zweite Unternehmen Probleme mit der Besetzung von offenen Stellen, insbesondere bei Hochqualifizierten. Ziel der WHF ist es, national und international bei Nachwuchs- und Führungskräften für die Region der Weltmarktführer zu werben.

Kontakt

Steffen Schoch

Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH

Weipertstraße 8-10

D-74076 Heilbronn (Baden-Württemberg)

Telefon  +49 (0) 7131-7669-860

Telefax  +49 (0) 7131-7669-869

Mobil     +49 (0) 172 – 3916784

E-Mail     s.schoch@heilbronn-franken.com

Weitere Informationen bei Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH, Weipertstr. 8-10, 74076 Heilbronn, Telefon: 07131-7669-860, Fax: 07131-7669-869, info@heilbronn-franken.com, www.heilbronn-franken.com

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