Technologie ersetzt Muskeln und menschliches Gehirn

Gerhard Kenk

Von Gerhard Kenk, Crosswater Job Guide.

Der technologische Fortschritt durch die Digitalisierung ermöglicht es auch, zunehmend  menschliche Arbeit durch Robotereinsatz zu ersetzten. Zusehends werden immer mehr Voraussetzungen geschaffen, indem die Neuerungen in Robotik, Sensorik, KI, AR, VR, kombiniert werden.

Dieses Szenario ist natürlich hochgradig dazu geeignet, Ungewissheit vor Neuerungen, Angst um den Arbeitsplatz und Sorge um die wirtschaftliche Existenz des Einzelnen zu schüren.

Alles Neu? Mitnichten.

 

In Gerhart Hauptmanns sozialkritischen Drama „Die Weber“ wurde das Szenario des Jobverlusts durch neue Technologien schon einmal durchgespielt. Damals ging es um die Transformation der menschlichen Muskelkraft durch Maschinenkraft – eines der Grundthemen der Industriellen Revolution.

 

 

Heute ist ein ähnlicher Prozess im Gange. Roboter ersetzen menschliche Muskelkraft und zusehends – so die Protagonisten – Bereiche der menschlichen Intelligenz.

Schachgroßmeister gelten allgemein als intelligent, mit einem hervorragenden Gedächtnis und ausgezeichneten analytischen und kombinatorischen Fähigkeiten ausgestattet. Solange, bis Schachcomputer den Wettkampf um künstliche  oder menschliche Intelligenz permanent gewannen. Die Schachspielergilde zog daraus Konsequenzen und ließen fortan Computer gegen Computer spielen – die menschlichen Schachspieler blieben dann weiterhin unter sich.

Gary Kasparov verliert den Schachwettbewerb gegen IBMs DeepBlue Computer

Für Defätisten eigentlich kein Problem, denn sie machen aus der Not eine Tugend: „Bring your own Robot“, bringe  deinen eigenen Roboter mit zum Arbeitsplatz, lass ihn Deine Arbeit machen und kassiere selbst das Gehalt. 365 Tage Freizeit pro Jahr, die schöne neue Welt ist angebrochen.

Wenn ein zunehmender Robotereinsatz bei Jobinterviews im Recruiting droht, könnten ja die Bewerber auch entsprechend reagieren und einen Bewerber-Roboter zum Vorstellungsgespräch schicken. Wir befinden uns hier bereits in einer Vorphase des Robotereinsatzes bei Jobinterviews, denn sehr viele Bewerber gehen bereits jetzt durch ein regelrechtes Bewerbertraining und lernen hervorragende rhetorische Antwort auf die Evergreen-Frage „Weshalb haben Sie sich bei uns beworben“ oder „Was sind Ihre grössten Schwächen“.

 

Etwas seriöser adressiert ein Artikel von Mark WhitehouseMira Rojanasakul und Cedric Sam, der bei Bloomberg erschienen ist, die Situation des Technologiewandels durch Robotereinsatz und visualisiert auf hervorragende Weise welche Jobs vom Robotereinsatz bedroht werden könnten. Ist Ihr Job dabei?

Is Your Job About To Disappear?

Thirteen years ago, two prominent U.S. economists wrote that driverless cars couldn’t execute a left turn against oncoming traffic because too many factors were involved. Six years later, Google proved it could make fully autonomous cars, threatening the livelihoods of millions of truck and taxi drivers. Throughout much of the developed world, gainful employment is seen as almost a fundamental right.
But what if, in the not-too-distant future, there won’t be enough jobs to go around? That’s what some economists think will happen as robots and artificial intelligence increasingly become capable of performing human tasks. Of course, past technological upheavals created more jobs than they destroyed. But some labor experts argue that this time could be different: Technology is replacing human brains as well as brawn.
When politicians talk about jobs, they tend to focus on iconic, goods-producing industries, such as mining, steel production and auto making, that have traditionally been the hardest hit by global competition and technological progress. Lately, though, the loss of manufacturing jobs in the U.S. pales in comparison to the much larger losses in parts of the services sector.
Lesen Sie den ganzen Bericht hier: https://www.bloomberg.com/graphics/2017-jobs-automation-risk/

 

Infografik: Diese Jobs wird KI zuerst übernehmen

 

 

 

 

 

Diese Jobs wird KI zuerst übernehmen – eine Infografik von RS Components

 

 

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