Recruiting mit TalentsConnect: Erst matchen, dann filtern

Gastbeitrag Robin Sudermann, CEO 22CONNECT AG

Auf der Suche nach den passenden Talenten steht die HR immer wieder vor der Herausforderung, die besten Kandidaten zu finden und geht dazu verstärkt selbst auf Suche. Die Bewerber sollen nicht nur spezifische fachliche Fähigkeiten mitbringen, sondern ihre Persönlichkeit muss auch zur Unternehmenskultur und der vakanten Stelle passen. Keine leichte Aufgabe, den 100%-Mann oder die 100%-Frau zu finden. Doch Hand aufs Herz: Die überzogene Erwartung der exakten Passgenauigkeit wird in der Realität ziemlich schnell enttäuscht.

Robin Sudermann, CEO 22CONNECT AG
Robin Sudermann, CEO 22CONNECT AG

Einen 100%-Kandidaten zu finden, ist nahezu unmöglich. Aber wo soll man Abstriche machen und seine Erwartungen reduzieren? Bei welchen Bewerberanforderungen sollte man flexibel sein? Reichen Grundkenntnisse in Englisch oder darf es ein bisschen weniger Berufserfahrung sein? Doch hier beginnen die Alternativen in den Himmel zu wachsen. Filter helfen offensichtlich nur bedingt, denn eine Entscheidung für ein spezielles Kriterium führt zu einem Ausschluss von Kandidaten, die von ihrer Qualifikation zu 95% auf den Job gepasst hätten, dieses eine spezielle Merkmal jedoch nicht erfüllen.

Dabei sind fachliche Qualifikationen erlernbar oder ausbaufähig. Deshalb heißt die Devise „matchen statt filtern“! Denn Matching hat einen entscheidenden Vorteil: Vielversprechende Kandidaten, die nicht jedes Kriterium erfüllen, bleiben im Auswahlprozess erhalten. Beim Matching-Spezialisten Talents Connect funktioniert das so: Der Recruiter gibt fachliche und persönliche Anforderungen an den neuen Mitarbeiter ein. Diese werden mit den Angaben der Jobsuchenden verglichen und es entsteht ein prozentualer Wert, der sogenannte Talent Score, der angibt, wie gut die Bewerber zur ausgeschriebenen Stelle passen. Das Ergebnis ist ein Bewerber-Ranking. Ändert man die Gewichtung eines Kriteriums, so ändert sich automatisch die Reihenfolge der potenziellen Kandidaten. Dies ermöglicht es, die Stellschrauben äußerst fein zu justieren, anstatt per Knopfdruck auszuschalten.

Soft Skills gewinnen an Bedeutung

Darüber hinaus fließen Soft Skills in den Talent Score mit ein. Denn soziale Kompetenzen und persönliche Eigenschaften von Kandidaten werden beim Recruiting immer wichtiger. Hier vollzieht sich aktuell ein Paradigmenwechsel im mittlerweile überholten Bewerbungsprozess.

Im Gegensatz zu den Hard Skills lassen sich Persönlichkeit und soziale Kompetenzen jedoch nicht einfach aneignen. Fachliche Kenntnisse sind erlernbar und damit ersetzbar. Wer nur auf den Lebenslauf schaut, blickt in die Vergangenheit. Soft Skills haben dagegen eine prädiktive Eigenschaft. Sie zeigen, wie sich ein Kandidat in bestimmten Situationen voraussichtlich verhalten wird. Oft scheitert die richtige Stellenbesetzung gerade daran, dass solche Aspekte zu wenig beachtet werden. Die Folge sind Fehlbesetzungen und eine hohe Fluktuation.

 

Denn auch in einem persönlichen Bewerbungsgespräch lassen sich die Soft Skills des Gegenübers nicht immer zuverlässig verifizieren. Viele Unternehmen führen deshalb aufwendige und kostenintensive Assessments oder Persönlichkeitstests durch, um die Spreu vom Weizen zu trennen und so den besten Bewerber zu finden.

Software-Entwicklung Talent Score Foto: 22CONNECT
Software-Entwicklung Talent Score Foto: 22CONNECT

Ein wissenschaftlich fundierter Algorithmus matcht die Persönlichkeitsmerkmale mit den Jobanforderungen. (Foto: 22CONNECT AG)

 

Persönliche Fähigkeiten und soziale Kompetenzen sagen über einen Bewerber oft mehr als Noten, Zertifikate und ein trockener Lebenslauf. Die Herausforderung liegt jedoch vor allem darin, ein Verständnis dafür aufzubringen, dass Soft Skills die ausschlaggebenden Differenzierungskriterien für eine Einstellung sind.

Dies bestätigen auch aktuelle Studien. Laut einer Analyse der Unternehmensberatung Hay Group ist eine große Mehrheit der Entscheider in Unternehmen von der Bedeutung emotionaler und sozialer Kompetenzen überzeugt: 91 Prozent der befragten Manager bestätigen die Annahme, dass Mitarbeiter mit ausgeprägten emotionalen und sozialen Kompetenzen bessere wirtschaftliche Ergebnisse erzielen. 88 Prozent glauben, dass ein Talent-Pool mit starken Soft Skills essenziell ist, um im Markt führend zu bleiben. Nach den Ergebnissen der Studie „Fachkräftemangel“ der ManpowerGroup moniert jeder Fünfte fehlende Soft Skills der Bewerber, wie zum Beispiel Anpassungsbereitschaft, Motivation oder Teamfähigkeit.

 

 

Talent Score (Foto: 22CONNECT AG)
Wenn die Profile zusammenpassen, klappt‘s auch mit dem Job – der Talent Score gleicht Job- und Bewerberprofil ab. (Grafik: 22CONNECT AG)

 

 

Mit Technologie zum Recruiting-Erfolg

Genau hier setzt das Recruiting-Tool von Talents Connect schon im Vorfeld an. Die Online-Plattform unterstützt und entlastet die HR bei der zeitintensiven Vorauswahl, sodass sie sich wieder mehr ihren wesentlichen Aufgaben zuwenden kann. Alle Informationen über Bewerber und die jeweilige Stelle werden durch den Talent Score messbar gemacht. Die Funktionsweise dieses Tools beruht auf einem speziell entwickelten Algorithmus, der anhand von persönlichen Angaben des Bewerbers ein Persönlichkeitsprofil erstellt. Dieses Profil wird neben den Hard Skills der potenziellen Bewerber mit den Anforderungen an die zu besetzende Stelle abgeglichen. Es wird also „gematcht“ anstatt nur „gefiltert“, wie es in vielen gängigen Bewerber- und Talent-Management-Systemen der Fall ist.

„Mit Talents Connect können wir schon früh im Bewerbungsprozess einschätzen, welche Position in der E.ON-Welt besonders gut zu einem Bewerber passt“, so Mareike Onnebrink von der E.ON-Ausbildungssteuerung.

Das Active Sourcing von Talents Connect unterstützt Unternehmen in Zeiten des War for Talents. Sie können durch die Erstellung von Suchprofilen zahlreiche Bewerber in dem kontinuierlich wachsenden Talent-Pool finden und kontaktieren. Aber auch Bewerber können aktiv suchen. Bei passenden Stellenangeboten, die ihnen angezeigt werden, können sie ihr Interesse bekunden und sich mit ihrem Profil mit einem Klick bewerben.

Um die relevanten Kriterien zu definieren, müssen sie nur einige wenige, zielgerichtete Fragen beantworten. Anschließend liefert der Talent Score die prozentuale Übereinstimmung der Profile und gibt an, wie gut Bewerber und Job bzw. Unternehmen zusammenpassen.

Die Technologie wird deshalb auch bereits von Unternehmen als Software-as-a-Service eingesetzt und bildet eine einzigartige sowie aufwertende Ergänzung zum klassischen BMS. Darüber hinaus kann der umfangreiche Talent-Pool vor allem kleinen und weniger bekannten mittelständischen Unternehmen helfen, eine größere Auswahl an passenden Bewerbern zu generieren.

 

22CONNECT AG // Talents Connect

Orientierung bei der Berufswahl geben und die richtigen Menschen in die passenden Jobs bringen. Das ist die Mission der im Mai 2013 in Köln gegründeten 22CONNECT AG. Dafür hat das Kölner Technologie-Startup ein Job-Matching entwickelt, das Soft Skills berücksichtigt und die individuelle Persönlichkeit eines jeden Bewerbers in den Mittelpunkt stellt. Das Matching ist seit 2013 im Einsatz bei Talents Connect, seit 2014 bei Mittelhessen Connect und seit 2015 bei südjobs.de.

Talents Connect.

Fähigkeiten sind ersetzbar – Persönlichkeit nicht.

 

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