Technologisch im Abseits

Homeoffice, Videotelefonie und Streaming: Während der Corona-Krise findet das Arbeiten zu einem großen Teil über das Internet statt. Für die IT-Infrastruktur ist das keine einfache Aufgabe. Ein Blick auf die leistungsstärksten Supercomputer der Welt zeigt: Deutschland hat den Anschluss längst verloren.Die Corona-Krise zwingt Deutschland und vielen anderen Ländern eine digitale Lebensweise auf. Wirtschaft und Gesellschaft sind abhängig vom Internet und dessen Infrastruktur – das zeigt die Pandemie sehr deutlich. Stabile Netze und leistungsfähige Cloud-Lösungen sind deshalb wichtiger denn je, sie sind wortwörtlich systemrelevant.

Branchenexperte Oliver Kömpf übernimmt Leitung der Orizon Gruppe

Oliver Kömpf ist seit dem 1. April 2020 neuer Chief Executive Officer (CEO) der Orizon Gruppe, eines der Top 10-Personaldienstleistungsunternehmen in Deutschland. Er tritt die Nachfolge von Dr. Dieter Traub an, der das Unternehmen aufgebaut und über 14 Jahre erfolgreich geführt hat. Oliver Kömpf bringt langjährige Erfahrungen als Geschäftsführer der Hays Talent Solutions GmbH mit.

Oliver Kömpf hat über 20 Jahre Managementerfahrung in der Personaldienstleistungsbranche im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung, mit der Vermittlung von hochqualifizierten Freelancern sowie Festangestellten und insbesondere im Outsourcing von Rekrutierungs- und Beschaffungsprozessen gesammelt. Als Managing Director hat er einen internationalen Outsourcing-Dienstleister, die Hays Talent Solutions, erfolgreich aufgebaut und zu einem der Marktführer im deutschsprachigen Raum weiterentwickelt.

IAB: Der Arbeitsmarkt gerät massiv unter Druck

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erwartet im Jahr 2020 einen drastischen Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von zwei Prozent. Vorübergehend schrumpft das BIP sogar um mehr als sechs Prozent. Das geht aus der Vorausschau für 2020 des IAB hervor. Diese erfolgt unter der Annahme, dass ein Teil der Wirtschaftstätigkeit für sechs Wochen ausfällt und dann über einen ebenso langen Zeitraum zur Normalität zurückkehrt. Unterstellt wird dabei eine weltweite Rezession, die nicht zu einer systemischen Krise anwächst.

Enzo Weber

Stellen müssen – gerade jetzt – schnell besetzt werden: Google Anzeigen können dabei helfen!

von Tristan Niewöhner, persomatch GmbH

Corona, Corona, Corona …man mag es schon fast gar nicht mehr hören. Aber es hilft nichts: die Pandemie ist da. Wir müssen da durch, und das so gut wie möglich.

Einige Branchen – Gastronomie, Touristik, Events – haben es in diesen Zeiten schwer, das Geschäft bricht zusammen. Wie es nach der Krise weitergeht, wird sich zeigen.

Andere Branchen hingegen – Gesundheitswesen, Online-Handel, Paketdienste, Supermärkte, Drogerien, Lieferdienste für Essen und Lebensmittel – müssen personell aufstocken. Die Kapazitätsgrenzen sind erreicht, aber die Bevölkerung braucht die Leistungen, und zwar genau jetzt.

Tristan Niewöhner

Alpega TMS: Drei Schritte, um globale Lieferketten auf die Folgen durch das Coronavirus vorzubereiten

Das Coronavirus (COVID-19) wirkt sich nicht nur auf Unternehmen sondern auch deren Supply Chain aus, was bei Herstellern und ihren Produktionsbereichen Besorgnis auslöst. Daher werden Hersteller und Großhändler in den kommenden Wochen Nachfragedaten präzise erfassen, um ihre Produktion an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Neben diesen Veränderungen wird die Komplexität der Situation durch unvorhersehbare Einsatzzeiten der Arbeitskräfte erhöht. Denn viele Beschäftigte sind von lokalen Reisebeschränkungen betroffen oder haben keine Kinderbetreuung.

(Photo: Aniruddha Chowdhury/Mint)
(Photo: Aniruddha Chowdhury/Mint)

Homeoffice während einer Krise: Fünf Persönlichkeitsmerkmale einer effektiven virtuellen Führungskraft

Arbeit im Homeoffice ist in schwierigen Zeiten eine essenzielle Maßnahme für Unternehmen. Als Reaktion auf die aktuelle COVID-19-Krise haben viele Unternehmen in der EU Richtlinien für das Arbeiten im Homeoffice implementiert und „virtuelle Arbeitsplätze“ geschaffen. In Deutschland zum Beispiel hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wichtige FAQs für Arbeitnehmer und -geber zusammengefasst und das ENISA hat Tipps für das Sicherstellen der Cybersicherheit für das Homeoffice dargelegt.

Robert Hogan

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und BA-Vorsitzender Detlef Scheele zur Lage am deutschen Arbeitsmarkt im März

Die Anzeigen auf Kurzarbeit, die bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) aufgrund der aktuellen Lage eingehen, sind seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen auf ein neues Höchstniveau angestiegen. Heute hat die BA gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine erste Auswertung für den März veröffentlicht. Demnach sind im März bundesweit rund 470.000 Anzeigen auf Kurzarbeit bei der BA eingegangen.

 

Zum Vergleich: Im Jahr 2019 zeigten durchschnittlich etwa 1.300 Betriebe pro Monat Kurzarbeit an. Im Februar 2020 lag die Zahl der Kurzarbeitsanzeigen noch bei 1.900. Die Nachfrage ist in allen Bundesländern hoch. Die Anzeigen kommen aus nahezu allen Branchen, anders als in der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009, als vor allem das verarbeitende Gewerbe betroffen war. Branchenschwerpunkte sind unter anderem der Handel und das Hotel- und Gaststättengewerbe. Die oben genannten 470.000 Anzeigen basieren auf einer Sonderauswertung der BA. Sie beinhalten die Anzeigen, die bis zum 27. März 2020 bei der BA eingegangen sind. Diese bilden aber nicht die amtliche Statistik ab.

The leader of the Social Democrats Party (SPD), Martin Schulz (L) walks with SPD Secretary-General Hubertus Heil during a party congress of Germany’s Social Democrats in Berlin, on December 7, 2017.
Germany’s Social Democrats, who vowed to go into opposition after losing a September election to Chancellor Angela Merkel’s conservatives, hold a party congress to plot the way forward and possibly join her in another coalition government after all.
Hubertus Heil und Martin Schulz / AFP PHOTO / Odd ANDERSEN

Führung in Krisenzeiten

Von Inga Rottländer

Zur erfolgreichen Arbeit im Homeoffice gehört auch eine gewisse Vertrauensbasis zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten. Aber ist diese immer gegeben? Wir haben nachgefragt!

 

Der Chef hat Vertrauen

Im Homeoffice arbeiten, die Kinderbetreuung regeln und den Betrieb so gut es geht aufrechterhalten – die Corona-Krise stellt alle vor große Herausforderungen. Eine Schlüsselrolle fällt dabei den Führungskräften zu. Die gute Nachricht: Sieben von zehn Beschäftigten in Deutschland (69 Prozent) sind der Meinung, dass ihr Chef ihnen vertraue. 71 Prozent gaben an, ein gutes Verhältnis zu ihrer Führungskraft zu haben. Für die Studie „Deutschland und seine Chefs“ hatten wir 2019 rund 3.500 Fachkräfte ohne Personalverantwortung und 1.500 Führungskräfte in Deutschland befragt. Das eindeutige Ergebnis: Vorgesetzte, die in der Vergangenheit eine gute und vertrauensvolle Beziehung zu ihren Mitarbeitern aufgebaut haben, sind in Krisenzeiten klar im Vorteil.

Künstliche Intelligenz braucht Fachkräfte

Fast sechs Prozent der Unternehmen in Deutschland haben im Jahr 2019 Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt. Diese Unternehmen gaben rund 4,8 Milliarden Euro im Bereich KI aus und beschäftigten 139.000 Personen ganz oder teilweise mit KI-Tätigkeiten. Jedoch fehlt es an geeignetem Personal: Fast jede zweite offene KI-Stelle konnte im vergangenen Jahr nur unzureichend oder überhaupt nicht besetzt werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des ZEW Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Die Studie gibt einen aktuellen Überblick zum Stand der Nutzung von KI in Unternehmen in Deutschland und fußt auf der mehrjährigen Expertise des ZEW in Beobachtung und Analyse der Verbreitung von KI in der deutschen Wirtschaft. Datengrundlage der Studie sind eine repräsentative Sonderauswertung der Deutschen Innovationserhebung im Jahr 2019 sowie eine Zusatzbefragung von KI einsetzenden Unternehmen zwischen November 2019 und Januar 2020.

Recruiting in Zeiten von Corona

Bild zum Beitrag von Alexander R. Petsch_Recruiting in Zeiten von Corona_auf dem Blog der TALENTpro

Foto: Jan Tinneberg; Unsplash

Die wirtschaftliche Lage ist unsicher. Die Zukunft mancherorts ungewiss. Ist Recruiting angesichts der aktuellen Corona-Krise sinnvoll oder gar angemessen? Worauf müssen Recruiter und Unternehmen achten, um die Krise als Chance zu begreifen?

Unternehmen weltweit sehen sich aktuell mit der größtmöglichen Unsicherheit konfrontiert. Für viele geht es um das wirtschaftliche Überleben. Kein Experte kann heute mit Sicherheit sagen, wie lange die Krise noch dauern und welche Folgen sie haben wird. Klar ist: Es wird zu wirtschaftlichen Verwerfungen kommen. Sehr wahrscheinlich werden nicht alle Unternehmen diese Krise überstehen, selbst, wenn die Bundesregierung alles tut, um Schreckensszenarien zu verhindern.

Tatsache ist aber auch: Corona ist ein zeitlich begrenztes Thema – Recruiting dagegen ist eine unternehmensstrategische Aufgabe.

Wirtschaft und Unternehmen müssen sich für die Zeit nach der Krise rüsten. Und damit kann man gar nicht früh genug beginnen. Denn auch, wenn es in den bevorstehenden Monaten zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Deutschland kommen sollte, der Fachkräftemangel und der Demografische Wandel werden bald wieder einsetzen.

Wählen Sie Ihre Aktivitäten mit Bedacht

Natürlich ist Recruiting für viele Unternehmen aktuell kein Thema von hoher Priorität. In Krisenzeiten sind oft andere Themen wichtiger. Zuallererst sollte man die wirtschaftliche Situation und Aussichten des Unternehmens evaluieren und die Personalplanungen an die neuen Gegebenheiten anpassen.

Ist dies erfolgt, sollte man besonderen Wert auf eine sensible Kommunikation legen – insbesondere intern. Denn möglicherweise sehen sich manche Mitarbeiter mit der Frage nach Kurzarbeit konfrontiert, andere fürchten gar um den Verlust ihres Arbeitsplatzes.

Informieren Sie Mitarbeiter, Betriebsräte etc. über die fortgeführten Recruiting-Aktivitäten. Betonen Sie, dass es sich hierbei um eine Investition in die Zukunft des Unternehmens handelt. Es ist gerade nicht die Zeit für ein Recruiting nach dem Gießkannen-Prinzip, die Konzentration sollte auf einem fokussierten Recruiting mit geringem Streuverlust liegen (relevante Engpasszielgruppen). Es versteht sich von selbst, dass derzeit keine Vakanzen gesucht werden sollten, in welchen sich Angestellte gerade in Kurzarbeit befinden.

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen

Die Chance, zurzeit die geeigneten Kandidaten direkt ansprechen zu können, ist sehr gut. Die Mehrheit arbeitet im Homeoffice und ist über Telefon beziehungsweise Business-Netzwerke bestens zu erreichen. Gleichzeitig ist die Verunsicherung bei vielen Arbeitnehmern gerade groß. Da bietet sich dem Unternehmen, welches es schafft, dem Kandidaten diese Verunsicherung zu nehmen, eine große Gelegenheit.

Weiterlesen: https://blog.talentpro.de/2020/03/31/recruiting-corona-eine-chance/