Mindestlohn

Mindestlohn ließ Beschäftigte in produktivere Betriebe wechseln

Bei der Einführung des Mindestlohns im Jahr 2015 wechselte ein Teil der vom Mindestlohn betroffenen Beschäftigten in produktivere Betriebe. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des University College London (UCL) hervor. Die Studie zeigt, welche Mechanismen dazu beitrugen, dass die Löhne der zum Mindestlohn Beschäftigten deutlich stiegen, ohne dass die Beschäftigung zurückging.

Christian Dustmann (UCL), Attila Lindner (UCL), Uta Schönberg (UCL), Matthias Umkehrer (IAB) und Philipp vom Berge (IAB) analysieren in der Studie erstmals die Auswirkungen der Einführung des Mindestlohns auf die Verteilung von Arbeitnehmern auf die Betriebe.

Wo der deutsche Mindestlohn im EU-Vergleich liegt

Erhöht sich der Mindestlohn, müssen viele Arbeitgeber neu kalkulieren.

Bedienung in einer Bar in Oberhausen

 (Foto: picture alliance / Caroline Seid)

 

Luxemburg zahlt am meisten, Bulgarien am wenigsten – und Spanien erhöht den Mindestlohn am stärksten, zeigt eine neue Auswertung für Europa.

Von Jacqueline Hadasch

Die Mindestlöhne in Europa sind 2019 um 4,4 Prozent gestiegen, wenn man die Inflation einrechnet. Am stärksten haben mittel- und osteuropäische Länder den Mindestlohn erhöht. Polen hat den Wert um 15,6 Prozent angehoben, Spanien um 22 Prozent. Das zeigt der Mindestlohnbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen (WSI) Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Ausgewertet wurden dafür die Mindestlöhne der EU-Staaten, die Anfang 2020 einen gesetzlichen Minimalverdienst festgelegt hatten; Großbritannien ist also auch noch berücksichtigt. In 22 von 29 Ländern gibt es einen Mindestlohn.

Der deutsche Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde belegt im EU-Vergleich zusammen mit den Briten den sechsten Platz. Den höchsten Mindestlohn gibt es in Luxemburg, er liegt dort bei 12,38 Euro. Auch Frankreich, die Niederlande, Irland und Belgien haben eine höhere Lohnuntergrenze als Deutschland.

Weiterlesen: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/mindestlohn-deutschland-1.4796073

Arbeit muss sich lohnen

Dr. Tobias Hentze

Die letzte große Steuerreform ist knapp 20 Jahre her, damals entlasteten SPD und Grüne die Bürger. Seitdem hat sich nicht viel getan: Inflation und Lohnwachstum haben dazu geführt, dass heute auch kleine Einkommen schon stark belastet werden. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat in einer aktuellen Studie untersucht, wen die Grenzabgabenbelastung besonders hart trifft.

Nur 15 % der Studierenden würden für weniger als 9 €/h arbeiten

Nach einer von JOBSUMA durchgeführten Umfrage findet ein Drittel der Teilnehmer einen Stundenlohn von 10 Euro angemessen. Auf die Frage, für welchen Stundenlohn sie als Werkstudent oder Aushilfe arbeiten würden, hat ein weiteres Drittel geantwortet, mit einem Lohn von 9 Euro und weniger zufrieden zu sein. Das letzte Drittel würde 10 Euro und mehr verlangen und immerhin etwa 9 % der Befragten hätten gerne einen Stundenlohn von über 15 Euro.

Deutschlandweite größte Praktikanten-Studie: Trotz regelmäßiger Überstunden und Gehaltsunterschiede sind Praktikanten zufrieden.

Praktikum beliebt wie nie

Deutsche Praktikanten sind zufriedener denn je mit ihren Jobs. Das ist das Ergebnis des „CLEVIS Praktikantenspiegel 2017“, der mit 5.500 Teilnehmern deutschlandweit größten Praktikanten-Studie auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Demnach sind 88 Prozent der befragten Praktikanten zufrieden mit ihrem Arbeitsverhältnis. Zwar absolvieren 41 Prozent von ihnen regelmäßig Überstunden, vergeben der „Work-Life-Balance“ im Rahmen ihrer Tätigkeit aber trotzdem die Schulnote 2. Unterschiede tun sich indes bei der Bezahlung von Praktikanten und Praktikantinnen auf. Ähnlich wie in vielen anderen Beschäftigungsverhältnissen erfolgt bereits zu Beginn des Berufslebens eine unterschiedlich hohe Bezahlung zwischen den Geschlechtern. Initiator der Studie ist CLEVIS Consult. Kooperationspartner sind das Karriere-Netzwerk ABSOLVENTA sowie auf wissenschaftlicher Basis der Lehrstuhl für Marketing an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg.

Tag der Praktikanten – Vorstellung des „Praktikantenspiegel 2017“ in Berlin

Exklusive Vorstellung der deutschlandweit größten Praktikanten-Studie am 2. Februar zum „Tag der Praktikanten“

Das Praktikum ist nach wie vor eines der interessantesten Modelle auf dem deutschen Arbeitsmarkt. In den letzten Jahren hat sich die „Generation Praktikum“ extrem gewandelt. Der „Tag der Praktikanten“ in Berlin thematisiert, wie diese Veränderung aussieht. Im Mittelpunkt des Tages steht die Vorstellung des „CLEVIS Praktikantenspiegel 2017“, der mit mehr als 5.500 Teilnehmern deutschlandweit größten Praktikanten-Studie, die von CLEVIS in Kooperation mit ABSOLVENTA sowie in Zusammenarbeit mit der Universität Magdeburg erstellt wird.

Ein Jahr Mindestlohn: Langzeitfolgen bleiben ungewiss

Dr. Hagen Lesch
Dr. Hagen Lesch

Durch den Mindestlohn sind die Löhne von an- und ungelernten Arbeitnehmern deutlich angestiegen. Zugleich haben sich vor allem in Ostdeutschland einige Dienstleistungen spürbar verteuert, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Dank der guten Wirtschaftslage hat das bislang kaum Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt – das kann sich aber jederzeit ändern.

Mindestlohn verkürzt Praktika

Kristina Bierer
Kristina Bierer

CLEVIS Praktikantenspiegel in Berlin am „Tag der Praktikanten“ vorgestellt: Erste Studie, die eine Bilanz nach einem Jahr Mindestlohn zieht

Ein Jahr nach Einführung des Mindestlohns auch für Praktikanten zeigt sich: Das Praktikum hat sich durch die Gesetzesnovelle verändert. Das jedenfalls belegt der heute in Berlin anlässlich des „Tag der Praktikanten“ vorgestellte CLEVIS Praktikantenspiegel. Dieser ist mit mehr als 6.200 Teilnehmern Deutschlands größte Praktikantenstudie. Das Ergebnis: Praktikanten verdienen tatsächlich mehr als vor einem Jahr. Ihr Durchschnittsgehalt stieg um 10,6 Prozent von 859,27 Euro auf 950,43 Euro brutto im Monat. Mindestlohn relevante Praktika werden im Schnitt gar mit 1.240,18 Euro entlohnt.

Mittelstand: Mindestlohn mutiert zum Bürokratiemonster

Wilfried Hollmann
Wilfried Hollmann

Mittelständler mussten auf die Einführung des Mindestlohns mit Kosteneinsparungen, reduziertem Personaleinsatz und Preiserhöhungen reagieren. Bei jeder dritten Mittelstandskooperation hat die zum Jahreswechsel eingeführte gesetzliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro zu zusätzlichen Kosten für Bürokratie, insbesondere in den Bereichen Zeiterfassung, Dokumentation, Überprüfung und Auswertung, geführt. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage von DER MITTELSTANDSVERBUND – ZGV und dem Wirtschaftsmagazin Der Handel (dfv Mediengruppe).

Grundlagen des Arbeitsrechts im Kompaktseminar

Uwe Claus, RA
Uwe Claus, RA

YOURCAREERGROUP GmbH, der Hotelverband Deutschland und das Anwaltsbüro Claus veranstalten ein Kompaktseminar zum Thema „Grundlagen des Arbeitsrechts“

Im September veranstaltet die YOURCAREERGROUP GmbH in Zusammenarbeit mit dem Hotelverband Deutschland (IHA) e.V. und dem Anwaltsbüro Claus ein kompaktes Seminar, welches die Grundlagen des Arbeitsrechts vermittelt. Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter mit Personalverantwortung und Führungskräfte, aber auch an „Einsteiger“ im Bereich Human Resources und erfahrene Personaler, die ihr arbeitsrechtliches Fachwissen auffrischen möchten.