Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke: Zumeist keine Regeln für Personaler

  • Nur in jedem neunten Unternehmen ist Personalern die Nutzung von Social Media ausdrücklich gestattet – die meisten schauen aber trotzdem rein
  • Mehrheit informiert sich auf Bewerber-Profilen vor der Einladung zum Gespräch
  • Keinen Auftritt in den sozialen Netzwerken zu haben, kann das Job-Angebot kosten

Darf der Personalchef nach der Durchsicht von Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen noch einen kurzen Blick auf die Social-Media-Profile des Bewerbers werfen? In den meisten Unternehmen gibt es dazu keine klaren Regeln. So geben lediglich 11 Prozent der Personalverantwortlichen an, dass es bei ihnen ausdrücklich gestattet ist, dass sie die Profile einsehen dürfen. Weitere 4 Prozent der Unternehmen haben ebenfalls klare Regeln, gehen dabei aber in die umgekehrte Richtung und verbieten der Personalabteilung den zusätzlichen Blick in soziale Netzwerke. Die große Mehrheit (81 Prozent) gibt an, dass es dazu keine Vorgaben gibt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 304 Personalverantwortlichen in Unternehmen ab 50 Mitarbeitern. „Ein aktuelles und gut gepflegtes Profil in sozialen Netzwerken kann die Chancen auf eine Einladung zum persönlichen Gespräch erhöhen. Wichtig ist, dass das Profil mit den eingereichten Bewerbungsunterlagen übereinstimmt, sie sinnvoll ergänzt und zusätzliche Informationen bietet“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Dr. Bernhard Rohleder

Europäer nutzen verstärkt Online-Jobbörsen zur Findung neuer Arbeitsplätze

Christian Erhart

Vorbei die Zeiten, in denen der hoffnungsvolle Jobkandidat -zig Zeitungsannoncen am Tag durchlesen muss.  Da das Internet für viele zur zweiten Heimat geworden ist, findet auch die Jobsuche vermehrt online statt. Was viele gefühlt zu wissen glauben, bestätigen die Ergebnisse der aktuellen Jobswype Umfrage vom September 2018. Teilnehmer aus ganz Europa gaben Auskunft darüber, wo sie nach neuen Jobs suchen. 33 Prozent der Österreicher tun dies online auf verschiedenen Jobbörsen, womit sie im europäischen Trend liegen. Deutlich darüber liegen Slowaken und Polen, mit 38 bzw. 40 Prozent, deutlich darunter Engländer und Ungarn mit 12 bzw. 10 Prozent.

Zwei Drittel der Internetnutzer verzichten auf bestimmte Online-Aktivitäten

  • Achim Berg, BITKOM

    Aus Sicherheitsgründen versendet jeder Zweite keine vertraulichen Informationen per Mail

  • Jeder Vierte nutzt keine Sozialen Netzwerke, Cloud-Angebote oder Online-Banking
  • Größte Sorgen sind Infektion mit Schadprogrammen und illegale Nutzung privater Daten

Angst vor Hackern im E-Mail-Konto, Datendiebstahl in der Cloud oder Betrug beim Online-Banking: Zwei von drei Internetnutzern (67 Prozent) geben an, dass sie aus Sicherheitsgründen bewusst auf bestimmte Online-Aktivitäten verzichten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.017 Internetnutzern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Verglichen mit dem Vorjahr ist der Anteil allerdings zurückgegangen, damals hatten die Frage noch rund drei Viertel (74 Prozent) bejaht.

Monster stellt Premium Job Ad vor

  • Marc Irmisch-Petit
    Marc Irmisch-Petit

    Neues Produkt vereint Mobile und Social Recruiting, um aktive und passive Kandidaten zu erreichen

  • Automatische Aussteuerung erleichtert Personalverantwortlichen die Planung
  • Spezieller Report macht Aktivitäten rund um die Stellenanzeige messbar

„Eine Stellenanzeige, die sowohl auf dem Rechner, dem Mobiltelefon und in sozialen Netzwerken funktioniert …das haben sich unsere Kunden gewünscht“, sagt Marc Irmisch-Petit, VP General Manager beim Online-Karriereportal Monster anlässlich des Launches der neuen Premium Job Ad auf der Zukunft Personal 2017. Die Kandidaten:

  • sind mobil unterwegs (die Zahl der mobilen Jobsuchen wird Ende des Jahres die der regulären Jobsuchen übersteigen*),
  • nutzen insbesondere Social Media (30 Prozent der im Internet verbrachten Zeit findet in sozialen Netzwerken statt**),
  • lassen sich lieber von Unternehmen ansprechen, als selbst zu suchen (51,4 Prozent laut Recruiting Trends Studie 2017***)
  • und müssen daher über neue Wege auf interessante Karriereoptionen hingewiesen werden.

Best Practice: Wie Social Media Recruiting einfach Lust auf bewerben macht. Spritzig, humorvoll & smart.

Bianca Traber
Bianca Traber

Ein Beitrag von Bianca Traber, Mehrwertfabrik

Es gibt viele gute Gründe, um in sozialen Netzwerken präsent zu sein:

Zum Beispiel:

  • die Unternehmensbekanntheit steigern,
  • eine Arbeitgebermarke aufbauen und stärken,
  • Bewerbungen auf offene Stellen generieren oder
  • die Mitarbeitermotivation- und Bindung erhöhen.

So unterschiedlich die jeweiligen Ziele, so unterschiedlich ist auch der Transfer der Maßnahmen in die Praxis.

Soziale Netzwerke überholen Zeitungen als Nachrichtenquellen

Holger Schmidt
Holger Schmidt

Von Dr. Holger Schmidt, Netzökonom

Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter sind als regelmäßig genutzte Nachrichtenquellen der deutschen Internetnutzer in diesem Jahr an die dritte Stelle geklettert und haben erstmals die gedruckten Zeitungen überholt. Spannend ist vor allem die Dynamik: Innerhalb eines Jahres haben die Netzwerke 6 Prozentpunkte auf 31 Prozent zugelegt, während die Zeitungen 9 Punkte verloren haben und inzwischen nur noch von 29 Prozent der etwa 50 Millionen erwachsenen Onliner in Deutschland als Nachrichtenquelle genutzt wird. Zu diesem Ergebnis kommt der Reuters Digital News Report, für den in Deutschland etwa 2000 Internet-Nutzer über 18 Jahre repräsentativ befragt wurden und dessen deutsche Ergebnisse das Hans-Bredow-Institut aufbereitet (PDF).

Marketing findet überwiegend online und auf Messen statt

  • Dr. Joachim Bühler
    Dr. Joachim Bühler

    Unternehmen wollen vor allem Ausgaben für Online-Maßnahmen steigern

  • Suchmaschinenoptimierung und Mobile Marketing liegen im Trend

Das neue Smartphone-Modell wird im Sozialen Netzwerk angepriesen, die neue Software-Lösung auf dem Messestand präsentiert: IT- und Telekommunikationsunternehmen setzen vor allem auf Online-Maßnahmen sowie auf Messen und Events, um ihre Produkte an den Kunden zu bringen. Mehr als zwei Drittel des gesamten Marketingbudgets (70 Prozent) werden in diese Bereiche investiert.

Jobbörsen und Social Media Recruiting: Ungeliebte Koexistenz?

Eva Zils
Eva Zils

Perfektes Timing: Jobbörsen-Beraterin Eva Zils auf Crosswater

Das Timing hätte nicht besser sein können: Jobbörsen-Beraterin Eva Zils setzt sich in einem Beitrag im Praxishandbuch Social Media Recruiting mit der Koexistenz dieser beiden wichtigen Recruiting-Kanäle auseinander, just an dem Tag, an welchem das Crosswater-Portal sein 15jähriges Betriebsjubiläum feiert. Am 1. Februar 2000 ging Crosswater live – in den dynamischen Zeiten des World Wide Webs eine kleine Ewigkeit.

Arbeitnehmer wollen mit ihrem Chef nicht befreundet sein

  • Tobias Arns, BITKOM
    Tobias Arns, BITKOM

    57 Prozent würden Kontaktanfragen in Sozialen Netzwerken ablehnen

  • Nur 5 Prozent sind mit Vorgesetzten online vernetzt

Berlin. Die Mehrheit der Berufstätigen will mit dem eigenen Chef nicht in einem Sozialen Netzwerk befreundet sein. 37 Prozent der Beschäftigten, die ein Soziales Netzwerk nutzen, würden eine entsprechende Freundschafts- oder Kontaktanfrage ihres Chefs auf keinen Fall annehmen, 20 Prozent wahrscheinlich nicht. Demgegenüber sagen nur 9 Prozent, dass sie eine solche Anfrage auf jeden Fall bestätigen würden, 14 Prozent würden wahrscheinlich zustimmen.

Soziale Netzwerke finden jenseits der 65 großen Anklang

  • Drei Viertel aller Internetnutzer sind bei Sozialen Medien angemeldet
  • Stärkster Zuwachs bei „Silver Surfern“
Berlin – Soziale Netzwerke werden auch für ältere Menschen zur interessanten Plattform. Gut zwei Drittel aller Internetnutzer zwischen 50 und 64 Jahren (68 Prozent) sind bei mindestens einem der Dienste angemeldet. 2011 waren es nur 60 Prozent. Bei den über 65-jährigen Internetnutzern ist der Anstieg noch größer. Vor zwei Jahren waren 40 Prozent von ihnen bei sozialen Netzwerken angemeldet. In diesem Jahr sind es bereits 66 Prozent. Insgesamt haben drei Viertel aller Internetnutzer (78 Prozent) bei zumindest einem sozialen Netzwerk ein Profil, zwei Drittel (67 Prozent) nutzen soziale Netzwerke aktiv. Das entspricht knapp 37 Millionen Deutschen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von Bitkom Research im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM.