Mindestlohn

Nur 15 % der Studierenden würden für weniger als 9 €/h arbeiten

Nach einer von JOBSUMA durchgeführten Umfrage findet ein Drittel der Teilnehmer einen Stundenlohn von 10 Euro angemessen. Auf die Frage, für welchen Stundenlohn sie als Werkstudent oder Aushilfe arbeiten würden, hat ein weiteres Drittel geantwortet, mit einem Lohn von 9 Euro und weniger zufrieden zu sein. Das letzte Drittel würde 10 Euro und mehr verlangen und immerhin etwa 9 % der Befragten hätten gerne einen Stundenlohn von über 15 Euro.

Deutschlandweite größte Praktikanten-Studie: Trotz regelmäßiger Überstunden und Gehaltsunterschiede sind Praktikanten zufrieden.

Praktikum beliebt wie nie

Deutsche Praktikanten sind zufriedener denn je mit ihren Jobs. Das ist das Ergebnis des „CLEVIS Praktikantenspiegel 2017“, der mit 5.500 Teilnehmern deutschlandweit größten Praktikanten-Studie auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Demnach sind 88 Prozent der befragten Praktikanten zufrieden mit ihrem Arbeitsverhältnis. Zwar absolvieren 41 Prozent von ihnen regelmäßig Überstunden, vergeben der „Work-Life-Balance“ im Rahmen ihrer Tätigkeit aber trotzdem die Schulnote 2. Unterschiede tun sich indes bei der Bezahlung von Praktikanten und Praktikantinnen auf. Ähnlich wie in vielen anderen Beschäftigungsverhältnissen erfolgt bereits zu Beginn des Berufslebens eine unterschiedlich hohe Bezahlung zwischen den Geschlechtern. Initiator der Studie ist CLEVIS Consult. Kooperationspartner sind das Karriere-Netzwerk ABSOLVENTA sowie auf wissenschaftlicher Basis der Lehrstuhl für Marketing an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg.

Tag der Praktikanten – Vorstellung des „Praktikantenspiegel 2017“ in Berlin

Exklusive Vorstellung der deutschlandweit größten Praktikanten-Studie am 2. Februar zum „Tag der Praktikanten“

Das Praktikum ist nach wie vor eines der interessantesten Modelle auf dem deutschen Arbeitsmarkt. In den letzten Jahren hat sich die „Generation Praktikum“ extrem gewandelt. Der „Tag der Praktikanten“ in Berlin thematisiert, wie diese Veränderung aussieht. Im Mittelpunkt des Tages steht die Vorstellung des „CLEVIS Praktikantenspiegel 2017“, der mit mehr als 5.500 Teilnehmern deutschlandweit größten Praktikanten-Studie, die von CLEVIS in Kooperation mit ABSOLVENTA sowie in Zusammenarbeit mit der Universität Magdeburg erstellt wird.

Ein Jahr Mindestlohn: Langzeitfolgen bleiben ungewiss

Dr. Hagen Lesch
Dr. Hagen Lesch

Durch den Mindestlohn sind die Löhne von an- und ungelernten Arbeitnehmern deutlich angestiegen. Zugleich haben sich vor allem in Ostdeutschland einige Dienstleistungen spürbar verteuert, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Dank der guten Wirtschaftslage hat das bislang kaum Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt – das kann sich aber jederzeit ändern.

Mindestlohn verkürzt Praktika

Kristina Bierer
Kristina Bierer

CLEVIS Praktikantenspiegel in Berlin am „Tag der Praktikanten“ vorgestellt: Erste Studie, die eine Bilanz nach einem Jahr Mindestlohn zieht

Ein Jahr nach Einführung des Mindestlohns auch für Praktikanten zeigt sich: Das Praktikum hat sich durch die Gesetzesnovelle verändert. Das jedenfalls belegt der heute in Berlin anlässlich des „Tag der Praktikanten“ vorgestellte CLEVIS Praktikantenspiegel. Dieser ist mit mehr als 6.200 Teilnehmern Deutschlands größte Praktikantenstudie. Das Ergebnis: Praktikanten verdienen tatsächlich mehr als vor einem Jahr. Ihr Durchschnittsgehalt stieg um 10,6 Prozent von 859,27 Euro auf 950,43 Euro brutto im Monat. Mindestlohn relevante Praktika werden im Schnitt gar mit 1.240,18 Euro entlohnt.

Mittelstand: Mindestlohn mutiert zum Bürokratiemonster

Wilfried Hollmann
Wilfried Hollmann

Mittelständler mussten auf die Einführung des Mindestlohns mit Kosteneinsparungen, reduziertem Personaleinsatz und Preiserhöhungen reagieren. Bei jeder dritten Mittelstandskooperation hat die zum Jahreswechsel eingeführte gesetzliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro zu zusätzlichen Kosten für Bürokratie, insbesondere in den Bereichen Zeiterfassung, Dokumentation, Überprüfung und Auswertung, geführt. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage von DER MITTELSTANDSVERBUND – ZGV und dem Wirtschaftsmagazin Der Handel (dfv Mediengruppe).

Grundlagen des Arbeitsrechts im Kompaktseminar

Uwe Claus, RA
Uwe Claus, RA

YOURCAREERGROUP GmbH, der Hotelverband Deutschland und das Anwaltsbüro Claus veranstalten ein Kompaktseminar zum Thema „Grundlagen des Arbeitsrechts“

Im September veranstaltet die YOURCAREERGROUP GmbH in Zusammenarbeit mit dem Hotelverband Deutschland (IHA) e.V. und dem Anwaltsbüro Claus ein kompaktes Seminar, welches die Grundlagen des Arbeitsrechts vermittelt. Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter mit Personalverantwortung und Führungskräfte, aber auch an „Einsteiger“ im Bereich Human Resources und erfahrene Personaler, die ihr arbeitsrechtliches Fachwissen auffrischen möchten.

Mindestlohn: Deutlich weniger Unternehmen suchen Praktikanten

Stellenmarkt-Analyse von AnzeigenDaten.de

Nach der Einführung des Mindestlohns im Januar ist die Zahl der Unternehmen, die Stellenangebote für Praktika ausgeschrieben haben, deutlich gesunken. Hatten im Januar 2014 noch  3.100 Unternehmen entsprechende Stellen in Jobbörsen oder Printmedien veröffentlicht, so waren es im Januar diesen Jahres nur noch etwas mehr als 2.400 Firmen. Auch im weiteren Jahresverlauf haben wesentlich weniger Unternehmen Praktika ausgeschrieben als im Vorjahr. Dies ist umso auffälliger, da sich der Stellenmarkt insgesamt positiv entwickelt hat: Von Januar bis einschließlich April haben 2015 über alle Hierarchie-Stufen hinweg ca.104.000 Unternehmen Stellenanzeigen geschaltet.

Zwölf Prozent der Betriebe sind vom Mindestlohn betroffen

Prof. Dr. Lutz Bellmann
Prof. Dr. Lutz Bellmann

In zwölf Prozent der Betriebe mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeitete im Jahr 2014 mindestens ein Mitarbeiter, der weniger als 8,50 Euro in der Stunde verdiente. Dies zeigen Analysen auf Grundlage des IAB-Betriebspanels, einer jährlichen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

 

Reform ohne Gewinner

Dr. Dieter Traub
Dr. Dieter Traub

Auch Zeitarbeitnehmer fürchten negative Effekte der Überlassungshöchstdauer

Augsburg – Im Eiltempo treibt die Große Koalition ihre arbeitsmarktpolitische Agenda voran. Nach den Gesetzen zu Mindestlohn und Rente mit 63 plant die Regierung zwei Reformen in der Zeitarbeit: Equal Pay soll per Gesetz verfügt und der Einsatz der Zeitarbeitnehmer auf 18 Monate beschränkt werden. Wirtschaftsverbände und Wissenschaft warnen bereits seit Monaten eindringlich davor, dass die Reformpläne die Konjunktur empfindlich treffen könnten. Nun äußern sich auch die Arbeitnehmer kritisch: Laut einer Befragung der Orizon GmbH erwarten die meisten Zeitarbeitnehmer für sich persönlich negative Konsequenzen, sollte die Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten eingeführt werden.