Herbstzeit ist Erntezeit: Die meistgelesenen Berichte des Monats Oktober 2013

Herbstzeit ist Erntezeit – das gilt für Landwirte und HR-Blog-Redakteure gleichermassen. Auch im Montag Oktober wurde recherchiert, getextet, bebildert und redigiert – wie das bei den Lesern des Crosswater Job Guide angekommen ist zeigt die Aufstellung der meistgelesenen Berichte.

 

1. Ranglisten-Dominator: Wer kann Stepstone stoppen?

Ralf Baumann
Ralf Baumann

Die Stepstone-Macher aus der Hammer Strasse in Düsseldorf sind in allen relevanten Branchen-Rankings auf den vordersten Plätzen gelandet und dominieren die Ranglisten wie kaum eine andere Jobbörse.

Doch in der Stunde des Erfolgs ist auch eine Rückbesinnung notwendig: Jobsuchende lassen sich (noch) nicht auf ein einziges Jobportal festlegen, über 93% der Bewerber nutzen bis zu 6 Jobbörsen – gleichzeitig. Ein Alleinstellungsmerkmal für StepStone ist noch nicht in Sicht.

 

2. Schneller zum Job mit dem Facebook-Like-Button

Facebook Like-Button
Was wir alle mögen

Ein Dauerbrenner, der im Februar 2011 eigentlich als sanfte Satire auf die Gutgläubigkeit der Facebook-Fans gemünzt war. Facebook, Facebook über alles: so geht es wirklich nicht. Die Facebook-Version der US-Jobbörse entpuppte sich eher als Fata Morgana und für eine effektive, zeitökonomische Stellensuche im Web gibt es wirklich bessere Kanäle als die Social Media Plattform von Mark Zuckerberg.

Und der Bericht zeigte einmal mehr auf, wie eine gute Titelzeile die Leser ködern kann. Dieser Bericht ist auch im gesamten Jahresverlauf der am meistgelesene Artikel. Allerdings erwartete die Leser-Generation X, Y und Z etwas mehr von der Leichtigkeit des Seins Oberflächlichkeit des Scheins und wollten sich nicht wirklich mit einer längeren und substantiell fordernden Thematik auseinandersetzen: dementsprechend war auch die Abbruchrate unter den Lesern mit 24% relativ hoch.

3. Wer sind Deutschlands Beste Jobportale 2013?

Dirk Kümmerle, Yourfirm.de
Dirk Kümmerle, Yourfirm.de

Die Spannung war groß, als auf Europas größter HR-Messe Zukunft Personal 2013 die Ergebnisse des Qualitätstests „Deutschlands Beste Jobportale 2013“ präsentiert wurde. Die Experten-Jury der Messe-Organisation fand dieses Thema nicht wichtig genug um für die Präsentation einen Besucher-freundliches Forum-Ambiente zuzulassen, so fand halt die Übergabe der Gütesiegel am „Messe-Katzentisch“ (HR-Blogger Helge Weinberg) statt, und das Veranstalter-Prädikat „Standing-Room only“ war zwangsweise gesichert.

Die Ergebnisse lieferten viele Details, Stellenanzeigen.de-Geschäftsführer Dr. Peter Langbauer bezeichnete die Studie als einen wichtigen Gradmesser der Branche. Auch die Profis der Medienagentur äusserten ihre Einschätzung: „Die Studie leistet damit einen Beitrag zur effizienteren Nutzung der Jobportale für ein erfolgreiches Recruiting von Fach- und Führungskräften, mit wichtigen Erkenntnissen auch für Personalverantwortliche“ – argumentierten aber zutreffend, warum die Studie keine professionelle Medienberatung ersetzen könne.

 

4. Personalchefs küren die besten Jobportale 2013

Ute Stümpel, PROFILO Rating-Agentur
Ute Stümpel, PROFILO Rating-Agentur

Ein paar Wochen vor der Messe Zukunft Personal 2013 lüftete Ute Stümpel, Geschäftsführerin der PROFILO Rating-Agentur den Schleier und gab die besten Jobbörsen aus Arbeitgeber-Sicht bekannt.

Jobware punktete wieder einmal mehr – dieses Jahr mit der besten Weiterempfehlungsrate.

Die Paderborner Jobware-Manager freuten sich – ganz im Sinne der Werbebotschaft ihres Nachbarn aus Bielefeld, dem Dr. Oetker Konzern, der schon 1957 textete „Zufriedene Mienen danken es Ihnen“.

 

 

5. Jobsuchmaschine Adzuna.com ermöglicht Social Job Search mit XING, LinkedIn und Facebook

Daniela Chikato
Daniela Chikato

In ihrem Gastbeitrag setzte sich Daniela Chikato gleich mit zwei Vorurteilen auseinander:

 

Jobsuchmaschinen können keine PR und haben deshalb keinen hohen Bekanntheitsgrad im Recruiting.

Und Jobsuchmaschinen haben nichts am Hut mit Social Medien. Beide Punkte hat sie geklärt.

 

6. Orientierungslos im Labyrinth der Stellenanzeigen: Wie Stellensuchende die Suchqualität der Jobportale beurteilen

Werner Wiersbinski, Meinestadt.de
Werner Wiersbinski, Meinestadt.de

Eine schlechte Suchqualität ist Gift für jedes Jobportal – den BMW Z1 gibt’s ja auch nicht mit einem lahmen Dieselmotor. Karosserie und Motor müssen harmonieren, das gilt auch für Jobportale. Und eine ebenso wichtige Rolle spielt die Regionalsuche, denn das regionale Recruiting ist wichtig.

Das findet auch Werner Wiersbinski: “meinestadt.de setzt konsequent auf regionale und lokale Jobsuche über Internet und Apps. Diese Auszeichnung beweist: Unternehmen und potentielle Mitarbeiter schätzen das gleichermaßen. Unsere hohe Reichweite ist eine schöne Sache, aber der Branchenpreis ist noch mal eine besondere Bestätigung, über die wir uns sehr gefreut haben!”

 

7.  HR-Blogs: Mit der Wollmilchsau auf der Jagd nach mehr Reichweite

Jochen Mai, HR-Blog Karrierebibel.de
Jochen Mai

Trotz aller Klugheit einer Studentin und eines Hochschulprofessors und allen Erfahrungen einer Personalagentur zum Trotz hat auch die gesamte Online-Redaktion des Fachmagazins der Personalwirtschaft die Bedeutung der Leser-Reichweite bei der Zusammenstellung der Rangliste der besten HR-Blogs übersehen und konsequent ignoriert. Dies war nicht der einzige Grund, weshalb es zu einem #Aufschrei kam, das Personalmagazin schrieb einen Monat später von der „Bloggerszene in Wallung“.

Ganz emotionslos haben wir uns die Reichweitenzahlen der wichtigsten HR-Blogs in Deutschland angeschaut und diese Zahlen zum Vergleich präsentiert. Die Wollmilchsau kam auf den zweiten Platz – noch kann nur vermutet werden, welches Kraftfutter die Macher von Atenta im SEO-Mix beigefüttert haben. Und ein anderes Blog, welches von den Experten Redakteuren des Personalmagazin komplett ignoriert wurde, landete bei der nach dem Alexa-Ranking gemessener Besucherreichweite auf dem ersten Platz: Chapeau für Jochen Mai von der Karrierebibel.de.

 

8. Europäische Online-Jobbörse StepStone übernimmt YOURCAREERGROUP

Arne Lorenzen: Hotelcareer ist Sieger im Qualitätswettbewerb "Deutschlands beste Jobbörsen" Kategorie Spezialjobbörsen 2012
Arne Lorenzen: Hotelcareer ist Sieger im Qualitätswettbewerb „Deutschlands beste Jobbörsen“ Kategorie Spezialjobbörsen 2012

Der Axel-Springer-Verlag setzt seine Strategie der Digitalisierung des Anzeigengeschäfts konsequent fort. Nach der Stepstone-Übernahme in mehreren Etappen haben die Berliner Strategen das Regionalportal meinestadt.de auf einen Schlag übernommen.

 

Der nächste Paukenschlag folgte mit der Übernhame der YOURCAREERGROUP und deren Flagschiff, der Jobbörse Hotelcareer.

Hotelcareer hatte es bisher als einziges Spezialportal mit Fokus auf den Hotel- und Gaststättensektor geschafft, den Generalisten wie StepStone, Monster, Stellenanzeigen.de oder Jobscout24 Paroli zu bieten. Sind die Helden jetzt müde geworden?

 

 

9. Auf den Spuren von Facebook: Die neue Jobbörse von ResearchGate.net

ResearchGate Angela Merkel Besuch
Für Mutti kein #Neuland: Angela Merkel besucht ResearchGate in Berlin. Foto Zimbio / Pool/Getty Images Europe)

Nicht jeder Recruiter, der Personalbesetzungen im naturwissenschaftlichen Bereich vornehmen möchte, hat die Wissenschaftsplattform ResearchGate.net, eine Art Facebook für Akademiker, auf dem Radarschirm.

Nun haben die Gründer von ResearchGate.net ihr Networking-Angebot um eine Jobbörse erweitert. Angela Merkel war schon dort auf Besuch – ob sie schon auf ihrem Handy die Stellenangebote für Physiker per mobile Recruiting durchsucht hat, ist nicht überliefert.

 

 

 

10. Mobile Recruiting 2013: Eine empirische Untersuchung zur Bewerberansprache über mobile Endgeräte

Wolfgang Jäger Hochschule Rhein-Main Mobile Recruiting
Prof. Dr. Wolfgang Jäger

Schluß mit lustig: Professor Dr. Wolfgang Jäger seziert mit seinem Skalpell den Korpus der Unternehmens-Karriereseiten und prüft, ob sie zukunftsfähig, d.h. für Mobile Recruiting geeignet sind. Seine wissenschaftliche Vorgehensweise schafft die empirisch-basierten Fakten, an denen sich die HR-Chefs der Konzerne entweder ein Beispiel nehmen oder sich die Zähne ausbeißen können.

 

 

 

 

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